Vakuummotor

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Funktionsprinzip des Vakuummotors
Carnot-Prozess beim Vakuummotor

Ein Vakuummotor, landläufig auch Flammenfresser genannt, zählt zu den Heißluftmotoren, ist aber kein Stirlingmotor. Das dazugehörige Bild findet man bei www.pixelquelle.de. Technisch gesehen handelt es sich um einen atmosphärischen Motor, da hier der äußere Luftdruck die Arbeit leistet (vergleichbar dem ersten Ottomotor). Dadurch ist die maximale Kolbenkraft auf das Produkt aus Kolbenfläche × Luftdruck beschränkt.

Das kernige Laufgeräusch erinnert an das eines Lanz-Traktors und wird hervorgerufen durch das Einsaugen der vor dem Zylinder brennenden Flamme (äußere Verbrennung, Arbeitsmedium: heiße Luft) und anschließendes Ausstoßen der abgekühlten Luft. Abwärme wird über die Kühlrippen des Zylinders an die Umgebungsluft abgegeben. Der Gasaustausch erfolgt in beiden Richtungen über das Einlaßventil, wobei es auch Typen mit separatem Auslaßventil gibt. Das Einlaßventil wird meist über eine Kurvenscheibe gesteuert. Ein eventuell vorhandenes Auslaßventil öffnet automatisch bei Überdruck. Als funktionsfähige Modellmotoren werden sie gerne als Stationärmotor in liegender und stehender Ausführung gebaut, sowie als Ein-, Zwei- oder Mehrzylinder. Erfolgreich eingesetzt wurden sie schon in Modellen von nostalgischen Traktoren und in Schienenfahrzeugen.

Nur bei der Bewegung des Kolbens vom maximalen Hubraum zum mittleren Hubraum wird mit Hilfe des durch die Abkühlung der Flammengase entstehenden Unterdrucks Arbeit geleistet. Bei allen anderen Bewegungen des Kolbens ist das Ventil geöffnet.

Weblinks

  • modellwv.light.hl-users.com - Detaillierter Bauplan eines Vakuum-Motors von Dr. Alfred Bachmann aus der Zeitschrift "Maschinen im Modellbau" (PDF, 1,2 MB)

Hinweis

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Vakuummotor aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.