Schnellzugwagen (Deutschland)

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Dieser Artikel gibt eine komplette Übersicht über alle Gattungen der (Durchgangs-)Schnellzugwagen der nationalen deutschen Eisenbahnengesellschaften.

Inhaltsverzeichnis

Länderbahnwagen

Bayerischer Schnellzugwagen

Die Bayerischen Schnellzugwagen wurden ab 1905 von den Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen (K.Bay.Sts.B.) beschafft. Sie bestanden aus einem Stahlunterbau mit Sprengwerk und Holzaufbauten.

Gattung spätere Gattungen Bemerkung
AB4ü bay 05 AB4ü-05
C4ü bay 05 B4ü-05
C4ü bay 08 B4ü-08
Pw4ü bay 05 Pw4ü-05
Pw4ü bay 09 Pw4ü-09

Preußischer Schnellzugwagen

Die Preußischen Schnellzugwagen der Königlich Preußischen Staatseisenbahnen (K.P.St.E.) waren ab 1891 die ersten mit Seitengang und Übergangsmöglichkeit zwischen den Wagen. Der Bau erfolgte in Holzbauweise mit einem Sprengwerk unter dem Wagenboden. Die genieteten Wagen ab 1903 kamen dann ohne Sprengwerk aus.

Gattung spätere Gattungen Bemerkung
BC4ü pr 09 BC4ü-09
C4ü pr 08 C4ü-08
Pw4ü pr 04 Pw4ü-04
WLAB4ü pr 01 WLAB4ü-01
WR4ü-04 pr 11 WR4ü-04/11

Ab 1915 folgte dann die so genannte „Eiserne Bauart“.

Gattung spätere Gattungen Bemerkung
A4ü pr 15 A4ü-15
B4ü pr 15 B4ü-15
B4ükw pr 15 B4ükw-15
Pw4ü pr 16 Pw4ü-16

Sächsischer Schnellzugwagen

Die Sächsischen Schnellzugwagen der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen (K.Sächs.Sts.E.B.) ... gab's auch :-}

Gattung spätere Gattungen Bemerkung
ABBü sa
ABCCü sa

Württemberger Schnellzugwagen

Die Württemberger Schnellzugwagen der Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen (K.W.St.E.) wurden ab 1898 für den Schnellzugverkehr beschafft. Sie bestanden aus einem Stahlunterbau mit Sprengwerk und Holzaufbauten.

Gattung spätere Gattungen Bemerkung
BCCi BC4i Wü 00 Doppelfenster
CCi C4i Wü 99 Doppelfenster
 ? C4i Wü 01 große Fenster
C4 C4id Wü 98/99 Doppelfenster
Post4 Post4-b/15
Pwi Pwi Wü 09

Hechtwagen

Die so genannten „Hechtwagen“ wurden ab 1923 von der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft gebaut und von der Deutschen Bundesbahn in die Verwendungsgruppe 23 einsortiert.

Teilstahlbauweise

Die Bauarten 21 bis 23 bestanden bereits größtenteils aus Stahl, hatten aber im Bereich der Abteile mit Segeltuch bespannte Holzplankendächer.

Gattung spätere Gattungen Bemerkung
A4ü-23 "Hapag-Lloyd"
AB4ü-23/-23a/-23b
B4ü-22 "Hapag-Lloyd"
C4ü-21/-21a/-22/-22a/-23
Pw4ü-23
WLC4ü-21
WLC4ü-23/-23a/-24

Ganzstahlbauweise

Ab der Bauart 26 waren die Wagen komplett aus Stahl gefertigt.

Gattung spätere Gattungen Bemerkung
A4ü-26 "Hapag-Lloyd"
AB4ü-25 Prototyp
AB4ü-26
AB4ü-26a Drehgestell Görlitz II schwer
C4ü-25 Prototyp
C4ü-26
C4ü-26a Drehgestell Görlitz II schwer

Einheitswagen

Zusammen mit den Einheitseilzugwagen wurden auch Schnellzugwagen verschiedener Bauarten entwickelt:

genieteter Serienwagen

Die ab 1927 von der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft auf Basis der Bauart 26 beschafften genieteten „Einheitswagen“ wurden von der Deutschen Bundesbahn in die Verwendungsgruppe 29 einsortiert.

