Dreischienen-Zweileiter-System

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Das Dreischienen-Zweileiter-System (manchmal auch Mittelleitersystem oder Wechselstromsystem) genannt, besitzt zwischen den beiden Gleisen einen Punktkontakt oder eine durchgehende Schiene mit dem einen Strompol, während beide Schienen mit dem Gegenpol verbunden sind. Bekanntestes Einsatzgebiet ist das Schienensystem von Märklin, das bei analogen Anlagen mit Wechselstrom betrieben wird und den Fahrtrichtungswechsel durch einen Überspannngsimpuls an ein Relais steuerte.

Inhaltsverzeichnis

Besonderheiten bei der Gleisplanung

Elektrische Symmetrie

Durch die elektrische Symmetrie des Gleises können beliebige Strecken geplant und einfach verlegt werden. Es muss dabei nicht darauf geachtet werden, ob eine Kehrschleife oder eine Acht entsteht, die bei anderen Systemen ohne gesonderte Schaltung zu einem Kurzschluss führen würde.

Durchgehende Rückmeldung

Die Rückmeldung, ob ein Gleis durch eine Lokomotive oder einen Wagen belegt ist, kann in diesem Gleissystem einfach gelöst werden, indem eine der Schienen isoliert und mit einem Stromdetektor versehen wird. Da die Wagenachsen für dieses Stromsystem elektrisch leitend sind, wird das isolierte Gleis mit Strom verbunden, sobald eine Achse auf dem Gleisstück steht. So ist es auch möglich, eine Anage vollständig, d.h. auf jedem Gleisabschnitt, zu überwachen.

Besonderheiten im Betrieb

Fahrtrichtungswechsel bei Wechselstrombetrieb

Der Fahrrichtungswechsel ist unabhängig vom Schienensystem. Wird das Dreischienen-Zweileiter-System mit (analogem) Wechselstrom betrieben (Märklin analog), so muss die Fahrtrichtung über ein Relais gesteuert werden. Sofern dieses mechanisch ausgeführt ist, erfordert es regelmäßige Wartung ( z.B. Erneuerung der Rückstellfeder).

Betrieb mit Schleifer

Um den Strom vom dritten Leiter aufzunehmen ist ein Schleifer erforderlich. Dieser erzeugt ein hörbares Schleifgeräusch und ist ein regelmäßig zu erneuerndes Verschleißteil. Bei Weichen und Kreuzungen sind die Schienen des Systems so gestaltet dass Sie den Schleifer beim Überqueren einer Schienenschwelle weit genug anheben, um einen Kurzschluss zu vermeiden.

Weblinks