Seenotrettungsboot

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Seenotrettungsboote (SRB) sind Wasserfahrzeuge zur Rettung von in Seenot geratenen Personen oder auch Sachwerten. Im Verhältnis zu den Seenotrettungskreuzern handelt es sich bei den Seenotrettungsbooten um kleinere Fahrzeuge, daher zumeist für den Einsatz in küstennahen Regionen vorgesehen.

Inhaltsverzeichnis

SRBs in Deutschland

In Deutschland werden die Seenotrettungsboote von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) betrieben. Im Gegensatz zu den festangestellten Besatzungen der Seenotkreuzer setzen sich die Mannschaften der Seenotrettungsboote aus ehrenamtlichen Freiwilligen, natürlich mit einer entsprechenden Ausbildung, zusammen.

Mit der Entwicklung der ersten Generation der modernen Seenotkreuzer Ende der 1950er-Jahre wurde das Ende der Motorrettungsboote in Deutschland eingeläutet. Obwohl diese Boote zunächst noch unverzichtbar für die Einsatzfähigkeit der Seenotrettung an den deutschen Küsten waren, war es nicht zuletzt auch auf Grund der technischen Entwicklung notwendig, neue Rettungseinheiten zu entwickeln. Ein weiterer Grund war die Zunahme des Freizeit-Wassersports und die damit einher gehenden Unglücksfälle. Für diese Art von Unglücken wäre der verhältnismäßig kostenintensive Einsatz von Rettungskreuzern unwirtschaftlich. Anderseits ereignen sich diese Unfälle meistens im Flachwasserbereich, so dass kleinere Boot mit geringem Tiefgang in solchen Fällen besser geeignet sind; beim Einsatz eines Kreuzers müsste das Tochterboot ausgesetzt werden, was auch einen Zeitverlust bedeuten würde.

So entstanden ab dem Jahre 1971 verschiedene Baureihen von Seenotrettungsbooten, von der DGzRS in Klassen eingeordnet, die sukzessive die Motorrettungsboote auf den Stationen der DGzRS ablösten.

Viele Klassen waren baugleich oder zumindest angelehnt an die bewährten Tochterboote der Seenotkreuzer; bei anderen wiederum handelte es sich um eigenständige Entwicklungen.

Ein eher umgekehrter Weg wurde bei dem Tochterboot der Hermann Marwede, dem Kreuzer der 46-Meter-Klasse beschritten. In diesem Fall war das Vorbild das Seenotrettungsboot der 9,5-Meter-Klasse.

Die Eigenschaften der Boote sind hohe Manövrierfähigkeit, geringer Tiefgang (50 bis 100 cm, je nach Typ), Fähigkeit zum selbstständigen Wiederaufrichten nach dem Kentern. Die Bootslänge variiert zwischen 7 und 12 m, die Motorleistung zwischen 54 und 320 PS, damit erreichen die Boote Geschwindigkeiten von 10 bis 18 Knoten.

Literatur

  • Esmann, Wilhelm: Die Rettungsboote der DGzRS von 1865-2004, Hauschild-Verlag 2004, ISBN 3-8975-7233-8

Weblinks

Siehe auch: Seenotkreuzer.

Hinweis

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