Gattung spätere Gattungen Bemerkung
A4ü-30 Aüe307
AB4ü-28 Aüe302
ABC4ü-29/-29a/-33 ABüe321
B4ü-29 Büe372
B4ü-30 Büe357
C4ü-28 Büe354
Pw4ü-28/-28a/-29/-30
PwPost4ü-28
WL4ü-27/-28/-21
WL4ük-28
WR4ü-28/-28a

geschweißter Probewagen

Die ab 1931 von der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft gebaute Probeserie geschweißter „Einheitswagen“ wurden von der Deutschen Bundesbahn ebenfalls in die Verwendungsgruppe 29 einsortiert.

Gattung spätere Gattungen Bemerkung
AB4ü-33/-34 1951 Umbau in A4ü, AR4ü
ABC4ü-33a/-34
BC4ü-34
C4ü-31/-32a/-32b
PwPost4ü-34
WR4ü-34

geschweißter Serienwagen

Die ab 1935 von der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft gebauten geschweißten „Einheitswagen“ wurden von der Deutschen Bundesbahn in die Verwendungsgruppe 35 einsortiert.

Gattung spätere Gattungen Bemerkung
AB4ü-35
ABC4ü-35/-36
BC4ü-35/-36
C4ü-35/-36
Pw4ü-35/-36/-36a/-37
WL4ü-37
WLC4ü-37
WR4ü-35

Rheingold-Wagen

Für den Fernschnellzug FD 101/102 „Rheingold“ beschaffte die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft 1928 und 1929 die Rheingold-Wagen. Dieses waren mit den Pullmanwagen vergleichbare luxoriöse Salonwagen der Polsterklassen, sowie Gepäckwagen, die gleichzeitig als Schutzwagen an den Zugenden fungierten.

Ausgeliefert wurden die Salonwagen in violett/beiger Farbgebung, die Gepäckwagen waren komplett violett lackiert. Anfang der 1930er Jahre erhielten die Salonwagen dann einen kobaltblau/beigen Anstrich, während die Gepäckwagen ganz in kobaltblau gehalten wurden.

1934 ließ die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft drei Salonwagen zweiter Klasse ohne Küche zu Salonwagen erster und zweiter Klasse mit einem kleinen Küchenabteil umbauen, 1939 folgte ein weiterer. Diese Wagen wurden hauptsächlich als Kurswagen eingesetzt.

Nach dem zweiten Weltkrieg verblieben acht Salonwagen auf tschechischem Territorium, der Verbleib eines Salonwagens ist bis heute ungeklärt. Die Deutsche Bundesbahn erhielt die restlichen siebzehn Salonwagen sowie alle drei Gepäckwagen. Anfang der 1950er Jahre wurden neun Wagen für die neugegründete Deutsche Schlafwagen- und Speisewagengesellschaft in rote Speisewagen umgebaut, drei weitere in Gesellschaftwagen, der Rest in blaue Abteilwagen für den F-Zug-Verkehr.

