Ladegerät

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Ladegerät für Akkus
Steckernetzteil für Mobiltelefone

Ein Ladegerät ist eine elektronische Schaltung, welche zum Aufladen von Energiespeichern (Akkumulatoren, ugs. auch Batterien) verwendet wird und dabei ein bestimmtes Ladeverfahren anwendet.

Zwei Gruppen von Ladegeräten lassen sich unterscheiden:

  • einfache Ladegeräte
Sie laden beispielsweise einen konstanen Strom (für Nickel-Cadmium-Akkus) oder konstanter Spannung (für Bleiakkus) und besitzen entweder keine weiteren Einrichtungen zur Steuerung, Überwachung und Beendung des Ladevorgangs oder lediglich eine Timersteuerung der nach einer gewissen Zeit den Ladevorgang beendet. Werden in diese Timergesteuerten Geräte nicht vollständig entleerte Akkus oder Akkus mit unpassender Kapazität eingelegt, so werden diese Akkus überladen bzw. nicht vollständig aufgeladen.
  • intelligente Ladegeräte
Sie verfügen in der Regel über einen eingebauten Mikrocontroller und können aufwändigere Ladeverfahren realisieren wie zum Beispiel die Ladung des Akkumulators mittels Stromimpulsen. Eine exakte Erkennung der Vollladung des angeschlossenen Akkus aufgrund des Gasungsbuckels erlaubt die sichere Schnellladung ohne die Gefahr von schädlicher Überladung. Weitere Möglichkeiten sind zum Beispiel automatische Entladung der Akkus vor Ladebeginn, eine Recycefunktion (mehrmaliges laden und entladen um die Akkus zu regenerieren) oder das automatische Umschalten auf Erhaltungsladung nach Ladeende.
Weiterhin ist darauf zu achten, ob das intelligente Ladegerät mit einer Einzelschachtüberwachung ausgestattet ist, oder die Akkus nur paarweise überwacht und lädt. Bei der Einzelschachtüberwachung wird der Zustand eines jeden Akkus genau analysiert und der Ladestrom/ die Ladespannung dem Akkuzustand entsprechend angepasst. Bei Paarlader hingegen werden nur zwei Zellen zugleich überwacht. Legt man in diesen zwei unterschiedliche Zellen ein (einen beinahe leeren sowie einen ziemlich vollen Akku), wird der volle Akku längere Zeit überladen. Teils erkennt das Ladegerät den Gasungsbuckel auch nicht mehr richtig, wobei dann beide Zellen massiv überladen werden bis Sicherheitsmaßnahmen wie eine Timerabschaltung oder die Temperaturüberwachung greifen. Auf längere Zeit gesehen zerstört dies die Akkuchemie und macht die Zelle unbrauchbar. Sie verliert massiv an Kapazität und ist nicht mehr hoch belastbar. Qualitativ schlechte Akkus laufen desöfteren dadurch auch aus.

In der Umgangssprache wird oftmals nicht unterschieden zwischen (Stecker-) Netzteilen und Ladegeräten. Ein Steckernetzteil nimmt lediglich eine Umsetzung der 230 V Netzspannung auf eine niedrige Wechsel- oder Gleichspannung, z.B. 9 Volt, vor. Oft ist dann die Elektronik des Ladegeräts in das angeschlossene Kleingerät mit Akku integiert, z.B. bei den meisten Mobiltelefonen.

Hinweis

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Ladegerät aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.