Felsgestaltung
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So vielfältig wie in der Natur Felsen vorkommen so vielfältig sind auch die Verfahren zur Darstellung von Felsen in einer Modell-Landschaft. Letzlich entscheidend für das gewählte Verfahren ist der zu erzielende Gesamteindruck der Landschaft mit Hintergrund.
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Naturstein
Eines der einfachsten Verfahren ist die Integration von Natursteinen in die Modellandschaft. Das wichtigste Auswahl-Kriterium ist dabei, daß der Naturstein (Maßstab 1:1) bereits die Oberflächenstruktur und die Form und Größe des Modell-Felsens in dem gewählten Maßstab haben muss, ansonsten wird der Naturstein sofort als solcher erkannt. Natürlich sollten die Farben des Natursteines erhalten bleiben. Auf den Bild ist ein Schotterstein von einem echten Gleisbett zu sehen, der in Spur N einen akzeptablen Felsbrocken abgibt.
Gipsstruktur
Auf die bereits vorhandene Landschaft wird ein 1-2cm dicker Belag aus Modellier-Gips aufgetragen. Solange der Gips noch feucht ist, wird mit einem Spitzspachtel die gewünschte Grob-Struktur eingearbeitet. Das Arbeiten mit dem noch feuchten Gips lässt mehrfache Korrekturen zu bis der Gips beginnt auszuhärten. Am Beginn der Aushärtung werden mit einer alten Zahnbürste die feinere Strukturen eingearbeitet. Falls einzelne Kanten zu scharf oder zu grob ausgefallen sind können diese vor dem vollständigen Aushärten noch mit einem nassen Borstenpinsel entschärft werden. Weitere Korrekturen oder Feinarbeiten können im ausgehärteten Gips mit Schraubenzieher und Drahtbürste vorgenommen werden, jedoch sind diese nicht mehr leicht korrigierbar und verursachen eventuell Staub.Im letzten Arbeitsgang werden nun die gewünschten Farben aufgetragen. Dabei gibt man kleine Mengen von mindestens 2 verschiedenen Abtönfarben in eine Schale. Mit einem Pinsel werden nun die Farben aufgetragen. Durch das Mischen der Farben mit dem Pinsel entstehen die verschiedene Zwischentöne.Der Felsen auf dem Bild wurde nach diesem Verfahren erstellt und mit zwei Farben (weiss und schwarz) coloriert. Beim anschliessenden Begrünen der Landschaft wird der Felsen an den gewünschten Stellen mit Kleber benetzt (sehr sparsam), so daß auch dort vereinzelt „Bewuchs“ entsteht.
Baumrinde
Ein weiteres Verfahren zur Erzeugung einer Felsenstruktur ist die Integration vom Baumrindenstücken. Dabei hat sich Rinde des Korkbaumes als realistisch und dauerhaft erwiesen. Diese Korkstücke werden beim Erzeugen der Landschaft mit „eingegipst“ und dann später nach dem obenbeschriebenen Verfahren coloriert.
Arbeiten mit NOCH Fels-Formen
Meine eigenen Erfahrungen mit dem Modellieren von feuchtem Gips führten zu dem Ergebnis, dass ich hinterher "verkratzten Gips" hatte aber keine Felsen. :-)Die Firma NOCH bietet Formen aus Gummi oder Silikon an, die man mit Gips füllen kann und die verblüffend interessante Felsformationen bilden. Wenn man eine Reihe von Felsen so vorproduziert, sie auf den Untergrund legt und mit frischem Gips die Zwischenräume füllt, kann man zu realistischen Ergebnissen kommen.
Für die Farbgebung gibt es ebenfalls noch eine Variante:
Der Gips muss zuerst mit Tiefengrund eingepinselt werden, damit er nicht zu saugfähig ist.
Dann wird der ganze Berg gleichmäßig hellgrau gestrichen.
Nach dem Trocknen wird er abschnittsweise mit einem ganz dunklen Braun-Schwarz gestrichen und diese Farbe nach 10 Minuten mit einem Schwamm und viel Wasser wieder abgerieben. Es bleibt in den Vertiefungen die braune Farbe stehen, während im Übrigen die hellgraue heraus kommt.
Zum Schluss werden mit weißer Farbe die Spitzen der Felsen "überhaucht", also mit fast trockenem Pinsel darüber gestrichen.
Ich war selbst verblüfft über das Ergebnis.
- detaillierte Beschreibung und Bilder (http://www.moba-tipps.de/landschaft.html)