Gattung Nummer
bis 1931
Nummer
ab 1931
Nummer
bis 1966
Nummer
ab 1966
spätere Gattungen, Verbleib
SA4ük-28 20 501 10 501 DSG 1230 .. 80 88-46 230-. WR4ü(e)-28/51, ..., WRüg(e)151
20 503 10 503 an ČSD
20 505 10 505 an ČSD
20 507 10 507 DSG 1231 WR4ü(e)-28/51, ..., WRüg(e)151
SA4ü-28 20 502 10 502 an ČSD
20 504 10 504 an ČSD
20 506 10 506 an ČSD
20 508 10 508 DSG 1232 .. 80 88-46 232-. WR4ü(e)-28/51, ..., WRüg(e)151
SB4ük-28 24 501 10 701 DSG 1234 .. 80 88-40 234-. WR4ü(e)-28/51, ..., WRüg(e)151
24 503 10 703 10 801 .. 80 89-43 520-. WG4ük-28/50, ..., WGüke822, WGüge822
24 505 10 705 DSG 1237 .. 80 88-46 237-. WR4ü(e)-28/51, ..., WRüg(e)151
24 507 10 707 10 802 .. 80 89-43 521-. WG4ük-28/50, ..., WGüke822, WGüge822
24 509 10 709 DSG 1238 .. 80 88-46 238-. WR4ü(e)-28/51, ..., WRüg(e)151
28 oder 29? 24 513 10 713 DSG 1235 .. 80 88-40 235-. WR4ü(e)-?/51, ..., WRüg(e)151
24 515 10 715 DSG 1239 .. 80 88-46 239-. WR4ü(e)-?/51, ..., WRü(e)151
SB4ük-29 24 517 10 717 10 803 .. 80 89-43 522-. WG4ük-29/50, ..., WGüke822, WGüge822
24 519 10 719 an ČSD
SB4ü-28 24 502 10 702 11 355 .. 80 28-43 100-. B4ü-28/52, ..., Büe355
24 504 10 704 DSG 1236 .. 80 88-46 236-. SAB4ü-28/34, WR4ü(e)-28/51, ..., WRüg(e)151
24 506 10 706 11 356 .. 80 18-43 040-. SAB4ü-28/34, B4ü-28/52, Büe303, Aüe303
24 508 10 708 11 357 .. 80 18-43 060-. B4ü-28/52, Büe305, Aüe305
24 510 10 710 SAB4ü-28/34, an ČSD
24 511 10 711 11 358 .. 80 18-43 050-. SAB4ü-28/39, AB4üe-28/51, ..., Aüe304
24 512 10 712 11 359 .. 80 18-43 061-. B4ü-28/52, Büe305, Aüe305
28 oder 29? 24 514 10 714 (unbekannt)
24 516 10 716 an ČSD
SPw4ü-28 90 201 105 001 105 001 .. 80 92-43 310-. Düe949
90 202 105 002 105 002 .. 80 92-43 001-. Düe922, Düe949 (92-12 001)
90 203 105 003 105 003 .. 80 92-43 311-. Düe949

Quelle:

Henschel-Wegmann-Zug

Anfang der 1930er Jahre begann die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft den Schnellverkehr auszubauen. 1935 lieferte die Waggonfabrik Wegmann & Co vier Leichtbau-Schnellzugwagen, ähnlich den Schnelltriebwagen aus dieser Zeit und daher auch in deren Farbschema voilett/beige lackiert. 1940 kam ein weiterer Salonwagen hinzu.

Die Deutsche Bundesbahn ließ die Wagen 1952 für den Fernschnellzug F 55/56 „Blauer Enzian“ überarbeiten und in der für F-Züge typischen stahlblauen Farbe streichen.

Gattung Nummer Gattung
ab 1952
Nummer
ab 1952
Gattung
ab 1954
Gattung
ab 1956
Bemerkung
SBC4ü-35 10 404 SB4ü-35/52 10 405 B4üe A4üe Endwagen mit Aussichtskanzel
10 403 10 403 B4üe A4üe
10 402 10 402 B4üe A4üe
SBC4ü-40  ? SB4ü-40/52 10 404 B4üe A4üe
SWRPwPost4ü-35 10 401 ABPwR4üe-35/52 10 401 WRPw4üe WRPw4üe Endwagen

Die Deutsche Bundesbahn stellte darüber hinaus für den F 55/56 „Blauer Enzian“ einen Gegenzug zusammen: zwei für die F-Züge stahlblau umlackierte Einheitswagen, einen zum Speisewagen umgebauten ehemaligen Rheingold-Wagen in rot und zwei Salonwagen (einer davon aus dem Sonderzug von Hermann Göring). Beide Salonwagen wurden ebenfalls stahlblau gestrichen, der ehemals drittklassige Schürzenwagen wurde außerdem mit einer abgerundeten Glaskanzel ausgestattet und so dem Endwagen des Wegmann-Zuges angeglichen.

