S-Bahn

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Der Begriff S-Bahn ist als Abkürzung von Stadtschnellbahn, Stadtbahn oder Schnellbahn entstanden. Diese Abkürzung hat sich heute zu einer Marke entwickelt und wird ohne besondere Abgrenzung vielfach verwendet.

Die Bezeichnung Stadtbahn hat regional als Weiterentwicklung der Straßenbahn (Schnellstraßenbahn, U-Stadtbahn) eine andere Bedeutung erlangt. Sie kann ein neben der S-Bahn bestehendes eigenes Verkehrssystem bezeichnen (z. B. in Hannover).

Der Begriff wird auch für das einzelne Fahrzeug (S-Bahn-Wagen, S-Bahn-Zug) und als Kurzform für eine nur von S-Bahn-Zügen benutzte Bahnstrecke sowie eine S-Bahnlinie verwendet.

Die S-Bahn ist technisch und rechtlich eine Eisenbahn und eine Zuggattung des Schienenpersonennahverkehrs in Deutschland respektive des Regionalverkehrs in der Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die zuerst entstandenen S-Bahnen in den beiden größten Städten Berlin und Hamburg konnten auf gut entwickelte Vorortgleise aus der Dampfbahnzeit zurückgreifen. Ab 1907 wurde die Stadt- und Vorortbahn in Hamburg und Altona mit einem dem damaligen Stand der Technik entsprechenden Wechselstromsystem mit Oberleitung elektrifiziert. Bei der (zweiten) Elektrifizierung wurde die Gleichstromversorgung mit Zuführung über die seitliche Stromschiene gewählt, weil größere Neubauten wie Brücken und Tunnel kleiner ausgeführt werden konnten, was die Baukosten senkte. Zudem erlaubte dies einen Parallelbetrieb von Wechselstrom- und Gleichstromfahrzeugen, die Umstellung konnte so etappenweise erfolgen. Die gemeinsame Nutzung der Gleise durch Eisenbahnen mit Wechselstrom-Triebwagen (in Hamburg), Dampf- bzw. Diesellokomotiven und Gleichstrom-S-Bahn-Zügen kam hier genauso vor wie bei den später entstehenden S-Bahnen.

Diesen Mischbetrieb mit dem übrigen Bahnverkehr gaben die S-Bahn Berlin und S-Bahn Hamburg (Hamburger Hochbahn AG) nach und nach auf. Die erst später errichtete Wechselstromversorgung über Oberleitung für die „normale“ Eisenbahn ist am selben Gleis mit Gleichstrom technisch dermaßen aufwändig, dass eine vollständige Trennung der Anlagen in S-Bahn- und Fernbahn-Gleise auch aus verkehrstechnischen Gründen am sinnvollsten war. Im Berliner S-Bahn Netz gibt es aber seit den 80er Jahren tatsächlich Bahnhöfe und Streckenstücke, die im Mischbetrieb genutzt werden.

Alle anderen S-Bahnen in Deutschland werden genauso wie bei der Eisenbahn generell üblich mit Wechselstrom über Oberleitung versorgt.

Modellbahnrelevanz

Von den in Deutschland vorhandenen S-Bahnen herkömmlichen Betriebs, mit Oberleitung und „normalem“ Fuhrpark, weichen die S-Bahnen von Berlin und Hamburg durch die Stromzuführung mit Stromschiene, wie auch durch völlig eigene Fahrzeuge ab.

Vorbildgerecht bedarf es einer eigenen Trasse bzw. zumindest eigener, nicht vom „normalen“ Eisenbahnverkehr mit genutzter, paralleler Gleise und nach Möglichkeit, der Darstellung der dritten Stromschiene.

Beide S-Bahnen haben einen eindeutigen Ortsbezug und werden daher wohl eher Eingang in Modellanlagen finden, die Berlin bzw. Hamburg zum Vorbild haben.

Siehe auch

Weblinks

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel S-Bahn aus der freien Enzyklopädie Wikipedia, teilweise können Textpassagen übernommen worden sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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