Zugsbildung und Einsatzgebiete in der Schweiz

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Zusammenfassung von Schweizerischen Zügen die auch regelmäßig so in der Schweiz und im Grenzüberschreitend von und zu der Schweiz verkehrten, als Vorschlag für die Nachbildung auf Modelleisenbahnanlagen.

Inhaltsverzeichnis

Normalspur

Schweizerische Bundesbahnen ohne Bahnstrecke Interlaken Ost–Luzern (Brünig)

Dampfbetriebener Personenzug der Schweizerischen Bundebahnen der Epochen III (etwa 1945 bis etwa 1970)

Dampfbetriebenen Personenzug der SBB in der Epoche III (1945 bis 1970)

SBB Eb 3/5 Habersack (schwarz), F2, C2, BC2, C2 (Gepäck- und Personenwagen Tannengrün)

Typischer Personenzug (Regionalzug) auf den damals noch nicht elektrifizierten Nebenbahnstrecken der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), Beispielsweise auf der Bahnstrecke Bellinzona–Luino (Italien).

Jahrzehntelang verkehrten Wagen mit offenen Plattformen in Zwei- und Dreiachsiger einheitlicher Holzkastenbauweise in den damals als Personenzug bezeichneten Regionalzügen der Schweizerischen Bundesbahnen. Meist in der folgenden Zusammensetzung: Triebfahrzeug, Gepäckwagen, Drittklasswagen, gemischter Zweit- und Drittklasswagen, Drittklasswagen. Mit der Abschaffung der dritten Wagenklasse 1956 verkehrten dann die Wagen in dieser Reihung: Triebfahrzeug - Gepäckwagen - Zweitklasswagen - gemischter Erst-/Zweitklasswagen - Zweitklasswagen. Kurz darauf wurde der Wagen mit der "Polsterklasse" nach dem Gepäckwagen und nicht mehr in der Zugsmitte eingereiht.

Zusammengestellt werden kann dieser Zug, abgesehen des BC2 Personenwagens aus Produkten Modelleisenbahnhersteller Märklin oder Trix (Tenderdampflokomotive) und Liliput (Gepäck- und Personenwagen). Da Liliput nie einen passenden BC2 beziehungsweise AB2i Wagen im Programm hatte, wird empfohlen auf einen B2 beziehungsweise A2i Personenwagen auszuweichen um ein einheitliches Zugsbild zu gewähren, obschon entsprechende Wagen von Kleinserienhersteller erhältlich sind.

Erlaubt ist was gefällt. Alternativ kann auch eine SBB B 3/4 vorgespannt werden, wie diese derzeit (Stand 2016) von Liliput lieferbar ist. Das Vorspannen einer SBB E 3/3 wie diese Liliput und Liliput Bachmann hergestellt haben ist wenn ein authentischer epochengerechter Dampfzug aus der Vergangenheit (Epochen I, II und III) nachgebildet wird nicht klug. Die E 3/3 war bei den Schweizerischen Bundesbahnen eine Rangierlokomotive.

Privatbahnen

Schmalspur (Meterspur) inklusive Bahnstrecke Interlaken Ost–Luzern (Brünig)

Schnellzug der Rhätischen Bahn, Epochen IV (etwa 1970 bis etwa 1990)

Typischer Schnellzug der RhB in roter Farbgebung um 1990 eingesetzt im Prätigau von Chur nach Davos, Epoche IV und V.
Eigentlich ein typischer Personenzug auf dem Stammnetz der RhB in grüner Farbgebung um 1970. Züge in dieser Zusammensetzung waren damals in der Surselva auch als Schnellzug im Einsatz, Epoche III und IV.

RhB-Reihe Ge 4/4 II, D, B, B, A, in roter Farbgebung um 1990.

Typischer Schnellzug auf den Bahnstrecken Chur–Landquart–Klosters–Davos (Prätigau) und Chur–Thusis–Filisur–Samedan–St. Moritz (Albula) der Rhätischen Bahn (RhB).

Mit der Ablieferung der Einheitswagen I ab 1962 (Leichtstahl, SIG-Torsionsstabdrehgestelle) und der später folgenden etwas komfortableren Einheitswagen II ab 1975 (Leichtmetall, Drehgestell SWP 74 mit Flexicol Federn) wurde die Möglichkeit genutzt zeitgemäße kurze Kompositionen für Personenzüge und lange Kompositionen für die Schnellzüge zu bilden und diese als Stammzüge auf dem Stammnetz der Rhätischen Bahn einzusetzen. Lange Zeit verkehrten diese Kompositionen, abgesehen von der Farbgebung, in weitgehend unveränderten Zusammenstellung. Den saisonalen Gegebenheiten wurden diese Züge mit weitern Wagen ergänzt. Auch nach der Einführung des Taktfahrplanes 1982 wurden zudem bei der Rhätischen Bahn Kurzwagen, die ein umsteigfreies Fahren für die Fahrgäste ermöglichten mitgegeben. Die Komposition des Stammzuges eines Schnellzuges bestand aus Gepäckwagen - 2 Zweitklasswagen - 1 Erstklasswagen auf der Bahnstrecke von Chur nach St. Moritz (Gepäckwagen Seite St. Moritz, Erstklasswagen Seite Chur) und Gepäckwagen - Erstklasswagen - 2 Zweitklasswagen auf der Bahnstrecke von Chur nach Davos (Gepäckwagen Seite Davon, gefolgt vom Erstklasswagen. Zweitklasswagen Seite Chur).

