Märklin

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Aktuelles Logo von Märklin

Die Gebr. Märklin & Cie GmbH ist ein Spielzeughersteller im schwäbischen Göppingen. Märklin begann im Jahre 1859 mit der Fabrikation von Puppenküchen und ist heute vor allem für seine Modelleisenbahnen bekannt.

Durch eine wechselhafte Firmengeschichte, besonders in den Anfangsjahren, setzte sich in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts die Modelleisenbahn, nach Vorstellung der Tischeisenbahn in der Spurweite 00, als wichtigstes Produkt für Märklin durch. Bis dato spurweiten- bzw. größenbedingt vornehmlich an Weihnachten als Teppichbahn aufgebaut, konnte eine Modelleisenbahn nun auch ganzjährig auf wesentlich geringerer Fläche betrieben werden.

Die Bezeichnung "00" für den Maßstab 1:87 änderte man 1950 in "Halbnull", mit der bis heute genutzten Abkürzung "H0". Durch den rasanten Anstieg der Absatzzahlen von Modelleisenbahnen in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde Märklin zu einem der größten Anbieter von Modelleisenbahnen.

Märklin-Güterzug H0

Inhaltsverzeichnis

Märklin als Sammlerobjekt

Da Märklin einer der ältesten Hersteller von Modelleisenbahnen und anderem Spielzeug ist, hat sich eine große Gemeinde von Sammlern gebildet, die Spielzeug von Märklin sammelt. Einzelne Objekte, insbesondere Lokomotiven der Vorkriegszeit mit Farbgebungen der Auslands-Lieferungen, erzielen auf Auktionen zum Teil Preise von mehreren 10.000 Euro. Auf dem Büchermarkt gibt es unzählige Fachkataloge, die den aktuellen Marktwert der Modelle einzuordnen versuchen. Bekanntester und anerkannter Katalog ist der Koll.

Jahreskatalog

Wichtigstes Utensil für Sammler und Modellbahnfreunde ist der jährlich erscheinende Märklin-Hauptkatalog, welcher das aktuelle Sortiment des Herstellers enthält. Auch für alte Vorkriegs-Exemplare dieses Produktkatalogs werden auf Auktionen und Sammlermärkten sehr hohe Preise erzielt.

Jahrbuch

An Stelle des üblicherweise im Spätherbst erscheinenden Jahreskatalogs führte Märklin 2005 das Jahrbuch ein, dass auf Grund mehrerer gravierender Nachteile zwei Jahre später schon wieder abgeschafft wurde:

  1. Das Jahrbuch erschien jeweils erst im Frühjahr, damit viel zu spät für das immens wichtige Weihnachtsgeschäft und die vornehmlich im Winter aktiven Modelleisenbahner.
  2. Das Jahrbuch hatte gegenüber dem Vorjahreskatalog einen um 50 % größeren Umfang. Auch auf Grund des Deckenbandes war das Jahrbuch erheblich schwerer und somit als schnelles Nachschlagewerk unbrauchbar.
  3. Das Jahrbuch war im Vergleich zum Vorjahreskatalog etwa dreimal so teuer.

Angebotene Produkte

Spur 1

Nach langen Jahren der Unterbrechung bietet Märklin seit 1967 wieder ein Sortiment in der Spur 1 an.

Spur H0

Den größten Anteil am Sortiment und am Umsatz hat die Spur H0 (Maßstab 1:87, gesprochen "Ha Null", diese Abkürzung steht für Halb Null), die Märklin im Jahre 1935 ungefähr zeitgleich mit Trix einführte. Diese Spurweite ist heute weltweit am weitesten verbreitet, in Deutschland bewegt sich der Marktanteil von Märklin bei 50 %.

Mittelleiter-System früher und heute

Während alle anderen Hersteller einheitlich ein Gleichstromsystem anbieten, bei denen die beiden isolierten Schienen als Leiter eingesetzt werden, verwendete Märklin ein Wechselstromsystem, bei dem in Schienenmitte Punktkontakte eingelassen sind. Die Stromabnahme von diesem isolierten Mittelleiter erfolgt über den charakteristischen Schleifer auf der Unterseite der Fahrzeuge.