Gattung Nummer Gattung
ab 1950/1
Nummer
ab '50/1
Gattung
ab 1954
Nummer
ab 1954
Gattung
ab 1956
Bemerkung
AB4ü-29 ? 11 461 AB4ü-29 ? 11 461 AB4ü-29 ? 11 461 A4üe
AB4ü-30 ? 11 363 AB4ü-30 ? 11 363 AB4ü-30 ? 11 363 A4üe
SB4ük-28 24 509 ('28)
10 709 ('31)
WR4ü(e)-28/51 DSG 1238 WR4ü(e)-28/51 DSG 1238 WR4ü(e) zuletzt WRüg(e)151
SalonPresse4ü-37 10 251 SalonPresse4ü-37 10 251 AB4ü-37/54 11 701 A4üe (aus Göring-Zug)
C4ü-38 19 347 Salon4ü-38/50 10 217 AB4ü-38/50/54 11 700 A4üe Endwagen mit Aussichtskanzel

Quellen:

Schürzenwagen

Die so genannten „Schürzenwagen“ wurden ab 1936 von der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft gebaut und von der Deutschen Bundesbahn in die Verwendungsgruppe 39 einsortiert.

Für den F-Zug-Verkehr wurden viele der ursprünglich flaschengrünen Wagen in stahlblau umgestrichen, die Speisewagen blieben weinrot.

Prototypen

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
ABC4ü-36 1938 2 Wagen
B4ü-39 nicht gebaut
C4ü-36a 1936 Büe364 6 Wagen
C4ü-Berlin 1939 4 Wagen
C4ü-München 1939 Büe366 5 Wagen
Pw4ü-40 1941 948 1 Wagen

Serienwagen

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
AB4ü-38 ab 1939 Aüe310 103 Wagen
ABC4ü-39 ab 1940 ABüe334 65 Wagen
BC4ü-39 ab 1939 ABüe335, ABüe336 65 Wagen z. T. umgebaut in ABC4üwe-39/??
C4ü-38 ab 1939 Büe365, Büe366 310 Wagen

Salonwagen

Außerdem wurden von der Deutschen Reichsbahn noch mindestens 50 Salonwagen in Schürzenwagenbauart (Salon4ü, später Salon4üe) gebaut, insgesamt ca. 80 Salonwagen. Darunter waren der so genannte „Führeraussichtswagen“ (10 282 Bln) und fünfzehn Wagen des Sonderzuges von Hermann Göring.

  • 10 205: gebaut für Göring, später genutzt durch den Bundeskanzler
  • 10 207: gebaut für Göbbels, später genutzt durch den Bundesverkehrsminister
  • 10 214: gebaut für Himmler, später genutzt durch den Bundespräsidenten
  • 10 242: gebaut für Hitler, später genutzt durch den Bundeskanzler
  • 10 251: gebaut für Göring, „Pressewagen“ (SalonPresse4ü-37)
  • 10 282: gebaut für Hitler, „Führeraussichtswagen“, an die ÖBB

m-Wagen

F-Zug-Wagen

Noch vor der Typisierung als UIC-X-Wagen beschaffte die Deutsche Bundesbahn ab 1952 die als m-Wagen bekannten Schnellzugwagen und sortierte sie in die Verwendungsgruppe 53 ein.

Die Fenster der Abteile der Polsterklasse waren 1200 mm breit, die der dritten (ab 1956 zweiten) Klasse 1000 mm.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
AB4üm-52 1952 ... → Aüm201 → Am201 1 Prototyp
BR4üm-52 1952 ...? 1 Prototyp
AB4ümg-54 ... → Aüm202 → Am202
BR4ümg-54 ab 1954 → AR4üm{g}-54 → ... → ARm216 16 Wagen „Kakadu“
Cl4ümg-54 ... → Bcm241
WLABC4ümg-54 ...?
ABC4üm-55 ?
BC4ümg-55 ?
... → ABüm223 → ABm223
BPw4üm-55 ...? Tür zum Packabteil 1900 mm
BPw4üm-58 ... → BDms271 Tür zum Packabteil 1800 mm
C4ümg-55 ... → Büm232 → Bm232
Pw4ümg-60 ... → Dms902

D-Zug-Wagen

Nach der Typisierung als UIC-X-Wagen wurden von der Deutschen Bundesbahn ab 1961 konstruktiv überarbeitete m-Wagen beschafft und in die Verwendungsgruppe 61 einsortiert.

