BT Be 4/4

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Die Elektrolokomotive Be 4/4, die erstmalig von der Bodensee-Toggenburg-Bahn (BT) beschafft wurde ist eine leichte Universallokomotive für hochgespannten Wechselstrom von 15'000 Volt 16 2/3 Hertz die in den Jahren 1931 und 1932 in Betrieb gesetzt wurden. Diese Lokomotivbaureihe prägte während Jahrzehnten zusammen mit elektrischen Triebwagen den Güter- und Personenverkehr in der Ostschweiz bei der Bodensee-Toggenburg-Bahn sowie im Mittelland bei der Emmental-Burgdorf-Thun-Bahn (EBT) und deren mitbetriebenen Eisenbahngesellschaften, selbst nachdem leistungsstärkere Triebfahrzeuge beschafft wurden. Einzelne Exemplare sind betriebsfähig erhalten geblieben.

Inhaltsverzeichnis

Vorbild

Für die Elektrifizierung der Bodensee-Toggenburg-Bahn lieferte die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) in Winterhur 1931 und 1932 eine kleinere Stückzahl an leichten laufachslosen vierachsigen Be 4/4 Drehgestelllokomotiven mit Sécheron Hollwellen Federantrieb der jede Triebachse einzeln antreibt und einer elektrischen Ausrüstung von der Société anonym Atelier de Sécheron (SAAS) in Genf.

1932 und 1933 wurden weitere Lokomotiven gleicher Bauart mit der charakteristischen Plattform vor den Führerständen an die Emmental-Burgdorf-Thun-Bahn (EBT) und deren mitbetriebenen Eisenbahngesellschaften ausgeliefert. Diese stellte damit ihre bereits mit Dreiphasenwechselstrom elektrifizierten Bahnstreckenabschnitte auf Einphasenwechselstrom um. Gleichzeitig wurden weiterer Bahnstreckenabschnitte der Betriebsgemeinschaft elektrifiziert.

Auf der Grundlage der elektrischen Ausrüstung der Lokomotiven und deren Drehgestelle wurden sowohl an die BT wie auch die EBT und deren mitbetriebenen Eisenbahngesellschaften gleichzeitig Triebwagen unterschiedlicher Bauart ausgeliefert, wobei zwei Triebmotoren zwei Triebachsen antreiben, die anderen beiden hingegen Laufachsen sind.

Technische Daten

Technische Daten soweit im Text nicht bereits erwähnt. Sie beziehen sich auf die Bodensee-Toggenburg-Bahn Be 4/4 bei der Ablieferung. Sie weichen nur in Details von den Be 4/4 der Emmental-Burgdorf-Thun-Bahn Betriebsgemeinschaft ab.

Spurweite: 1435
Achsformel: Bo’Bo’
Raddurchmesser: 1040 mm
Länge über Puffer: 12'000 mm
Dienstmasse: 66 t
Stundenzugkraft: 8,0 t bei 55 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Stundenleistung: 1630 PS
Anhängelast: 250 t auf 18 ‰ bei 55 km/h
(Bahnstrecke St. Gallen–Wattwil der Bodensee-Toggenburg-Bahn)

Nummerierung

  • BT Be 4/4 11 bis 16
  • EBT Be 4/4 101 bis 108, ursprünglich EB Be 4/4 101 und 104, BTB Be 4/4 105 und 106, EBT Be 4/4 109 und 110 (Nachbeschaffung 1944 und 1953)
  • SMB Be 4/4 171 und 172, ursprünglich SMB Be 4/4 107 und 108

Trivia

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) besaßen nie solche Lokomotiven. Obschon das Fahrzeugmodell von Kleinbahn in der Spur H0 lange Zeit nur in einer grünen Ausführung der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) auf dem Markt gebracht wurde.

Ähnlicher Bauart wie die ÖBB 1045 mit den Baujahren 1927 bis 1929 und ÖBB 1145 mit den Baujahren 1929 bis 1931 und 1966 (beide mit Sécheron Hollwellen Federantrieb).

Literatur

  • Peter Willen: Lokomotiven der Schweiz, Normalspur Triebfahrzeuge. Orell Füssli Verlag, Zürich 1972.
  • Christian Frauenkecht: Elektrolok Be 4/4 der BT und EBT. Verlag Papyrus & Ink, Gachnang und Brugg, ISBN 978-3-033-04930-7

Weblinks

  • BT Be 4/4 in der deutschsprachigen Wikipedia

Betriebsnummern

Modell

Spur H0

Betriebsnr. Farbe Hersteller Artikel-Nr. Bauzeit Strom/Dec. Bemerkungen Bild
keine dunkelgrün Kleinbahn SBB Be 4/4 GS SBB, die SBB besaß nie solche Lokomotiven
104 dunkelgrün Kleinbahn EBT 104 GS EBT
172 rot Kleinbahn SMB 172 GS SMB, existierten beim Vorbild nie rot
103 dunkelgrün Liliput 11250 GS EBT Ebtbe44lil.jpg