InfraCar

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Idee

Die Idee des InfraCarsystems ist die, eine Steuerungsplatine zusätzlich in die herkömmlichen Fallerfahrzeuge einzubauen. Somit wird ermöglicht, verschiedene Geschwindigkeitsstufen zu fahren, aber auch die Beleuchtung anzusteuern. Die Daten werden über Infrarotlicht übertragen. Mit dem System kann man die Geschwindigkeit in 31 Stufen einstellen (Feuerwehrfahrzeuge fahren schneller als normale LKWs usw.). Die Fahrzeuge schalten ihr Bremslicht automatisch beim Anhalten oder Verlangsamen ein. Desweiteren können 6 Schaltausgänge für Lichtfunktionen genutzt werden. Es stehen 4 Sorten Decoder zur Auswahl und auf Anfrage werden auch spezielle Blinkfunktionen programmiert.

Sender

Es gibt im Prinzip zwei Möglichkeiten, die Fahrzeuge zu bedienen. Zum einen die Bedienung mit einem Handsender, bei dem über Tasten die einzelnen Funktionen gesteuert werden oder auch die Adressen ausgewählt werden. Zum anderen gibt es die Möglichkeit, die Fahrzeuge über den PC zu steuern. Das Programm kann man im Internet herunterladen. Zusätzlich wird noch ein Interface benötigt.

Handsender

Es gibt 2 Handsender. Mit dem "großen" Handsender ist eines von 63 Autos auszuwählen und alle 6 Funktionen sind einzeln schaltbar.

Der "kleine" Handsender hat weniger Tasten und ermöglicht, zwischen 3 Fahrzeugen auszuwählen. Voreingestellt wird, welche aufeinanderfolgenden drei Adressen es sind. 1 2 3 oder 3 4 5 usw. maximal 13 14 15 Einschänkung bei den Funktionen: F5 und F6 gehen immer zusammen (z. B. 2 Arbeitslichter oder Rundumlichter und Räumer).

PC-Interface

Die Sendeeinheit wandelt die PC-Signale in die InfraCar-Signale um. An dem Sendebaustein müssen an die hierfür vorhergesehenen 3 Ausgänge Infrarot-Sendedioden Typ LD 271 angeschlossen werden. Es werden immer 5 Dioden pro Ausgang in Reihe geschaltet. Das Interface wird an die 9-polige Serielle Schnittstelle angeschlossen. Da die neuen Computer, aber auch Notebooks, keinen Seriellen Anschluss haben, kann mein einen USB-Adapter verwenden. Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht. Das Interface braucht eine Versorgungsspannung von 12V. Ein stabilisiertes Steckernetzteil ist hierfür erforderlich. Wenn man nun das Programm hernterlädt, sollte man darauf achten, dass das Programm nur für Windows ist. Wenn das Programm über car.exe nun geöffnet wird, erscheint das Hauptfenster. Über die Schaltfläche Einstellungen/ Fahrzeugeinstellungen kommt man in die Fahrzeugkonfiguration. Hier kann man den Fahrzeugnamen sowie die Adresse einstellen. Zusätzlich kann man noch ein Bild des Fahrzeugs einfügen. Das neu erstellte Fahrzeug erscheint nun im Hauptfenster. Durch Anklicken öffnet sich das Bedienfeld für das jeweilige Fahrzeug. Oben im Bedienfeld steht der Fahrzeugname. Darunter kommt nun das Bild des Fahrzeugs. Klickt man auf das Bild, erscheinen rechts oben im Bild zwei kleine Zahlenfelder, die Zahl, die gelb hinterlegt ist zeigt die Adresse des Fahrzeugs an, die Zahl, die grün hinterlegt ist zeigt die aktuelle Fahrstufe von 0-31 an. Unter dem Bild sind die Bedienfelder für die Funktionen. Ganz links ist das Zeichen für den Warnblinker. Ich beschreibe die Felder nun weiter nach rechts. Blinker links, Blinker rechts und die Lichtfunktion 3-6. Nun noch zu den Feldern darunter: Der große Balken ist der Steller mit dem man den Motor steuern kann. Links neben dem Balken ist unter der Warnblinker-Schaltfläche die Schaltfläche Stop, das Fahrzeug hält sofort an. Unter der Stop-Schaltfläche ist die Schaltfläche Halt, das Fahrzeug verlangsamt sich bis zum Stillstand. Rechts neben dem Steller sind zwei kleine Pfeile, durch Anklicken öffnet sich das Feld Rampe: Hier kann man Einstellen, wie der Motor auf das Verstellen am Steller reagieren soll (ob er sofort oder erst nach ein paar Sekunden auf Höchstleistung ist). Einstellbare Werte sind: 0,43s … 2,55s. Kehrt man nun zurück zum Hauptfenster, sieht man rechts neben dem Fahrzeugauswahl-Feld eine größere Schaltfläche Stop. Klickt man auf sie, halten alle Fahrzeuge ihren Motor an und schalten die eingeschalteten Funktionen aus. Zusätzlich öffnet sich beim Programmstart noch der sogenannte Recorder. Da das Bedienen mehrerer Fahrzeuge zu einer richtigen Herausforderung werden kann, gibt es den genannten Recorder. Mit ihm kann man bis zu 6 Abläufe (Memos) einspeichern. Um die Abläufe einzuspeichern, muss man auf das oberste Feld REC im Recorder drücken. Der Recorder wird jetzt gelb hinterlegt. Nun wählt man einen der 6 Memos aus und klickt diesen an. Der Recorder wird nun rot hinterlegt. Nun wählt man das Fahrzeug im Hauptfeld, das eine bestimmte Funktionenfolge haben soll, aus und drückt nun im Bedienfeld für das Fahrzeug die Funktionen an. Wenn der Ablauf beendet ist, drückt man auf das Feld Stop, dass nun da ist, wo zuvor REC war. Es wird nun gefragt, ob diese Einstellung für den Dauerbetrieb gespeichert werden soll. Wenn man JA anklickt, kann man den eingespeicherten Ablauf verwenden. Man öffnet nun das Fahrzeug, das den programmierten Ablauf durchlaufen soll, im Hauptfeld an und startet nun den Recorder. Das Programm macht nun alles, was man eingegeben hat. Das Programm verlässt man, indem man auf Datei/Programm beenden drückt. Da die Befehle, die vom PC gesendet werden müssen, offengelegt sind, kann man sich mit etwas Geschick und Programmiererfahrung ein eigenes Steuerungsprogramm schreiben, mit dem man z. B. den Betrieb auf der Anlage weiter automatisiert.

