LEGO

Aus Modellbau-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

LEGO ist ein dänisches Spielzeugunternehmen, das vor allem für seine so genannten LEGO-Steine bekannt wurde. Bei LEGO handelt es sich um ein Baukastensystem, bei dem bunte Kunststoff-Klötzchen, Zahnräder, Figuren und andere Kleinteile zusammengesteckt werden, um damit Modelle von allen erdenklichen Dingen zu bauen.

Lego Eisenbahnanlage 'Noppingen' auf der IMA 2006 Köln.


Dieser Wikipedia- Artikel wurde für die Modellbau-Wiki stark überarbeitet und/oder verkürzt. Zum ausführlichen Originalartikel: "LEGO".



Inhaltsverzeichnis

Erfolg

Autos, Flugzeuge, Eisenbahnzüge, Gebäude, Burgen, Skulpturen, Schiffe, Raumschiffe und funktionierende Roboter sind nur einige der vielen Dinge, die mit LEGO-Steine gebaut werden können. Hohe Produktionsqualität und besondere Detailtreue stellen sicher, dass LEGO-Steine in unzähligen Varianten zusammengefügt werden können, was auch einer der Gründe für den Erfolg dieses Spielzeugs ist.

Ähnlich wie bei den Modelleisenbahnern gibt es eine rege Gemeinschaft erwachsener LEGO-Fans (ELFs oder englisch AFOLs genannt), die Modelle sammeln, oder neue nach eigenen Ideen bauen und diese ausstellen.

Firmengeschichte

Das Unternehmen wurde 1932 vom dänischen Tischlermeister Ole Kirk Christiansen gegründet. 1934 erfand er den Namen "LEGO" als Abkürzung für leg godt, dänisch für spiel gut.

1949 wurden LEGO-Steine eingeführt, die den heutigen Steinen bereits ähnelten. Es handelte sich um farbige Kunststoffquader aus Celluloseacetat, deren Oberseite wie bei den heutigen Steinen mit Noppen besetzt waren, deren Unterseite jedoch völlig hohl war, was dazu führte, dass aus diesen Steinen gebaute Modelle nicht besonders stabil waren. 1958 wurde dieses Problem beseitigt, indem an der Unterseite der Steine hohle Röhren angebracht wurden. Dieses System setzte sich durch und wird noch immer verwendet.

Die Produktpalette wurde ständig erweitert, etwa durch Platten und Schrägdach-Teile, später um Räder, transparente Steine und Figuren. Heute gibt es Tausende verschiedene Bauteile (wie etwa LEGO Technic), nach wie vor können aber alle auf irgendeine Weise miteinander kombiniert werden.

Im Jahr 2003 machte das Unternehmen erhebliche Verluste (ca. 180 bis 190 Millionen Euro). Zurückzuführen war dies auf fatale Managementfehler, die die klassischen Kinderthemen aufgab, z.B. den eingeführten Markennamen Duplo und das klassische Thema Legoland (Stadt). Stattdessen waren Modethemen wie "Star Wars" und "Harry Potter" aufgegriffen worden, fanden aber nicht die erhofften Käufer.

Design und Herstellung

Seit ihrer Einführung 1949 sind LEGO-Steine in allen Varianten in erster Linie Teil eines Systems gewesen. LEGO-Steine aus dem Jahr 2005 passen trotz aller Änderungen in Form, Farbe und Design noch immer mit den Steinen aus 1963 zusammen. 2004 wurde erstmals eine gravierendere farbliche Anpassung vorgenommen, und zwar eine Änderung des Farbtons hellgrauer, dunkelgrauer und brauner Steine.

Die Steine, Achsen, Figuren und alle anderen Elemente im LEGO-System werden mit hoher Passgenauigkeit hergestellt. Wenn sie zusammengesteckt werden, müssen die Steine genau die richtige Menge von Haftung haben. Sie müssen so lange zusammen bleiben, bis sie absichtlich auseinandergezogen werden. Sie dürfen nicht einfach auseinanderfallen, sonst wären die LEGO-Kreationen instabil. Um diese speziellen Eigenschaften zu erreichen, werden die LEGO-Elemente mit einer Toleranz von nur zwei Mikrometern hergestellt.

Seit 1963 werden Legosteine aus dem Kunststoff ABS hergestellt. Präzisionsbearbeitete Formen und eine Kontrolle durch menschliche Prüfer sollen unzulässige Schwankungen der Farbe oder der Wandstärke der Bauteile verhindern.

Abgenutzte Formen werden in den Fundamenten von Gebäuden eingegossen, um zu verhindern, dass sie in die Hände der Konkurrenz fallen.

Eisenbahn

Einer der größten Erfolge von LEGO war die Modelleisenbahnserie, die 1966 gestartet wurde. Die Lokomotiven verfügten zunächst über 4,5-Volt-, später über 12-Volt-, und heute 9-Volt-Motoren. Während die Lokomotiven im 4,5-Volt-System einen Batteriewagen mitführen mussten, nahmen die Züge im 12-Volt System die Spannung über zusätzliche Stromschienen, die zwischen den Kunststoffschienen anzubringen waren, auf. Schienen des 4,5-Volt-Systems konnten mit Stromschienen nachgerüstet werden (ausgenommen Kreuzungen und Weichen). Die Gleise des aktuellen 9-Volt-Systems, das ohne zusätzliche Stromschienen arbeitet, sind dazu inkompatibel. Da die Spurweite und die Magnetkupplungen aber beibehalten wurden, bleiben viele Teile für Lokomotiven und Wagen kombinierbar.

In letzter Zeit sind verstärkt Modelle mit größerer Vorbildtreue erhältlich, so zum Beispiel eine Nachbildung des Super Chief der Atchison, Topeka and Santa Fe Railroad.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel LEGO aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.