Das System wird oft fälschlicherweise als „Dreileiter-Wechselstrom-System“ bezeichnet, aus technischer Sicht ist aber die Bezeichnung „Mittelleiter-Wechselstromsystem“ korrekt, da beide Schienen elektrisch miteinander verbunden sind und somit einen gemeinsamen Leiter, sprich die Masse, bilden.

Ein Vorteil des Systems ist eine symmetrische Stromzuführung, die auch solche Gleisfiguren problemlos möglich macht, die bei Zweileiter-Systemen aufgrund der asymmetrischen Stromzuführung nur mit speziellen Schaltungen machbar wären.

Ein weiterer Vorteil ist die einfache Möglichkeit einer Gleisbesetztmeldung, indem man eine Schiene von der Masse trennt und dann abschnittsweise den Durchgang gegenüber der Masse prüft.

Märklin-Schienen H0; v.l.n.r.: Ur-Version, M-Gleis mit durchgehendem Mittelleiter, M-Gleis mit Punktkontakten, K-Gleis, C-Gleis

Die Gleistypen wurden während der Jahrzehnte selten geändert, es gab immer Übergangsgleise von einem älteren auf das jeweils neuere System (siehe Bild).

Im digitalen Zeitalter spielen Gleich- und Wechselstrom keine Rolle mehr, da die Steuersignale digital codiert werden. Dessen verschiedene Sprachen (wie mfx, MM oder DCC) haben aber nichts mit dem Gleissystem zu tun - wie die Stromarten zuvor eigentlich auch nicht. Es bleibt eine unterschiedliche Stromaufnahme der Fahrzeuge.

Heutzutage bieten fast alle anderen Hersteller auch Mittelleiter-Modelle an. Diese sind durch den großen Funktionsumfang vieler der verwendeten Digital-Decodern aber meist auch auf analogen Mittelleiter-Anlagen einsetzbar - egal, ob diese mit Gleich- oder Wechselstrom gesteuert wird.

Achtung: Bei Einsatz der alten "blauen Trafos" sollte man sich unbedingt vorher informieren!

Gleistypologie

Den größten Sprung in der Gleiskonstruktion wurde durch Einführung des C-Gleises in der Spurweite H0 erreicht. Das C-Gleis wurde aus dem sogenannten "Gleis 2000" der erfolglosen Alpha-Kinderproduktlinie (von 1988 bis 1996) weiterentwickelt. Das C-Gleis wird seit Ende der neunziger Jahre angeboten. Mit dem Katalog 2000/2001 wurde das Metallgleis ("M-Gleis") aus dem Sortiment genommen.

Spur N

Unter dem Markennamen MiniTRIX bietet die Märklin-Tochter TRIX auch Gleichstrommodelle der Spur N an.

Spur Z

Märklin führte mit der im Maßstab 1:220 ausgeführten Spur Z im Jahre 1972 die damals kleinste in Serie produzierte Modelleisenbahn unter dem Markennamen "Miniclub" ein.

Digitale Steuerung

Märklin benutzt seit 1984 das weitgehend selber entwickelte proprietäre Märklin-Motorola Digitalsystem, abgekürzt MM.

Seit 1992 bietet Märklin als einfachen Einstieg in die digitale Modellbahn das sogenannte DELTA-System für ein Mehrzugsystem auf der Modelleisenbahnanlage an. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um ein abgespecktes Märklin Motorola System. Mit der Einführung der Delta Lokomotivdecoder verschwanden die mechanischen und elektronischen Fahrtrichtungsumschalter aus dem Programm von Märklin. Können doch alle Lokomotiven mit einem Digitaldecoder auch auf konventionell mit Wechselstrom betriebenen Modelleisenbahnanlagen eingesetzt werden.

Seit dem Jahre 2004 gibt es Märklin Systems, welches die Weiterentwicklung des Digitalsystems von 1984 darstellt. Die Technik ist größtenteils mit dem alten System kompatibel. Märklin Delta und Märklin Motorola Decoder können dabei weiter unter dem Märklin System eingesetzt werden. Märklin System Decoder, ausschließlich Multiprotokoll Decoder, unter Einschränkung der Funktionalität auch unter dem älteren Märklin Motorola und Märklin Delta Digitalsystem.