Bastler können eine Tastatur als Rückmelder missbrauchen. Überfährt ein Fahrzeug einen Reedschalter, kann das selbstgeschriebene Programm etwas anders auslösen.


Empfänger

SMD-Empfänger-Platine
DIL-Empfänger-Platine

Herzstück des Empfängers ist der IC 2313. Er hat die Aufgabe, die Signale zu verwerten und sie in die Ansteuerungssignale für die Funktionen umzuwandeln. Die Signale werden von einem am Controller angebrachten IR-Empfänger empfangen. Der Empfänger kann mit 3,6 oder 4,8 V betrieben werden, so braucht man keinen Spannungswandler oder auch mit den herkömmlichen 2,4 V mit eingebautem MAX 619, der 5 V erzeugt, um auch weiße LEDs zu betreiben. Die LEDs sollten aber immer mit Vorwiderständen betrieben werden. Da ich nur die Platine, die auf 2,4 V ausgelegt ist, verwende, werde ich nur über sie schreiben. Der eingebaute Spannungswandler liefert wie schon geschrieben 5V und 40 mA, für den Verbraucher weiße oder blaue LEDs stehen aber ca. 25mA zur Verfügung. Der Motor wird ganz normal an die 2,4 V angeschlossen, so wie die anderen LED-Farben auch (gelb, rot, grün, ...). Da alle Funktionsausgänge auf Masse schalten, können Verbraucher mit verschiedenen Spannungen angeschlossen werden. Die Schaltausgänge des 2313 sind mit 40 mA zu belasten. Wenn man nun Verbraucher mit höherem Stromverbrauch anschließen möchte, baut man einfach einen PNP-Transistor davor. Da jedes Fahrzeug eine eigene Adresse haben soll, kann diese über Lötbrücken (Jumper) eingestellt werden. Einstellbar sind die Adressen 1-15 bei normalen Decodern und 1-7 bei Feuerwehrdecodern mit Martinshorn. Es kann aber auf Anfrage auch ein anderer Adressbereich programmiert werden, z. B. 16-31. Da nun verschiedene Anforderungen an die Ausgänge gestellt werden (z. B Blaulicht, Frontblitzer oder einfache Lichtfunktion) werden 4 Platienenversionen als Standard angeboten:

