Junkers F.13 Baubeschreibung
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Ich wollte mal einfach anhand eines einfachen Modells Tipps und Tricks zum Bau eines Plastikmodells darstellen. Dazu habe ich mir ein leichtes, doch ansehnlich mit vielen Details versehenes Flugzeug ausgesucht. In diesem Artikel werde ich einfach und Schritt für Schritt den Zusammenbau dieses Modells erläutern.
Zum Modell: Der Bausatz ist im Maßstab 1/72 und stammt von Revell. Revell gibt für diesen Bausatz den Schwierigkeitsgrad mit 3 an (es gibt 1-5), jedoch ist der Schwierigkeitsgrad bei Revell immer in der Anzahl der Teile begründet und nicht in der eigentlichen Schwierigkeit beim Zusammensetzten eines Modells. Die Teile des Modells sind sauber gespritzt und passen gut aufeinander. Man musste nicht besonders viel an den Teilen bearbeiten. Der Detailgrad ist höher als erwartet, vor allen die Rillen auf der Außenfläche der Maschine sind gut gelungen.
Die Anleitung ist, wie von Revell gewohnt, sehr verständlich und gut aufgebaut, so dass es nicht zu Schwierigkeiten beim Zusammenbau kommt. Wie immer bei Revell befindet sich auf der ersten Seite der Anleitung die Geschichte des Modell im Original.
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Zusammenbau des Cockpits
Die Ju überrascht mit einem ziemlich detailgetreuen Cockpit. Der Zusammenbau des Cockpits verlief relativ problemlos, auch wenn es schade ist, das man von dem Passagierraum später kaum etwas sieht. Zunächst wurden die einzelnen Bauteile des Cockpits aus dem Rahmen ausgeschnitten und von Plastikrückständen befreit. Das geht am besten mit einer feinen Feile. Man sagt immer, man sollte die kleinen Teile bemalen wenn sie sich noch im Rahmen befinden, das finde ich jedoch nicht empfehlenswert, da die Teile meistens Rückstände von dünnen Plastik an den Rändern haben, die beseitigt werden müssen. Deshalb habe ich dann mit einem Feuerzeug eine Nadel heiß gemacht und diese in eine unauffällige Stelle eines Teiles gesteckt. Dadurch lassen sich kleine Teile leichter bemalen und man muss die Teile nicht mit den Fingern anfassen. Nach dem Bemalen wird die Nadel natürlich wieder aus den jeweiligen Teil herausgezogen.
Beim Washing verdünnt man dunkle Farbe wie Schwarz oder Braun sehr stark und trägt diese dann auf. Es bleibt dann nur ein sehr dünner dunkler Farbfilm übrig, der die darunterliegende Farbe nicht überdeckt aber ein wenig abdunkelt. Da die Farbe sehr flüssig ist setzt sie sich vor allem in der Struktur und Ritzen ab und simuliert Schatteneffekte.
Zusammenbau
Der Zusammenbau an sich war unproblematisch bis auf einige größere Ritzen zwischen Flügel und Flugzeugzelle. Bei den Fenstern gab es auch einige Probleme. Bei den Fenstern hab ich gelernt wie wichtig es ist den richtigen Kleber zu verwenden. Die Klarsichtteile werden von innen, vor dem Zusammenbau der Flugzeugzelle eingesetzt. Dazu habe ich den Standartkleber von Revell verwendet. Nach dem Zusammenbau der Flugzeugzelle habe ich schmerzlich festgestellt dass die Fenster trüb geworden sind. Doch wenn man was macht soll man es solange machen bis es einigermaßen perfekt ist. Also hab ich die Klarsichtteile wieder entfernt und durch zugeschnittene Folien ersetzt. Der Einbau war sehr schwer da die Flugzeugzelle schon zusammengesetzt war. An dieser Stelle habe ich jetzt einen anderen Kleber von Revell verwendet. Und zwar Revell Contacta spezial. Dieser Kleber greift Klarsichtteile nicht an. Man sollte ihn daher bei allen Klarsichtteilen verwenden. Der Kleber ist recht dickflüssig und lässt sich mit einem Pinsel auftragen. Es handelt sich hier ja um einen etwas älteren Bausatz von Revell. Nicht alle Teile passen perfekt zusammen. Man muss hier und da nacharbeiten. Vor allem zwischen Flugzeugzelle und Flügel sind große Ritzen entstanden. Diese werden jedoch einfach mit Modelliermasse überdeckt. Später wird die überstehende getrocknete Modelliermasse abgeschliffen und poliert. Man muss nur aufpassen, dass man nicht zuviel abschleift und dabei das Modell an sich beschädigt. Es gilt: lieber Modelliermasse abschleifen als Plastik. Ansonsten war der Zusammenbau recht einfach, wie gesagt ist der Bausatz etwas älter und die Qualität der Teile ist dementsprechend. Oft mussten die Teile von überstehenden Graten befreit werden. Auch hier muss man aufpassen, dass man nicht zuviel abschleift, vor allem bei der recht detailierten Oberflächenstruktur.