Beim neuen Märklin System melden sich Lokomotiven, die einen so genannten mfx (Multifunktions) Decoder besitzen, automatisch bei der Steuereinheit, der Mobile Station beziehungsweise der Central Station, an. Lokomotiv Decoder haben nun maximal 16 statt maximal 5 schaltbare Funktionen pro Decoder. Auch stehen nun Decoder mit Sound zur Verfügung. Des Weiteren stehen nun 128 Fahrstufen statt 14 zur Verfügung.

Produktdatenbank

Zahlreiche Informationen zu den einzelnen Produkten ab Produktionsjahr 2000 sind in der Produktdatenbank online abrufbar:

Verwendete Markennamen

ANTEX

Unter dem Markennamen "ANTEX" verkaufte Märklin von 1964 bis 1968 in den Niederlanden Zugpackungen.

PRIMEX

Von 1969 bis 1992 verkaufte Märklin unter der Zweit-Marke "PRIMEX" abgewandelte oder stark vereinfachte Modellbahnprodukte aus eigener Produktion, welche aber voll kompatibel zum Märklin H0-Wechselstromsystem sind. Mit der Marke PRIMEX sollte das durch den klassischen Spielwareneinzelhandel nicht erreichbare Kundensegment der Modellbahneinsteiger abgedeckt werden. Vornehmlich fanden sich die PRIMEX-Produkte in Supermärkten und Kaufhäusern. Abgestimmt auf diese Vertriebsschiene, die sonst keine Modellbahnartikel im Angebot führte, wurde Primex als komplett ausgebautes Vollsortiment mit Gleismaterial, Fahrgeräten und einer großen Palette an Zubehörteilen wie Gebäuden, Figuren, Straßenfahrzeugen oder Material zur Landschaftsgestaltung, angeboten. Das Gleismaterial entsprach dem klassischen M-Gleis von Märklin und war mit diesem voll kompatibel, jedoch farblich vereinfacht.

Auffallend war die orangefarbene Verpackung mit weißem Aufdruck. Der Markenname führt sich auf eine Bügelkupplung zurück, welche im Märklinkatalog 1967 und 1968 erwähnt wird. Bis heute ist der Markenname "PRIMEX" durch Märklin geschützt. Die letzte unter diesem Markennamen veröffentlichte Lokomotive ist eine Dampflok 023 033-4 der DB, welche im Jahr 2000 zur Aufrechterhaltung der Markenrechte und anläßlich des 50. Geburtstags dieser Dampflok als Modell wieder aufgelegt wurde.

HOBBY

Um auch das nicht so kaufkräftige Kundensegment und Modellbahneinsteiger nicht aus den Augen zu verlieren, setzt Märklin seit 1991 auf das "HOBBY" genannte Märklinproduktprogramm. Durch den immer stärker werdenden Konkurrenzdruck hat Märklin im Jahr 2005 das erste Mal eine Startzugpackung mit Lok, Wagen, Schienenoval und Transformator bei bundesdeutschen Discount-Supermärkten angeboten.

MINEX

Eine fast unbekannte Marke von Märklin ist sog. Märklin-MINEX-Bahn. Von 1970 bis 1972 wurde unter dieser Marke eine Schmalspurbahn im Maßstab 1:45 angeboten. Diese lief auf dem vorhandenen H0-Gleismaterial. Der Name leitet sich von einem Vorkriegs-Metallbaukasten mit Aluminium-Elementen der Firma Märklin ab. Der Name wurde außerdem 1976 für eine Variante des Baukastensystems Märklin-plus genutzt.

HAMO

1966 präsentierte Märklin die ersten Gleichstrom-Lokmodelle aus eigenem Hause unter dem Markennamen HAMO. Der Markenname stammte von einer bis 1963 eigenständigen Firma aus Nürnberg, die von Märklin aufgekauft wurde, als der vorherige Besitzer sich daraus zurückzog.

