Geräusche (Tipp)

Aus Modellbau-Wiki
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Die visuellen Eindrücke des Modellbaus können durch gezielte (Hintergrund-)Geräusche noch verstärkt werden.

Inhaltsverzeichnis

Konzept

Die im Handel erhältlichen Geräuschmodule sind teuer und in ihrer Funktion stark eingeschränkt. Mit Unterstützung von Computer und Internet lässt sich jedoch heute eine Geräuschkulisse einfach zusammensetzen und anpassen.

Zuerst muss man eine Vorstellung entwickeln, welche Einzelgeräusche zu einer Szene gehören sollen. Zum Beispiel Kirmes:

  • Karusselorgel,
  • Stimmen,
  • Lachen,
  • Kreischen von Kindern,
  • Blasmusik.

Passende Geräuschaufnahmen („Soundclips“) finden sich im Internet, die man sich auf den Computer lädt und bearbeitet.

Soundeditor

Screenshoot-editor.jpg

Als nächstes benötigt man noch einen Soundeditor (z. B. Audacity, Freeware aus dem Internet), mit dem man die einzelnen Soundclips zusammenfügen kann. Mit diesem Editor erhält jeder Soundclip eine eigene Tonspur. Mit den üblichen Befehlen (Ausschneiden, Kopieren, Einfügen, etc.) können Abfolgen und Überlagerungen von Geräuschen festgelegt werden. Beim abschließenden Speichern entsteht ein MP3-File mit dem gesamten Geräuschmix. Diese Geräusch-Zusammensetzung kann jederzeit wieder geladen und neu angepasst werden. Der Lernaufwand für diesen einfachen Editor ist relativ gering.

Jetzt muss nur das Geräusch zur Modellbau-Szene gebracht werden. Hierzu gibt es mehrere Wege:

  1. PC-Lautsprecher unter die Szene - bindet aber den PC zur Abspielung des Geräusches
  2. CD brennen - portabler CD-Player mit Boxen unter die Eisenbahn montieren
  3. MP3-Player mit Aktivboxen unter der Anlage montieren

Geräusche richtig platzieren

Man kann das Ganze noch verfeinern, indem man die Geräusche stereofon aufnimmt und einen Kanal löscht. Eine der zwei Aktivboxen kommt dann z. B. unter den Kirmesplatz auf der Anlage oder in einen größeren Bahnhof.

Den zweiten Lautsprecher baut man an anderer Stelle ein, wo auch Geräusche abgespielt werden sollen, z. B. an einem Bergbahnhof. Die dorthin passenden Sounds bekommen den anderen Stereokanal zugewiesen.

Der Basslautsprecher kann dabei überall aufgestellt werden, da tiefe Töne schwer zu orten sind, im Gegensatz zu hohen Tönen!

Digitalbahner können auch noch einen dritten oder vierten Lautsprecher auf der Anlage verteilen und Computer-gesteuert durch einen „k84-Schalter“ für jeden Sound den jeweils gewünschten Lautsprecher ansteuern.

Als Alternative zum Selbermischen kann man die Windows Software MobaSound Ambiente einsetzen. Dort werden einzelne Sound-Dateien zu einem Projekt zusammengesetzt. Jede Sound-Datei kann in der Lautstärke sowie in der Balance individuell eingestellt werden. Die Software stellt die Stereo-Geräuschkulisse beim Abspielen dann automatisch zusammen. Durch einen pro Sound einstellbaren Zufallsgenerator wiederholt sich die Geräuschkulisse nicht.

Eine Reihe von Bahnhofsounds und Lok-Geräuschen sowie eine detaillierte Darstellung des beschriebenen Verfahrens findet man unter den Weblinks.

Weblinks