Feuerwehr

F1 Blinker links

F2 Blinker rechts

F3 Licht

F4 Einsatzlicht 1 oder ReedstopOFF (bei Lieferung SD EDV- und Modellbahnservice)

F5 Einsatzlicht 2

F5 Einsatzlicht 3

F6 Frontblitzer (und Martinshorn bei Lieferung durch SD EDV- und Modellbahnservice)


Beispiel einer Feuerwehr mit InfraCar aus New York nun wieder in Deutschland zuhause

amerikanische Feuerwehr

Der ist aber ohne Sound, da dass deutsche Martinshorn nicht passen würde.
Nun gibt es eine Soundchip vom DC-Car der passen würde.


Straßenbau

F1 Blinker links

F2 Blinker rechts

F3 Licht

F4 Licht

F5 Einsatzlicht 1

F5 Einsatzlicht 2

F6 Licht


Schaltausgang

F1 Blinker links

F2 Blinker rechts

F3 Licht

F4 Licht

F5 Licht

F5 Licht

F6 Licht


Feuerwehr 2

F1 Blinker links

F2 Blinker rechts

F3 Licht

F4 Licht

F5 Einsatzlicht 1

F5 Einsatzlicht 2

F6 Frontblitzer


Die Funktion 5 belegt dabei immer 2 Pins am Controller. Pin 18 und 12.

Das Bremslicht ist auf Pin 11 gelegt.

Programmiert sind für die Funktionen:

Blinker: 0,3s ein/0,3s aus

Einsatzlicht 1: 0,1s ein/0,52s aus

Einsatzlicht 2: 0,11s ein/0,55s aus

Frontblitzer: 0,07s ein / 0,08s aus / 0,07s ein / 0,4s aus

Licht: ein/aus


Normalbetrieb:

Wenn nun der Betrieb mit Stoppstellen geschehen soll, so kann man diese weiterhin nutzen, ohne eine Änderung an der Fahrbahn vorzunehmen. Auch hier kann ich nur über den Betrieb mit dem Faller Car-System berichten. Man hat die Möglichkeit, den Reedschalter an Pin 9 anzuschließen. Beim Faller Car-System ist es ja so, dass der Reedschalter geschlossen ist und nur die Stoppstellen geöffnet wird und so auch der Motorstromkreis geöffnet wird. Will man die Stoppkontaktfunktion über Pin 9 nützen, so muss der Reedschalter aus dem Motorstromkreis ausgebaut werden und an Pin 9 und Masse angeschlossen werden. Wird der Kontakt nun an einer Stoppstelle geöffnet so wird der Motor angehalten und das Bremslicht geht für eine Sekunde an. Wenn die Stoppstelle nun ausgemacht wird und der Kontakt wieder geschlossen ist, muss ein neuer Fahrbefehl gesendet werden. Im automatischen Betrieb, wo Stoppspulen von selber an oder aus gehen, wäre das sehr aufwändig, immer neue Fahrbefehle zu senden. Deshalb verwende ich die andere Methode und lasse den Reedschalter wie gehabt im Motorstromkreis. Da es beim Faller Car-System ein Umschalter ist wird, wenn der Motorstromkreis geöffnet wird ein anderer Stromkreis geschlossen. In diesen werden wie auf dem Bild zu sehen folgende Bauteile eingebaut. Getestet habe ich es mit einem BC 548 und einem Basisvorwiderstand von 3,9k Ohm. Es hat einwandfrei funktioniert. So hält nun das Fahrzeug an einer Stoppstelle an und das Bremslicht geht an und bleibt solange an, bis die Stoppstelle wieder abgeschaltet wird und das Fahrzeug losfährt.


ReedStopOFF = F4 Die besondere Funktion ermöglicht, einen an Pin 9 angeschlossen Reedschalter zu ignorieren. Das heißt, mit der eingeschalteten F4-Funktion reagiert die Feuerwehr nicht mehr auf Stoppstellen (rote Ampeln usw.).


[Synchronisieren des Fahrbetriebs mit ReedStop] Das ermöglicht einen sichereren Betrieb. Erläuterung von [SD_EDV-_und_Modellbauservice]

Andere Verwendungen für InfraCar-Decoder

Da InfraCar bis zu 4 Lichtausgänge bereitstellt, können 4 Relais für das Schalten beliebiger Funktionen benutzt werden.