Unter der Marke HAMO verkaufte Märklin drei Jahrzehnte lang Lokomotiven für das Zweischienen-Gleichstromsystem. Seit der Übernahme der Firma Trix 1997 wird die Marke HAMO nicht mehr genutzt.

TRIX

Am 1. Januar 1997 übernahm Märklin die Firma TRIX aus Nürnberg mit den Sortimenten TRIX Express (H0 3-Leiter Gleichstrom), TRIX International (H0 2-Leiter Gleichstrom), Minitrix (N) sowie dem Trix Metallbaukasten.

LGB

Am 27. Juni 2007 übernahm Märklin die insolvente Firma Lehmann Garten Bahn LGB aus Nürnberg. Damit erschließt sich Märklin nun auch das Segment der Gartenbahnen. Die Spurweite der von LGB verwendeten Nenngröße 2m entspricht dabei exakt der Spurweite der Nenngröße 1 von Märklin mit 45 Millimetern.

Weitere Produkte

Märklin SPRINT

1934 begann Märklin mit der Produktion einer den damaligen Verkehrsverhältnissen entsprechenden Spielzeugautobahn. Dabei kamen spurgeführte Autos mit elektrischem Antrieb zum Einsatz. Aufgrund mangelnder Spielmöglichkeiten und harter Konkurrenz stellte man die Produktion 1938 schon wieder ein. 1967 griff man bei Märklin diese Idee mit der Rennbahn Märklin Sprint wieder auf, natürlich an die damalige Zeit angepasst. Diese konnte sich jedoch nicht gegen die Konkurrenz der Carrera Autorennbahn durchsetzen. 1982 wurde die Produktion erneut und endgültig eingestellt.

Metallbaukästen

Der Märklin-Metallbaukasten war über lange Jahre ein weiteres wirtschaftliches Standbein und von Bedeutung für die deutsche Spielzeuggeschichte. Ehemals ein Lizenzprodukt der Firma Meccano, nahm Märklin 1919 die Produktion mit anderen Farben auf, nachdem es 1915 die im ersten Weltkrieg eingezogenen Markenrechte erworben hatte. Die Produktion dieser Metallbaukästen wurde von Märklin anfangs der 2000er Jahre nach fast 90-jähriger Produktionsdauer eingestellt. 2005 brachte Märklin jedoch noch einmal einen Märklin-Metallbaukasten in Form eines riesigen Baggers heraus, um den Beginn des Märklin-Metallbaukastens vor 90 Jahren zu feiern.

In jüngster Zeit machte Märklin nicht nur durch Innovationen auf dem Modellbahnsektor auf sich aufmerksam. In der Nacht zum 18. Januar 2005 wurde in das firmeneigene Märklin-Museum eingebrochen. Entwendet wurden die Exponate der historischen Nenngröße 1 sowie alle ausgestellten Fahrzeuge der Nenngröße 0 und die Schiffe von vor 1910, Dampfmaschinen und unersetzliche Prototypen der Nenngröße 00 (H0). Das älteste Fahrzeug des Museums, die erste Lokomotive von 1891, ist ebenfalls gestohlen worden. Der Schaden belief sich auf über 1 Millionen Euro. Die Kriminalpolizei konnte den Fall bereits im März 2005 aufklären, und die Exponate sind seit Mai 2005 wieder in der Ausstellung zu sehen.

Märklin Insiderclub

Ab 1993 bietet Märklin für seine Kunden auch einen hauseigenen Club an, den Märklin-Insiderclub. Mitglieder dieses Clubs erhalten gegen einen Jahresbeitrag ein Abonement der Hauszeitschrift Märklin-Magazin, die speziell für Mitglieder herausgegebenen Insider-News, einen Gutschein für den Jahreskatalog, sowie einen speziellen Jahreswagen, ein speziell für die Clubmitglieder produziertes Güterwagenmodell. Zusätzlich können Märklin-Insider noch eine jährlich nur für Clubmitglieder angebotene Lokomotive erwerben.