Die Fenster der Abteile erster Klasse waren 1200 mm breit, die der zweiten Klasse zunächst nur 1000 mm. Ab 1963 wurden dann alle Fenster einheitlich 1200 mm breit ausgeführt.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
BRbu4ümg-60 ... → BRbumh281 2 Prototypen
A4üm-61 ... → Aüm203 → Am203
AB4üm-61 ... → ABüm224 → ABm224
B4üm-61 ... → Büm233 → Bm233
BD4üm-61 ... → BDms273
BRbu4üm-61 1962 ... → BRbumh282 → BRbum282 → BRbumz285 50 Wagen
BRbu4üm-62 1962 ... → BRbumh283 → ...? 3 Wagen andere Innenaufteilung
Bc4üm-62 ... → Bcm243 → Bocm243
AB4üm-63 ... → ABüm225 → ABm225IR-Wagen
B4üm-63 ... → Büm234 → Bm234 → ͪ  Bm235IR-Wagen
AB4üm-64 ... → ABüm226 → ABm226 1 Prototyp
 ? ab 1968 ... → Dms905

ͪ  mit Magnetschienenbremsen und Drehgestellhemmern für eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h

TEE-Wagen

Für den gehobenen Fernzugdienst wurden ab 1962 – auch als TEE-Wagen der Bauart Rheingold bekannte – klimatisierte m-Wagen von der Deutschen Bundesbahn beschafft und in die Verwendungsgruppe 63 einsortiert.

Die Abteilwagen (Av), Großraumwagen (Ap), Aussichtswagen (AD) und Speisewagen (WR) wurden zunächst in zwei Serien beschafft, die erste Serie 1962 für den Rheingold, 1963 die zweite für den Rheinpfeil.

Da sich das Konzept des "Buckelspeisewagens" nicht bewährte, wurden ab 1964 einstöckige Speise-, Bar- und Halbspeisewagen beschafft, die mit einer Länge von 27,5 m nicht der UIC-X-Norm entsprachen. Die Speisewagen waren ab 1965 z. T. mit Dachstromabnehmern ausgerüstet.

Ab 1965 wurden dann weitere Abteil- und Großraumwagen beschafft, ab 1967 dann in der neuen Bauart Helvetia mit steilen Dachenden (genannt Steildach).

1975 wurde dann noch eine weitere Serien von 34 Großraumwagen beschafft, die sich konstruktiv etwas von den ursprünglichen TEE-Wagen unterschieden.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
Av4üm-62 ab 1962 → Avmh111 → ͩ  Avmz111 → Avmz109 bzw. Bwmz111 10 Wagen (1. Serie)
12 Wagen (2. Serie)
...?
Fenster: 11× 1400 mm + 2× 800 mm
Ap4üm-62 ab 1962 → Apmh121 → ͩ  Apmz121 → Apmz125 bzw. Bpwmz125 5 Wagen (1. Serie)
6 Wagen (2. Serie)
...?
Fenster: 16× 900 mm + 2× 800 mm
AD4üm-62 1962/3 → ADmh101 3 Wagen (1. Serie)
2 Wagen (2. Serie)
Dachkanzel mit 8 Scheiben (1. Serie)
bzw. 4 Scheiben (2. Serie)
WR4üm-62 1962/3 → WRmh131 2 Wagen (1. Serie)
3 Wagen (2. Serie)
„Buckelspeisewagen“
ARD4üm-64 1964 → ARDmh105 → ARDmz106 17 Wagen 27,5 m
WR4üm-64 1964–1968 → WRmh132 → WRmz132 27 Wagen 27,5 m
AR4üm-65 1966 → AR4ümh-66 → ARümh217 → ARmh217 → ARmz218 25 Wagen 27,5 m, „Kakadu“
 ? 1969–1973 → WRmz135 → WRmz133 → WRmz134 36 Wagen 27,5 m, mit Pantograph (bis WRmz135)
 ? 1971 → ARümz211 → ARmz211 56 Wagen 27,5 m, mit Pantograph, „Kakadu“
WRbumz139 1975–1979 → WRmz137 43 Wagen 27,5 m, mit Pantograph
Apmz122 ab 1975 → ͩ  Apmz117 → Apmz127 → ͫ  Apmmz126 34 Wagen Fenster: 14× 900 mm + 2× 1400 mm

