Säge

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Die Säge ist ein Werkzeug / eine Werkzeugmaschine zum spanenden Trennen von festen Materialien wie Holz, Stein, Metall oder Kunststoff. Mögliche Antriebsarten sind / waren Muskelkraft, Wasser- oder Dampfkraft und Elektrizität.

Verschiedene Handsägen: 1 Uhrmacher-S.; 2 Laub-S.; 3 PUK-S. mit Klappgriff; 4 Einsatzblätter für Säbel-S,; 5 Einsatzblatt für Fein-S.;
6 Fuchsschwanz mit Hartmetall-Zähnen, speziell für Gasbeton;
7 "Taschensäge" mit einfahrbarem Blatt

Handsägen

  • Gespannte Sägen (oder Strecksägen) - Das Sägeblatt ist in einem Bügel o. ähnl. gespannt. Dazu gehören
    • Metall-Bügelsäge - Blatt meist mit Wellenzähnung, arbeitet in Zug- und Stoßbewegung
    • Astsäge - grob gezähnt, für Gartenarbeit. Benötigt etwas Freiraum, ansonsten ist die Taschensäge angezeigt.
    • PUK-Säge - Universalsäge im Kleinformat
    • Laubsäge - Klassiker unter den Bastler-Utensilien
    • Uhrmachersäge - wie die Laubsäge, nur feiner.
    • Gehrungssäge - auf Untergestell montiert, mit Werkstück-Anlage, im Winkel verstellbar. Sorgt für korrekte Winkel bei Fußleisten oder Bilderrahmenleisten.
  • Ungespannte Sägen (oder Heftsägen) - Das Sägeblatt ist nur an einem Ende mit Griff oder Heft geführt. Darunter zählen
    • Fuchsschwanz - der Inbegriff von "Säge". Daran denkt eigentlich jeder, der das Wort "Säge" hört.
    • Taschensäge - Sägeblatt in den Griff einziehbar zum sicheren Transport, für Arbeiten "im Baum"
    • Hand-Stichsäge - im Prinzip ein schmaler Fuchsschwanz, der durch ein relativ kleines Loch gesteckt werden kann, für Innenschnitte.
    • Feinsäge - meist mit verstärktem Rücken, der das Schlagen verhindert, wird gerne mit der Gehrungslade verwendet, z. B. zum Zuschnitt von Fußleisten.
    • Japan-Säge - "Feinst"-Säge mit spezieller Geometrie und extrem dünnem Blatt.
Mini-Kreissägeblatt für Mini-Bohrmaschinen
Lochsäge mit diversen Blättern/Durchmessern

Elektrisch betriebene Sägen

  • Handgeführte Geräte
    • Stichsäge - wegen des schmalen Sägeblattes ideal für Kurvenschnitte. Die Schnittkante ist allerdings nicht immer rechtwinklig zur Oberfläche.
    • Kreissäge - entlang einer Schiene geführt die beste Methode für einen wirklich geraden Schnitt.
    • Lochsäge - als Einsatzwerkzeug in Bohrmaschinen. Gerne zum Lochen von Gipskarton verwendet, um Löcher für Steckdosen und Lichtschalter zu machen.
    • Säbelsäge - auch Tiger-Säge oder elektrischer Fuchsschwanz genannt. Mit elastischem Sägeblatt ist praktisch flächenbündiges Trennen von Überständen (Rohrenden, Bewehreisen) möglich.
    • Oszillierende Säge - Einsatzwerkzeug für "Fein"-Schleifer. Das ggf. segmentierte Sägeblatt rotiert nicht, so dass Schnitte praktisch bis in enge Ecken geführt werden können.
Sägeblatt in oszillierender Schleifmaschine
Segmentblatt , diamantiert, für Fliesen etc. inoszill. Schleifmaschine
  • Stationäre Geräte
    • Tischkreissäge - unter dem Tisch ist der Antrieb montiert, das Werkstück wird auf dem Tisch entlang einer Führung zum Sägeblatt geschoben.
    • Bandsäge - ein umlaufendes, durch den Auflagetisch geführtes Endlos-Sägeblatt sorgt für gleichmäßigen Schnitt.
    • Kappsäge - eine Kreissäge in einer Schwenkvorrichtung trennt darunter positionierte Balken, Bretter, Profile. Ausführung auch mit verstellbarem Schnittwinkel für Gehrungen.
    • Dekupiersäge - die elektrisch betriebene Entsprechung zur Laubsäge
  • Industriell / Handwerklich genutzte Maschinen
    • Bügelsäge - zum Ablängen von schwerem Profil- und Vollmaterial, je nach Ausführung mit umlaufendem Sägeband oder eingespanntem Blatt in Hin- und Her-Bewegung
    • Ablängsäge - auch "Trennjäger" gennannt, zum Ablängen von kleinern Querschnitten durch eine langsam laufendes Kreissägeblatt, ähnlich der Kappsäge
    • Plattensäge - zum Zuschneiden großformatiger Platten durch eine schienengeführte Kreissäge, kennen wir aus dem Baumarkt
    • Gattersäge - trennt ganze Baumstämme in einem Durchgang mittels mehrerer paralleler Sägeblätter in Bretter auf. Auch mit Antrieb durch Wasserkraft.


Redewendungen

In der Umgangssprache ist die Säge etabliert:

"Du hast vielleicht gesägt heute Nacht!" ist ein Vorwurf, den sich Lebensabschnittsgefährten gegenseitig bisweilen machen. Es wurde geschnarcht.

"Jemanden absägen" bedeutet, dass man ihn von seinem Posten/aus seiner Stellung verdrängt.

"An jemandes Stuhl sägen" bezeichnet die entsprechenden Vorbereitungen dazu.

"Der sägt den Ast ab, auf dem er selber sitzt!" ist die Metapher für Leute, die selber nicht begreifen, wie sie sich ins Ünglück lenken.
Man hört allerdings auch von "Fällen", wo dies nicht im übertagenen, sondern im Wortsinne passiert ist.

"Jemanden versägen" oder "eine Säge verpassen" ist als Ausdruck im (inoffiziellen, also verbotenen) Rennsport zu hören: "Ich bin schneller mit meinem Auto als Du!"

Eine "Nervensäge hat wahrscheinlich jeder schon erlebt. Vertiefen wir das nicht.

Und letztlich bezeichnet "Kreissäge" auch eine völlig zu Recht aus der Mode gekommene Kopfbedeckung: Einen steifen, runden Strohhut mit gezacktem Rand.

Emilio Salgari trägt die "Kreissäge" mit Fassung
Prototyp einer Millimetersäge, sehr genau, aber keine nennenswerte Schnittleistung
Stationäre Gehrunggssäge