Im Gegensatz zu den klassischen Modellbahnclubs ist dies jedoch weder ein echter Verein, noch werden von den Mitgliedern gemeinsame Ziele wie der Bau einer Anlage verfolgt. Zwar entstanden verschiedene Treffen, die sich als Märklin Insider-Stammtisch (abgekürzt MIST1 -Ziffer für eine Region) bezeichnen - doch wurden diese von Mitgliedern privat, ohne die Mitarbeit der Fa. Märklin, ins Leben gerufen.

Das Ziel, den Mitgliedern einen Informationsvorsprung zu verschaffen, konnte jedoch nur bedingt erfüllt werden, da mit der raschen Verbreitung des Internets sich dort zahlreiche Webforen zum Thema Modellbahn bildeten, wo man die gleichen Informationen oft schneller und zudem kostenlos bekam. Zwar bot Märklin zeitweise ein eigenes, nur für Clubmitglieder zugängliches Webforum an, doch hat sich dieses nicht bewährt und wurde wieder eingestellt. Zudem orderten einige Händler mit überzähligen Bestellscheinen die Insiderloks auch für den freien Verkauf.

Firmengeschichte

  • Ab 1859 zunächst die Herstellung von Puppenküchen bzw. funktionsfähigen Miniherden durch [Theodor Friedrich Wilhelm Märklin] (gestorben 1866).
  • Seine Frau führt das Unternehmen fort. Die Söhne Eugen und Karl Märklin treten ab 1888 als Gebr. Märklin an die Spitze der Fa.
  • 1891: Aufkauf des Blechspielzeugherstellers Ludwig Lutz im süddt. Ellwangen. Im gleichen Jahr werden auf der Leipziger Frühjahrsmesse erstmals eine Uhrwerkbahn mit Schienenanlage in Form einer Acht präsentiert. Märklin verwendete damals die Nenngröße 1 ( = Maßstab 1:32).
  • 1909 umfasste die Produktpalette 90 verschiedene Dampfmaschinenmodelle, diverses Puppenstuben- und Küchenzubehör, Karussells, Autos, Flugzeuge, Schiffe, Kreisel und Metallbaukästen.
  • Ab 1926 wurde die elektrische Bahn mit 20 V Wechselstrom (zunächst noch mit einer Glühlampe als „Vorwiderstand“) eingeführt.
  • 1929 kamen zu den schwarz bzw. messingfarbenen Teilen der Metallbaukästen farbige Teile hinzu.
  • 1935 trat Fritz Märklin in die Geschäftsführung ein. Als das von Stephan Bing gegründete Unternehmen Vereinigte Spielwaren Fabriken Nürnberg zur Leipziger Frühjahrsmesse die erste moderne Tischeisenbahn in der Baugröße 00 (später dann H0) unter dem Markennamen TRIX Express vorstellte, zog Märklin zur Herbstmesse ebenfalls mit einer Tischeisenbahn in dieser Baugröße nach.
  • 1960er: Durch den rasanten Anstieg der Absatzzahlen ab den 1950er Jahren wurde Märklin zu einem der weltweit größten Anbieter von Spielzeugeisenbahnen (Technikspielzeug; im Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit).
  • 1969 gab es wieder eine „Spur 1“, also die Traditionsbaugröße von 1891 in den Märklin-Katalogen
  • 1972: die Nenngröße Z im Maßstab 1:220, genannt „Mini-Club“, wurde als Neuheit vorgestellt. Bis 2007 war dies weltweit die kleinste in Großserie hergestellte funktionsfähige Modelleisenbahn.
  • Ab 1984: digitale Mehrzugsteuerung
  • 1997: Übernahme der Firma TRIX aus Nürnberg
  • 18. Januar 2005: Einbruch in das unternehmenseigene Märklin-Museum. Auch das älteste Fahrzeug des Museums, die erste Lokomotive von 1891, wurde gestohlen. Nach Aufklärung des Falls im März 2005 waren die zum Teil beschädigten Exponate seit Mai 2005 renoviert wieder in der Ausstellung zu sehen.
  • 11. Mai 2006: Verkauf der Gebr. Märklin an die britische Finanzgruppe Kingsbridge Capital, eine Tochtergesellschaft der österreichischen Hardt Group. Mittelfristig wurde von den Investoren eine Sanierung und der Weiterverkauf angestrebt. Zum 1. Februar 2007 wurde Axel Dietz Geschäftsführer und Teilhaber des Unternehmens.
  • Nach einem Konkurs wurde am 26. Juli 2007 die Übernahme des insolventen Unternehmens Ernst Paul Lehmann Patentwerk OHG, Hersteller der Lehmann-Groß-Bahn, durch Märklin bekanntgegeben.
  • Am 4. Februar 2009: Insolvenzmeldung beim Amtsgericht Göppingen, nachdem Verhandlungen über die Verlängerung von Krediten gescheitert waren.
  • Das Unternehmen führte seine Geschäfte unter dem Insolvenzverwalter Michael Pluta fort, der Kurt Seitzinger als neuen Geschäftsführer einsetzte.
  • Im November 2010 löste Stefan Löbich Kurt Seizinger als Geschäftsführer ab (Früherer Würth-Manager wird neuer Märklin-Chef). Die Gläubiger stimmten im Dezember dem Plan des Insolvenzverwalters zu.
  • 2012 erzielte Märklin einen Umsatz von 109 Millionen Euro mit einem EBIT bei rund 10 Millionen Euro.
  • März 2013: einer der Gründer des Spielzeugherstellers Simba-Dickie, Michael Sieber, übernimmt mit seinem Sohn als neu gegründete Sieber & Sohn GmbH & Co. KG das Unternehmen Märklin. Der Großteil der 480 Angestellten stimmte den ihnen angebotenen Änderungsverträgen zu. Sie erhielten eine Arbeitsplatzgarantie bis 2019.