Bemalen
Das Bemalen der Ju erwies sich als recht einfach. Zunächst wurde in Sand Matt grundiert. Dann kam die Grundfarbe: Aluminium. Die Klarsichtteile wurden vorher natürlich mit Klebeband abgedeckt. Dann wurden Schritt für Schritt die einzelnen Farbflächen der Ju angemalt. Bei jeder Farbe musste die Ju komplett abgeklebt werden, da die Airbrush-Technik verwendet wird.
Noch mal Schritt für Schritt: Zuerst werden alle Flächen die nicht bemalt werden sollen abgeklebt. Das ist jedoch der wichtigste Schritt. So wie man abklebt sieht das Modell dann auch aus. Am besten verwendet man nicht allzu stark klebendes Kreppband aus dem Baumarkt. Man will ja nicht die darunter liegende Farbe wieder mit dem Klebeband entfernen. Dann wird Lackiert. Am sinnvollsten ist es, wenn man vorverdünnte Airbrushfarbe verwendet, jedoch ist diese nicht in allen Farbtönen vorhanden. Ansonsten muss man selber verdünnen. Das erfordert ein wenig Erfahrung bis man das richtige Verhältnis gefunden hat. Dabei gilt: Zu wenig Lösungsmittel und die Airbrush-Düse verstopft. Zuviel Verdünner und die Farbe fließt von der Oberfläche am Modell ab. Man nimmt einfach eine Lehre Farbflasche welche dann auch an die Airbrush geschraubt wird und füllt erst einmal die Emailefarbe ein. Dann gibt man etwa ein bis maximal 2 Teelöffel Verdünner hinzu. Wie gesagt es ist einfach eine Übungssache. Im nächsten Schritt wird das Modell gleichmäßig besprüht. Die Airbrush sollte immer in Bewegung gehalten werden. Nie zu lange auf eine Stelle sprühen sonst fließt die Farbe durch den Luftstrahl der Airbrush auf der Oberfläche auseinander. Man zieht möglichst früh nach dem Lackieren das Klebeband ab, da es sich sonst mit Farbe vollsaugt und die Grenzlinien zwischen zwei Farbflächen verwischt werden. Es gibt dann einfach keine Grenzlinien mehr. Also nicht vergessen: Klebeband gleich abziehen! Als letztes kommt der unangenehme Teil der Arbeit: Das Säubern der Airbrush-Gun. Gut mit Emailreiniger durchsprühen und dann noch die Einzelteile der Düse mit Wattestäbchen säubern. Am Ende müssen die Einzelteile der Düse noch gut mit Wasser abgespült werden, da sich darin Gummidichtungen befinden, die aufquellen wenn sie zu lange Kontakt mit Reiniger haben und die Gun unbrauchbar machen. Man darf deswegen auch nie die Düsenteile über Nacht in Reiniger einlegen um sie zu säubern. Lieber gleich gründlich sauber machen und so seiner Airbrush zu einer längeren Lebensdauer verhelfen. Das Modell muss nach dem Lackieren gut trocknen, mindestens 12 Stunden bevor mit der nächsten Farbschicht begonnen werden kann.
Abziehbilder und letzte Details
Nach dem Lackieren wurden nur noch letzte Teile angebracht, wie Fahrwerk, Propeller, usw. Beim letzten Schritt wurden die Abziehbilder auf das Modell angebracht. (siehe auch: Aufbringen von Markierungen) Der letzte Schliff ist das Aufbringen von Klarlack um die Farbe und Abziehbilder zu schützen und um dem Lack einen gewissen Glanz zu verpassen. Da die Farben die hier verwendet wurden alle glänzen habe ich natürlich Glanz-Klarlack verwendet. Bei einem Modell wo überwiegend matte Farben verwendet werden nimmt man natürlich Matt-Klarlack. Doch auch beim Klarlack muss man aufpassen, das man gleichmäßig lackiert.
So, ich hoffe euch gefällt mein Modell und ich hoffe ich konnte euch ein wenig beim Basteln helfen. Falls etwas nicht verständlich sein sollte, könnt ihr natürlich bei der Diskussion dieses Artikels Fragen stellen oder auch Kritik äußern.
Galerie
Wiki Links
Weitere Baubeschreibungen: Kamov Ka-58 Baubeschreibung
Signatur
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Dieser Artikel stammt von Matze. Nachträgliche Änderungen und Ergänzungen sind in der Liste der Autoren (versionen) nachvollziebar. Eventuelle Erfahrungen im Nachbau und Fragen zum Tipp gibt es auf der zugehörigen Diskussion: Junkers_F.13_Baubeschreibung. |