ͩ  Druckertüchtigung
ͫ  IC-mod

Quelle:

Eurofima-Wagen

In Zusammenarbeit mit der Eurofima entwickelte die Deutsche Bundesbahn Prototypwagen, die in der Beschaffung als UIC-Z-Wagen typisierter Eurofima-Wagen endete, daneben gibt es mehrere Nachfolgemodelle, die sich weitgehend an diesen orientierten. Dabei sind die Apmz123 äußerlich mit den Bpmz291 fast identisch, die Inneneinrichtung basiert aber auf dem Apmz122.

Der Bvmz185 unterscheidet sich schon recht deutlich von den Eurofima-Wagen und wird daher von manchen Experten nicht mehr zu diesen gerechnet. Er ist der letzte, neu beschaffte Fernverkehrswagen der Deutschen Bundesbahn.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
ABwümz227 1972 ABvmz227 1 Prototyp gesickte Seitenwände
Bwümz237 1972 Bvmz237 1 Prototyp gesickte Seitenwände
ABvmz227 1974 5 Prototypen verschiedene Drehgestelle
Avmz207 ab 1976 → ͩ  Avmz107 → Avmz108 → ͫ  Avmmz106 100 Wagen
Am61 (SBB) ab 1976 → Bwmz207 2 Wagen deklassiert
Bpm{b}z291 ab 1979 → Bpmbkz291/4 → Bpmb{d}z294 → ...
→ ͩ  Bpm{b{d}}z294 → ͫ  Bpmm{b{d}}z284
→ ͩ  Bpm{b}{d}z293 → ͣ  Bpm{b}{d}z295 → ͫ  Bpmm{b}{d}z285
520 Wagen z. T. mit „Snack Point“ (zeitweise),
z. T. behindertengerecht,
z. T. mit Fahradabteil
Bpmz292 1979 → Bpmz291/4 20 Wagen mit experimenteller Luftfederung, bei Umbauten auf Stahlfedern umgerüstet
Apmz123 1985 → ͩ  gleiche Nummer → Apmz119 → ͫ  Apmmz118 7 Wagen
Bvmz185 ͩ ab 1988 → Bvmz186 0→ ͫ  Bvmmz188
→ Bvmsz186 → ͫ  Bvmmsz187
...? z. T. mit Serviceabteil

ͩ  Druckertüchtigung
ͣ  Druckertüchtigung aufgehoben
ͫ  IC-mod

Halberstädter Schnellzugwagen

Die Halberstädter Schnellzugwagen wurden ab 1979 vom Reichsbahnausbesserungswerk Halberstadt für die Deutsche Reichsbahn (DDR) gebaut. Obwohl offiziell als UIC-Z-Wagen typisiert weichen sie teilweise erheblich von den UIC-Z-Empfehlungen ab. 1986 entfiel mit dem Nebenzeichen "e" die Kennzeichnung von Wagen mit elektrischer Heizung.