Produktion

Die Mindeststückzahl für einen Fahrzeugtyp, damit sich seine Produktion für die Firma betriebswirtschaftlich lohnt, liegt etwa bei 1000 Exemplaren. Insgesamt baut Märklin in den 2010er Jahren jährlich rund 280.000 Loks und etwa 500.000 Waggons mit einer hohen Fertigungstiefe.

Außer den Elektromotoren und der Elektronik baut Märklin alles selbst. Aus Kunststoffgranulat und Zinkbarren werden im Spritzgussverfahren, im Zinkdruckguss sowie teilweise in Handarbeit produziert.

Literatur

Weblink


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Fahrzeuge

Folgend eine Auswahl an Fahrzeugen dieses Herstellers:

Dampflokomotiven

Baureihe Achsfolge Maßstab Bemerkungen Bild
BR 01 2'C1' H0 BR 01 147 Maerklin 39010.jpg
BR 01.10 2'C1' H0 01 Ma39104.jpg
BR 03 2'C1' H0, Z Maerklin 37957 BR 03 266 DB.jpg
BR 03.10 2'C1' H0, Z BR 03 1001 Maerklin 37915.jpg
BR 05 2'C2' H0, Z 300px
BR 10 2'C1' H0, Z BR 10 002 Maerklin 37083.jpg
BR 15 2'B2' H0 Maerklin 37016 BR 15 DRG 15 001.jpg
BR 17 2'C H0 DRG 17 126 Ma37192.jpg
BR 181 2'C1' 1, H0, Z 18-1 Ma37115.jpg
BR 183 2'C1' H0 18 321 Ma39020.jpg
BR 184 2'C1' H0, Z 18 473 Ma37187.jpg
BR 23 1'C1' H0 BR 23 001 Maerklin 39230.jpg
BR 24 1'C 1, H0, Z 24 025 Ma55245.jpg
BR 38 2'C 1, H0, Z BR 38 1885 Maerklin 29549.jpg
BR 39 1'D1' H0, Z BR 39 048 Maerklin 39390.jpg
BR 41 1'D1' H0, Z BR 042 096-6 Maerklin 37925.jpg
BR 42 1'E H0, <-- Bild fehlt noch, Neuheit 2017 -->
BR 4290 1'E H0, Z 42 9001 Ma39161.jpg
BR 44 1'E 1, H0, Z BR 044 534-6 Maerklin 34880.jpg
BR 45 1'E1' H0 BR 45 020 Maerklin 37450.jpg
BR 50 1'E 1, H0, Z BR 051 761-5 Maerklin 37841.jpg
BR 5040 1'E H0 50 4005 Ma37040.jpg
BR 52 1'E H0, Z BR 52 7088 Maerklin 3415.jpg
BR 53 (Entwurf) (1'C)D H0, Z 53 0005 Ma37023.jpg
BR 55 D 1, H0, Z BR 055 635-7 Maerklin 37554.JPG
BR 56 1'D 1, H0 BR 56 362 Maerklin 37563.jpg
BR 58 1'E 1, H0, Z 58 1836 Ma55581.jpg
BR 59 1'F H0 BR 59 038 Maerklin 37058.jpg
BR 61 2'C2' H0, Z BR61 001 M26610 Wiki.JPG
BR 64 1'C1' 1, H0 BR 64 250 Maerklin 39640.jpg
BR 73 1'B2' H0 Maerklin 37138 BR 73 085 DRG.jpg
BR 74 1'C H0, Z 74 Ma36740.jpg
BR 75 1'C1' H0 75 073 Ma37132.jpg