Zusammengestellt werden kann dieser Zug, vollständig aus Produkten des Modelleisenbahnhersteller BEMO. Fahrzeuge von BEMO gelten bezüglich den Zurüstteilen als Heikel. Achtet besonders beim Kauf von Gebrachtfahrzeugen auf die Vollständigkeit der Zurüstteile.

Interessant wäre auch Beispielsweise Nachbildung eines Schnellzuges in grüner Farbgebung wie er in der Tat um 1970 an der Albula verkehrte: Ge 4/4 I, AB (Kurswagen von Scuol-Tarasp), A, B, B, D (Stammzug), A, B, B (Verstärkungswagen). Mit dieser Anhängelast ist eine Ge 4/4 I an der Albula Bergwärts an der Leistungsgrenze. Verstärkungswagen wurden an der Albula damals in der Regel nach dem Gepäckwagen angehängt, Kurswagen aus Scuol-Tarasp oder Pontresina nach dem Erstklasswagen. Dort direkt nach dem Erstklasswagen befand sich, wenn vorgesehen, auch der Speisewagen.

Auf der Bahnstrecke von Chur nach Disentis (Surselva) bestanden der Stammzuges eines Schnellzuges lange Zeit nur aus einer Lokomotive, einem zweiachsigen Gepäckwagen, einem gemischten Erst- Zweitklasswagen und einem Zeitklasswagen.

Erlaubt ist was gefällt. Meist setzte die Rhätische Bahn die neusten Lokomotiven für die Schnellzüge ein. Mit der Ablieferung der Ge 4/4 II ab 1973 prägten diese die Schnellzüge, vorher waren es die Ge 4/4 I. Bei schweren Zügen wurden auch Ge 6/6 II eingesetzt. Die Ge 4/4 III waren in der Epoche IV noch nicht vorhanden. Sie wurden erst ab 1993 abgeliefert. Anfänglich waren die Züge auch noch grün. Erst in der zweiten Hälfte der Epoche IV mit der Ablieferung der zweiten Serie Ge 4/4 II 1984 setzte sich die rote Farbe bei der Rhätischen Bahn allgemein durch. Erst um 1990, mit dem Wechsel der Epoche IV zu V war der Farbwechsel abgeschlossen (Stichwort: Die Kleine Rote). Nach St. Moritz verkehrten auch Speisewagen. Dieser wurden auf der Seite des Erstklasswagen an die Stammkomposition angehängt.

Museumsbahnen

Dampfbetriebener Museumsbahnzug der Dampfbahn Bern auf der Senseetalbahn Epochen IV (1970 bis 1990)

Schweizerischer Normalspurbahn Museumsbahnzug der ersten Stund um 1970, Epoche IV (1970 bis 1990)

SBB E 3/3 Tigerli (schwarz), F2, C2 (Gepäck- und Personenwagen Tannengrün)

Typischer Normalspuriger Museumsbahnzug der ersten Stunde in der Schweiz auf der Bahnstrecke Neuenegg–Laupen–Gümmenen der Sensetalbahn (STB). Die Bahnstrecke war damals noch durchgängig in Betrieb. Heute ist der Bahnstreckenabschnitt Neuenegg–Laupen in das S-Bahn Netz von Bern integriert, der Bahnstreckenabschnitt Laupen–Gümmenen auf Autobusbetrieb umgestellt, die Sensetalbahn im Eigentum der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und der Post.

Die Schweizerischen Museumsbahnen verwendet anfänglich nicht mehr betrieblich notweniges, veraltetes, für die Verschrottung vorgesehenes, aber noch betriebsfähiges Rollmaterial nicht nur aus der Schweiz, sondern auch aus dem Ausland, dass vielfach nicht oder nur minimal aufgearbeitet werden musste. Letztendlich auch weil das Geld für eine grundlegende aufarbeitung historischer Fahrzeuge fehlte. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die Dampfbahn Bern (DBB) anfänglich Museumsbahnzüge einsetzte, die aus einer ehemaligen Rangier- beziehungsweise Werklokomotive, einem Gepäckwagen als Souvenir- und Baarwagen und einem einzigen Personenwagen bestand. Schliesslich war die Bahnstrecke nicht gerade flach und forderte die kleinen Dampflokomotiven an deren einen Ende mit Steigung bis zu 34 ‰ auch mit wenigen Anhängelast heraus.

Zusammengestellt werden kann dieser Zug, aus Produkten des Modelleisenbahnhersteller Liliput.

Erlaubt ist was gefällt. Alternativ können den Streckenverhältnissen entsprechend auch zwei Tigerli vorgespannt werden, auch wenn die Dampfbahn Bern damals nur eine baugleiche Dampflokomotive in Betrieb hatte die vom Gaswerk Bern einer Werkbahn übernommen wurde. Dieser Museumsbahnzug der ersten Stunde lässt sich auch mit zweiachsigen tannengrünen Spantenwagen österreichischer Bauart ergänzen, wie diese von Roco und Kleinbahn in sechs- oder siebenfenstriger Bauart erhältlich sind. Von diesen hatte die Dampfbahn noch heute vier Stück, jedoch mit 5 Fenster. Diese konnten damals dank guten Beziehungen in einem ordentlichen Zustand von den Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) übernommen werden. FERRO-TRAIN stellt solche als Modell her.

Siehe auch

Weblinks