Gattung Baujahr Drehgestell spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
Bme 1979 Görlitz V → Bom ?? 1 Prototyp
Ame 1982 Görlitz V → Am201 6 Vorserienwagen 140 km/h
Ame 1983 Görlitz V → Am201 110 Wagen 140 km/h
ABme 1983 Görlitz V → ABom222 10 Wagen 140 km/h
Ame 1984 GP 200 → Am200IR-Wagen 10 Wagen 160 km/h
ABme 1984 Görlitz V → ABom222 65 Wagen 140 km/h
Bme 1984 Görlitz V → Bom280 158 Wagen 140 km/h
Bme 1984 GP 200 → Bom281IR-Wagen 22 Wagen 160 km/h
Bme 1985 Görlitz V → Bom281 ??IR-Wagen ?? 218 Wagen 140 km/h
BDmsb 1985 GP 200 → BDomsb274 1 Prototyp 160 km/h, behindertengerecht
Bme 1986 GP 200 → Bom281IR-Wagen 155 Wagen 160 km/h
Bm 1987 Görlitz V → Bom280 79 Wagen 140 km/h
Bm 1987 GP 200 → Bom281IR-Wagen 8 Wagen 160 km/h
Bmz 1987 Görlitz V → Bomz283 50 Wagen 140 km/h
BDmsb 1987 GP 200 → BDomsb274 4 Wagen 160 km/h, behindertengerecht
ABm 1988 GP 200 → ABom226IR-Wagen 57 Wagen 160 km/h
DBmsb 1988 GP 200 → BDomsb274 76 Wagen 160 km/h
Am 1989 GP 200 → Am200IR-Wagen 47 Wagen 160 km/h
ABm 1989 GP 200 → ABom226IR-Wagen 133 Wagen 160 km/h
Bmp 1989 Görlitz V → Bmp591 1 Prototyp 140 km/h
Bmk 1989 Görlitz V → Bomk539 1 Wagen 140 km/h, aus Unfallwagen (Bm)
Am 1990  ? → Am201 ?? 30 Wagen
Bm 1990  ? → Bom281 ??IR-Wagen 188 Wagen
Bmk 1990 Görlitz V → Bomk539 3 Wagen 140 km/h, aus Unfallwagen (Bm)
Bmz 1990 GP 200 → Bomz236 1 Prototyp 160 km/h
Bmz 1991 GP 200 Mg → Bomz236 112 Wagen 200 km/h, Magnetschienenbremse

Quelle:

Bautzener Schnellzugwagen

Die Bautzener Schnellzugwagen wurde ab 1983 vom VEB Waggonbau Bautzen für die Deutsche Reichsbahn (DDR) gebaut. Diese Wagen werden offiziell als UIC-Z-Wagen typisiert, entsprechen aber auch nicht durchgehend den UIC-Z-Empfehlungen. 1986 entfiel mit dem Nebenzeichen "e" die Kennzeichnung von Wagen mit elektrischer Heizung.

Gattung Baujahr Drehgestell spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
Bcme 1983 GP 200 Bcom242 50 Wagen 160 km/h
WRme 1984 GP 200 WRm130 25 Wagen 160 km/h
Amy 1985 GP 200 S-Mg ͪ WRmz?? 3 Wagen 200 km/h
Bmy 1985 GP 200 S-Mg ͪ WRmz?? 7 Wagen 200 km/h
Amz210 1991 GP 200 S-Mg ͪ ABomz229.1, Bomz210.2 40 Wagen 200 km/h, z. T. umgebaut/deklassiert

ͪ  mit Scheiben- und Magnetschienenbremsen für eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h

Quelle:

Interregio-Wagen

Für den Interregioverkehr entstanden Interregio-Wagen als Umbauversionen aus ehemaligen UIC-X-Wagen der Deutschen Bundesbahn und UIC-Z-Wagen der Deutschen Reichsbahn (DDR).

Nach der Umwandlung der Interregio- in Intercity-Verbindungen wurden auch die Interregio-Wagen in Intercitys eingesetzt, insb. die Wagen zweiter Klasse und die Halbspeisewagen. Die Wagen erster Klasse hingegen wurden überwiegend abgestellt.

Spenderwagen Gattung spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
Am200, ABom226 Bimz256 10 Wagen
Am200, ABom226, Bom281 Bimz259 238 Wagen
Am203, ABm225 Aim260, Aimz261 155 Wagen abgestellt
ABm225 ARkimbz262 → ARkimbz266 → ͫ  ARkimmbz288 155 Wagen
Bm234, Bm235 Bim263, Bimz264 563 Wagen
Am200 ABimz265 → Bimz265 2 Wagen deklassiert
Am200, ABom226, Bom281 Bimdz267 62 Wagen Fahradabteil
Bm234, Bm235 Bimdz268 132 Wagen Fahradabteil
ABom226, Bom281, Bimz259 Bimdzf 269 → Bimdzf 271 → ͫ  Bimmdzf 287 20 IR-Steuerwagen
12 IC-Steuerwagen
Fahradabteil
Bom280, Bom281 Bpmbzf 297 → Bpmbdzf 296 → ͫ  Bpmmbdzf 286 76 IC-Steuerwagen behindertengerecht, z. T. Fahradabteil

ͫ  IC-mod

Siehe auch