BR 78 2'C2' 1, H0, Z Br 78 335 Maerklin 3106.jpg
BR 80 C 1, H0 80 006 Ma55034.jpg
BR 81 D H0, Z 81 001 Ma30322.jpg
BR 85 1'E1' H0, Z Maerklin 37098-2.jpg
BR 86 1'D1' H0, Z BR86 M3696 WIKI.JPG
BR 89 C 1, H0, Z BR 89 7314 Maerklin 37140.jpg
BR 91 1'C 1, H0, Z T9 1103 Ma55913.jpg
BR 92 D H0 BR 92 508 Maerklin 34133.jpg
BR 94 E 1, H0, Z BR 94 1343 Maerklin 37160.jpg
BR 96 (D)D 1, H0, Z Gt2 5753 Ma55962.jpg
BR 98 B 1, H0 PtL 2/2 BR 98 308 Maerklin 3387.jpg
Dampfspeicherlok D H0 Paul Maerklin 26504.jpg
Dampflok (ohne Vorbild) div. H0 Länderbahnlok KLVMMärklin 3087.JPG
SBB C 5/6 1'E H0 SBB Dampflokomotive C 5 6 Elefant 2965 Märklin 39250 und Trix 22925.jpg
SBB Eb 3/5 1'C1' H0 Eb 35 5818 Habersack der SBB von Märklin Trix 22567.jpg

Diesellokomotiven

Baureihe Maßstab Bemerkungen Bild
BR 218 H0, Z 218 231-9 Maerklin 39180.jpg
V 200 H0, Z V 200.1 221 127-4 Maerklin 3581.jpg
V 100 1, H0, Z 211 V100 1365 Maerklin 37003.jpg
V 100 1, H0, Z 212 212 105-1 Maerklin 37000.jpg
V 90 H0 294 680-4 Maerklin 37905.jpg
V 140 H0 V140 001 Maerklin 37210.jpg
V 188 H0 V188 001 Maerklin 37282.jpg
Köf II 1, H0 Koef II 6196 Maerklin 36819.jpg
Köf III 1, H0 335 105-3 Maerklin 36341.jpg
DHG 500 H0 Märklin DHG 500 - 1 - H0.JPG

Elektrolokomotiven

Baureihe Maßstab Bemerkungen Bild
BR 101 1, H0, Z 101 008-1 Maerklin 37374.jpg
E 03 1, H0, Z 103 128-5 Maerklin 37577.jpg
E 10 1, H0, Z E10 231 Maerklin 37107.jpg
E 18 H0, Z 118 034-8 Maerklin 3367.jpg
E 19 H0 E19 11 Maerklin 39190.jpg
E 41 H0 141 061-2 Maerklin 39411.jpg
E 44 H0, Z E44 098 Maerklin 37440.jpg
E 52 H0 152 034-5 Maerklin 3366.jpg
E 91 1, H0 Maerklin 37294 BR 191 DB 191 101-5.jpg
BR 152 H0, Z 152 002-2 Maerklin37350.jpg
E 60 H0 160 001-4 Maerklin3157.jpg
E 69 H0 E69 02 Maerklin 34475.jpg
BR 185 H0, Z 185 099-9 Maerklin 36856.jpg
BR 243 H0 143 612-0 Maerklin3445.jpg
Ae 8/14 H0 3x593.jpg
Ae 6/6 H0, Z Ae 6 6 11453 SBB Maerklin 29850.jpg
Re 4/4 II H0, Z Re4 4 II 11376 Maerklin 29859.JPG
Re 6/6 H0 37322 Re-6-6 rot 300-80.jpg
Re 460 H0, Z 460 040-9 SBB Maerklin 29859.jpg
SNCB 25 H0 2505 Maerklin 26530.jpg
PRR GG1 H0, Z Maerklin 37490 GG1 Pennsylvania 4935.jpg

