Geräusche (Tipp)

aus Modellbau-Wiki, der freien Wissensdatenbank

Die visuellen Eindrücke des Modellbaus können durch gezielte (Hintergrund-) Geräusche noch verstärkt werden. Die im Handel erhältlichen Module sind teuer und in ihrer Funktion stark eingeschränkt. Mit Unterstützung von Computer und Internet lässt sich jedoch heute eine Geräuschkulisse einfach zusammensetzen und anpassen.

Zuerst muss man eine Vorstellung entwickeln, welche Einzelgeräusche zu einer Szene gehören sollen. Zum Beispiel Kirmes: - Karusselorgel, - Stimmen, - Lachen, - Kreischen von Kindern, - Blasmusik.

Sodann begibt man sich im Internet auf die Suche (Suchmaschine (http://Google.de)) nach einzelnen thematisch passenden Soundclips (Geräuschstück), die man sich dann auf den Computer lädt.

Als nächstes benötigt man noch einen Soundeditor (z. B. Audacity, Freeware aus dem Internet), mit dem man die einzelnen Soundclips zusammenfügen kann (Download-Seite (http://www.audacity.de)). Mit diesem Editor erhält jeder Soundclip eine eigene Tonspur. Mit den üblichen Befehlen (Ausschneiden, Kopieren, Einfügen, etc.) können Abfolgen und Überlagerungen von Geräuschen festgelegt werden. Beim abschließenden Speichern entsteht ein MP3-File mit dem gesamten Geräuschmix. Diese Geräusch-Zusammensetzung kann jederzeit wieder geladen und neu angepasst werden. Der Lernaufwand für diesen einfachen Editor ist relativ gering.

Jetzt muss nur das Geräusch zur Modellbau-Szene gebracht werden. Hierzu gibt es mehrere Wege:

a) PC-Lautsprecher unter die Szene - bindet aber den PC zur Abspielung des Geräusches

b) CD brennen - portabler CD-Player mit Boxen unter die Eisenbahn montieren

c) MP3-Player mit Aktivboxen unter der Anlage montieren


Weblinks

Zur Suchmaschine (http://www.google.de)

Der kostenlose Sound-Editor (http://www.audacity.de)

MobaSound Ambiente - Software zur Gestaltung von Geräusch-Kulissen (http://www.mobasound.de)

Geräusche richtig platzieren

Man kann das Ganze noch verfeinern, indem man die Geräusche stereofon aufnimmt und einen Kanal löscht. Eine der zwei Aktivboxen kommt dann z. Bsp. unter den Kirmesplatz auf der Anlage oder in einen größeren Bahnhof. (Die große Bassbox kann "irgendwo" sein, deren Lage ist nicht kritisch. Nur die Hochtöner sollten an der Quelle stehen!)

Den zweiten Lautsprecher baut man an einer anderen Stelle ein, wo auch Geräusche abgespielt werden sollen, z. Bsp. an einem Bergbahnhof. Die dorthin passenden Sounds bekommen den anderen Stereokanal zugewiesen.

Digitalbahner können auch noch einen dritten oder vierten Lautsprecher auf der Anlage verteilen und Computer-gesteuert durch einen "k84-Schalter" für jeden Sound den jeweils gewünschten Lautsprecher ansteuern.

Als Alternative zum selber Mischen kann man die Windows Software MobaSound Ambiente einsetzen. Dort werden einzelne Sound-Dateien zu einem Projekt zusammengesetzt. Jede Sound-Datei kann in der Lautstärke sowie in der Balance individuell eingestellt werden. Die Software stellt die Stereo-Geräuschkulisse beim Abspielen dann automatisch zusammen. Kleine Besonderheit: Durch einen pro Sound einstellbaren Zufallsgenerator wiederholt sich die Geräuschkulisse nicht. Infos über die Software erhält man hier (http://www.mobasound.de).

Eine Reihe von Bahnhofsounds und Lok-Geräuschen sowie eine detaillierte Darstellung des beschriebenen Verfahrens findet man

Signatur

Dieser Tipp stammt ursprünglich von Speed123. Nachträgliche Änderungen und Ergänzungen sind in der Liste der Autoren (versionen) nachvollziebar. Eventuelle Erfahrungen im Nachbau und Fragen zum Tipp gibt es auf der zugehörigen Diskussionsseite.

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