Bugstrahlruder

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Unterhalb der Wasserlinie ist bei diesem Schiff die Öffnung für das Bugstrahlruder zu erkennen.
Bei Alexander von Humboldt arbeitet das Bugstrahlruder
Bugstrahlruder des Tonnenlegers "Bruno Illing" vom WSA Bremerhaven



Ein Bugstrahlruder (engl. bow thruster) ist eine Einrichtung in der Nähe des Schiffsbugs (unter Wasser) zur besseren Manövrierung im Hafen.

Ein Bugstrahlruder ist ein rohrförmiger Durchgang durch die gesamte Schiffsbreite im vorderen Zehntel eines Schiffes. Quer eingesetzt in dieses Rohr ist eine Propelleranlage, welche es ermöglicht, den Bug des Schiff nach Backbord oder Steuerbord zu bewegen. Dies geschieht durch Änderung der Drehrichtung oder Verstellung der Propellerflügel. Angetrieben wird der Propeller durch einen im Schiff installierten Elektro- oder Hydraulikmotor. Hinzu kommt noch, dass bei einer Fahrtgeschwindigkeit unter 5 Knoten das Schiff nicht in der Lage ist mit dem Ruder zu steuern, es ist also praktisch manövrierunfähig. Ein Bugstrahlruder ersetzt bis zu bestimmten Wetterverhältnissen bei An- und Ablegemanövern bei großen Schiffen einen Schlepper, meist haben große Schiffe jedoch einen Assistenzschlepper, um Strömung oder Windböhen auszugleichen. Inzwischen haben aber auch immer mehr Yachten ein Bugstrahlruder eingebaut. Ein Bugstrahlruder ist kein Hilfsruder, welches man benutzt, um das Schiff auf seinen Kurs zu halten oder schneller auf Kurs zu bringen. Ein BSR ist nur eine Hilfe im Hafen bei Anlege- und Ablegemanövern und zeigt nur bei geringer Geschwindigkeit seinen vollen Wikrungsgrad. Moderne Fähren haben auch im Heck ein Querstrahlruder eingebaut, um ein Traversieren (seitliche Bewegung eines Schiffes) zu ermöglichen.

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