Triebwagen und Triebzüge

Baureihe Maßstab Bemerkungen Bild
DW H0 Kittel-Dampftriebwagen
LAG Gepäcktriebwagen H0
VT 98 1, H0, Z VT98 Ma55098.jpg
ETA 150 H0 Märklin DB BR 515 H0.JPG
Alstom Coradia LINT H0 648 252-5 Maerklin 37605.jpg
ET 91 H0 491 001-4 Maerklin 37580.jpg
VT 10.5 H0 "Senator" VT10 501 Ma39101.jpg
VT 11.5 H0, Z VT 11 5001 Maerklin 37605.jpg
BR 628 H0 BR 628 203-2 Maerklin 3676.jpg
RAe TEE II H0
SNCF TGV H0
SNCF Micheline H0 Märklin EST Micheline H0.JPG

Personenwagen

Gattung Maßstab Bemerkungen Bild
D-Zugwagen Verwendungsgruppe 39 H0 AB4uewe-39 51 14 632 Hmb Maerklin 43232.jpg
Umbauwagen H0 AB3ygeb 756 36 709 Maerklin 4317.jpg
Württemberger Schnellzugwagen H0 BC4i DB 035 839 Stg Maerklin 42102.jpg
Abteilwagen H0 BC4iw 33 476-Ffm Maerklin 43100.jpg
Nebenbahnwagen der Einheitsbauart H0 Bie-33 98 118 Kar Maerklin 4235.jpg
Preußischer Durchgangswagen H0 LAB4i 35 985 Ffm Maerklin 43040.jpg
Lokalbahnwagen (Länderbahnen) H0 LB 09 855 Au Maerklin 43020.jpg

Güterwagen

Gattung Maßstab Bemerkungen Bild
Hochbordwagen (E) H0 El-u 061 80 DB 510 2382-7 Maerklin 4431.jpg
Tonnendachwagen (G) H0 Gbs 84 NS 150 0481-3 Maerklin .jpg
Verschlagwagen (G) H0 V 23 DB 330 200 Maerklin 48802-02.jpg
Rungenwagen (Kb) H0 Rlmms 58 DB 450 820 Maerklin 29525.jpg
Behältertragwagen (Lb) H0 BTr 10 DB 010 008 Maerklin 48801.jpg
Containertragwagen (Lg) H0 Lgjs 598 440 6 790-6 Maerklin 4515.jpg
Schwerlastwagen (Samm) H0 Samms 709 DB 486 5450-4 Maerklin 0077808.jpg
Containertragwagen (Sg) H0 Maerklin 47087 Sgns 691 DB AG 31 80 455 6 425-5.jpg
Schiebeplanenwagen (Shi) H0 Shimmns-tu 718 467 2052-6 Maerklin 75919.jpg
Klappdeckelwagen (T) H0 Augsburg 1895 Maerklin 46042.jpg
Wagen mit Schwenkdach (T) H0 Taes 890 80 DB 585 4702-5 Maerklin 0075105.jpg
Silowagen (U) H0 Ucs 856 84 NS 910 5255-7 Maerklin 46623.jpg
Kesselwagen (Z) H0 001 1 593-9 80 DB P Bayer Maerklin 4647.jpg
Knickkesselwagen (Za) H0 793 3827-7 80 DB P VTG Maerklin 4756303.jpg
Gaskesselwagen (Zag) H0 791 5477-3 80 DB P Maerklin 4855.jpg