Schleifpapier

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Schleifpapier, gelegentlich auch als Sandpapier bezeichnet, dient zur Oberflächenbearbeitung. Schleifpapier wird verwendet, um raue Oberflächen zu glätten oder um Kanten zu brechen. Es ist nur bedingt für großen Materialabtrag geeignet.

Durch das Schleifen erhalten Werkstücke die endgültige Glätte und gebrochene Kanten. Wie beim Sägen, Raspeln und Feilen werden auch beim Schleifen Späne abgenommen.

Um z.B. sichtbare Kratzer in der fertigen Holzoberfläche zu vermeiden, wird nach Möglichkeit immer in Faserrichtung geschliffen.

Ein Werkstück mit größeren Flächen sollte fest eingespannt werden. Zum Schleifen sollte ein Schleifblock verwendet werden! Ein Leistenstück oder ein Schleifkork eignen sich dafür sehr gut. Kleinere Werkstücke schleift man am besten auf einem festgespannten Schleifbrett. Besonders saubere Flächen lassen sich erreichen, wenn das Schleifpapier, bei Kunststoff und vor allem Metallen besser noch Schleif-Gewebe mit feinster Körnung auf eine Glasplatte aufgezogen wird (Sprühkleber) und das Werkstück bewegt wird. Bei Nichtholz-Material ist hierbei Naßschliff vorzuziehen.

Wer jemals auf einer Tellerschleifmaschine gearbeitet hat, wird diese Art Schleifen auf der Planscheibe mit für seine Zwecke erforderlichen Schleifscheiben nie mehr missen wollen.

Scharfe Werkstückkanten bricht man mit feinem Schleifpapier und einem Schleifblock oder auf dem Schleifbrett. Die Kanten reißen dann nicht mehr so leicht aus, und auch die Verletzungsgefahr wird dadurch deutlich geringer. Beim Schleifen von Hirnholzflächen ist es sinnvoll, die Kanten zuerst anzufasen und dann von der Kante aus zur Mitte zu schleifen. Das verhütet das Ausreißen von Spänen an den Kanten.

Zum Teilen von Schleifpapier sollte man bevorzugt eine scharfkantige Leiste, eine Stahlschiene oder ein altes Feinsägeblatt auf das Schleifpapier halten um dieses nach oben abzureißen. Die Verwendung von Scheren oder Messern ist nicht empfehlenswert, da die Klingen dadurch sofort stumpf und/oder schartig werden.

Schleifpapier oder Schleifgewebe sind in verschiedenen Körnungen erhältlich. Die Zahl der Körnung, die in der Regel auf der Rückseite angegeben ist, orientiert sich an der Anzahl der Maschen eines Siebes pro Zoll (25,4 mm). Je größer die Zahl, desto feiner die Körnung. Überschlagsmäßig gilt für die Korngröße: Korngröße in μm = 25,4 / Körnung.

Körnung                  Korngr.   Verwendung
                         in µm
grob          6 -   30   > 500     Entfernen von Leim- und Farbschichten
mittel       36 -   90   500-200   Grobes Vorschleifen roher Holzflächen
fein        100 -  180   180- 75   Feinschleifen roher Holzflächen
sehr fein   220 - 1000    60- 18   Nachschleifen gewässerter, grundierter und lackierter Flächen


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Schleifpapier aus der freien Enzyklopädie Wikipedia, teilweise können Textpassagen übernommen worden sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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