Flexgleis
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Allgemeines
Das F. ist ein biegsames Gleisstück, das individuell an gewünschte Kurvenverläufe auf der Modellbahnanlage angepasst werden kann. Sehr große, weite Radien können damit realisiert werden, die mit kurzen, starren Serien-Gleisstücken nicht möglich wären. Auch Korbbögen (Kurven, die in ihrem Verlauf weiter/enger werden) sind damit machbar. F. gibt es grundsätzlich nur als bettungsloses Gleis.
Vorteile
Ein Vorteil ist die verringerte Anzahl an Schienenstößen (bei Standardlängen von 600, 900 und 1200 mm), verbunden mit der sichereren Stromübertragung. Auch beim Bau von Gleiswendeln stellt das notwendige Anpassen der F. in den Gleisplan ein Plus an Genauigkeit dar. Ideal sind F. für die Ausrundung am Beginn/Ende einer Steigung, da Serien-Gleisstücke an den Stößen eher zum Knicken neigen.
Nachteile
Nachteilig ist, dass F. beim Einbau im Bogen grundsätzlich unter Spannung stehen. Dieser Spannung muss mit entsprechend stabiler Montage entgegen gewirkt werden. Außerdem kann ein F. ohne Bearbeitung an mindestens einem Ende nicht verbaut werden.
Bauarten
Beim F. sind die Schwellen (und der ggf. vorhandene Mittelleiter) nicht als starrer Rost ausgeführt, sondern der Rost ist wechselweise rechts und links unterbrochen. Die Schienenprofile liegen verschiebbar in den Kleineisen-Imitationen. Dadurch ist ein seitliches Verbiegen des Gleises (in vernünftigen Grenzen) möglich. Auch S-Kurven sind möglich.
Montage
Einbau
Sauberes Vorzeichnen der Gleislage ist unerlässlich. Um möglichst gleichmäßige Rundung zu erzielen, empfiehlt sich die Montage einer provisorischen Anschlagleiste. Das F. sollte in seiner endgültigen Lage fixiert werden, so etwa provisorisch mit Pin-Board-Nadeln oder kleinen Nägeln. Wird das F. abschließend eingeschottert, könnnen Nadeln/Nägel wieder entfernt werden.
Anpassung
Konstruktionsbedingt verschieben sich die Schienen im Schwellenrost beim Biegen des F. Dadurch ist der Strang der Innenseite letztlich immer länger als der Strang der Außenseite. Hier ist nun ein päzises Kürzen der längeren Schiene notwendig. Dazu empfehlen sich spezielle Seitenschneider mit besonders gehärteten Schneiden, die das Profil der Schiene wirklich schneiden und dabei nicht quetschen. Auch das Trennen mit der Mini-Trennscheibe ist möglich, jedoch ist der Schnitt, werkzeugspezifisch, leicht schräg. Letztlich bleibt noch die Uhrmachersäge.
Nachbearbeiten
Abschließend sind die Schnittkanten (je nach verwendetem Werkzeug) sauber zu feilen, ggf. das Ende der Schienen zu "unterschneiden" (mit dem Cutter die Kleineisen-Imitationen auf einer oder zwei Schwellen abtrennen) und Schienenverbinder aufzustecken.
Signatur
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Dieser Artikel stammt von HahNullMuehr. Nachträgliche Änderungen und Ergänzungen sind in der Liste der Autoren (versionen) nachvollziehbar. Eventuelle Erfahrungen im Nachbau und Fragen zum Tipp gibt es auf der zugehörigen Diskussionsseite. (erstellt: 12:25h, 29. Mai 2010 CEST) |

