Gattungszeichen für Güterwagen (Deutsche Reichsbahn)

Aus Modellbau-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Vorbild

Die Gattungszeichen für Güterwagen der Deutschen Reichsbahn (DR) wurden geschaffen, um die Güterwagen der ehemaligen Länderbahnen einheitlich zu kennzeichnen.

Hauptgattungszeichen

Gattung Wagenart Achszahl Lademasse Bemerkungen
G Gedeckter Güterwagen 2 oder 3 15 t
GG Gedeckter Güterwagen mind. 4 30 t bis 1928, ab 1938
H (Holz-)Drehschemelwagen 2 15 t Eisenrungen
K Klappdeckelwagen 2 15 t
KK Klappdeckelwagen mind. 4 30 t 1933
O Offener Güterwagen 2 15 t Höhe der Seitenwände > 40 cm, kippbar (häufig für Kohle)
OO Offener Güterwagen mind. 4 30 t Höhe der Seitenwände > 40 cm, kippbar, ab 1933 auch selbstentladend (häufig für Kohle)
R Rungenwagen 2 15 t Höhe der Seitenwände 40 cm, Ladelänge ≥ 10 m bzw. 9,9 m (ab 1928)
S Schienenwagen 2 oder 3 15 t Eisenrungen, Höhe der Endwände < 40 cm, Ladelänge 13 m
SS Schienenwagen mind. 4 35 t Eisenrungen, Ladelänge 15 m
V Verschlagwagen 2 15 t ein Zwischenboden
X Arbeitswagen 2 15 t nicht kippbar

Nebengattungszeichen

Gattungen Bedeutung
a SS (ab 1939) offene Bremserbühne, umgelegte Rungen
c O Lademasse < 15 t, Seitenwände 130 ~ 190 cm (für Kohle)
e G (ab 1928)
alle (ab 1939)
elektrische Heizung
f G,R (ab 1928) Fährwagen, britisches Lademaß
g O (bis 1939) hohe feste Seitenwände („Gatterwagen“)
V drei Zwischenböden („Gänsewagen“)
h G,V Dampfheizungsleitungen
i G Plattformen und Türen an den Wagenenden
k G Kühlwagen
O zwei oder drei Container (für Kohle oder Erz)
S Ladelänge < 13 m („kurz“)
SS Ladelänge < 15 m („kurz“)
l G (bis 1937) Ladefläche > 24 m² („lang“)
G (ab 1937) Ladefläche > 26 m² („lang“)
SS (bis 1928, ab 1939) Ladelänge > 18 m („lang“)
SS (1928 bis 1939) Ladelänge > 15 m („lang“)
ll G (ab 1939) Wageneinheiten für Leichte Eilgüterzüge (Leig-Wagen)
m alle 2- oder 3-Achser Lademasse 20 t („mehr“)
n alle (bis 1928) Luftbremsen / -schläuche
o H (bis 1939) ohne Eisenrungen, Wageneinheiten
X Seitenwände > 40 cm
p O (bis 1939) Lademasse ≥ 15 t, Seitenwände ≤ 190 cm, nicht kippbar
O (ab 1939) nicht kippbar
V (bis 1939) ohne Einrichtung zur Veränderung der Ladefläche
r alle (ab 1928) auf russische Breitspur umspurbar
s G (ab 1939) Höchstgeschwindigkeit 90 km/h
GG (ab 1939) Höchstgeschwindigkeit 120 km/h
H (bis 1939) Wageneinheiten mit Kuppelstange
alle (außer H, bis 1928) auf russische Breitspur umspurbar (vgl. „r“)
t G (ab 1928) Türen an den Wagenenden in Wagenbreite
K, KK (ab 1933) selbstentladefähig, nicht kippbar
O, OO, X selbstentladefähig
S, SS Tiefladewagen
u alle (ab 1939) ungeeignet für militärische Personen oder Fahrzeuge
v G (bis 1939) Türen an den Wagenenden, ventiliert
G (ab 1939) Abteile für Pferde und Pfleger (Verschlagwagen)
O hölzerne Seitenwände > 190 cm, nicht kippbar
w alle 2- oder 3-Achser Lademasse < 15 t, nicht kippbar („weniger“)
GG (bis 1928), OO, SS Lademasse < 30 t („weniger“)
SS Lademasse < 35 t („weniger“)

Gattungsregionen

Gattung Gattungsregion Zeitraum
G, Gh, Geh Hannover (Länderbahnbauart) 1922–
G, Gh, Gr Kassel (Verbandsbauart) 1922–
G München (Verbandsbauart) 1922–
G, Gh, Geh, Gvwhs Stettin (Länderbahnbauart) 1922–
Gfh, Gfkhs, Rfh Trier 1922–1935
Saarbrücken 1935–
Gk, Gkh, Gkn, Gkw, Gkhs, Gkewh, Gkwhs Berlin (Kühlwagen) 1922–
Gleh, Glhs, Gll, Glr, Glrhs, Glt, Glw, GGhs, GGvwehs, Glmhs, Gl Dresden 1922–
Gw, Grwh Magdeburg (Länderbahnbauart) 1922–
H, Hw, Hos Regensburg 1922–
K, Kw Elberfeld 1922–1930
Wuppertal 1930–
KKt, OO, OOt, OOtn Oldenburg 1922–1935
Saarbrücken 1935–
O Frankfurt (Länderbahnbauart) 1922–
O Halle (Verbandsbauart) 1922–
O, Ok Nürnberg (Verbandsbauart, Seitenwände aus Eisen) 1922–
O, Op Schwerin (Länderbahnbauart, Seitenwände aus Eisen) 1922–
O, Oc, Op, Ov, Ovl Würzburg (Länderbahnbauart) 1922–
Oc, Ocw, Ok, Omp, Op Münster (Länderbahnbauart) 1922–
Om Breslau (Verbandsbauart) 1922–
Om Essen (Verbandsbauart) 1922–
Om, Omp, Ludwigshafen (Länderbahnbauart) 1922–
Ludwigshafen (österr. / tschech. Bauarten) 1938–
Om Königsberg 1922–
Ot, Otm, Otmn, Otw Mainz 1922–
Ow Karlsruhe (Länderbahnbauart) 1922–
R, Rm, Rr, Rs, Rw Stuttgart 1922–
S, Sk, Sm, St, Sw Augsburg 1922–
SS, SSk, SSkra, SSl, SSla, SSt, SStl, SStk, SSw Köln 1922–
V, Vh, Vr, Vw Altona (ab 1937 Hamburg) 1922–
X, Xo, Xt, Xw, Xow Erfurt 1922–
Gs, Ghs Oppeln (Reichsbahnbauart) 1934–
Gh, Geh Karlsruhe (Verbandsbauart) 1938–
Ol, Oml Wien (österr. / tschech. Bauarten) 1938–
O, Om Danzig (polnische Wagen) 1939–
Gu, Om Posen (Polnische Wagen) 1939–
Omm, Ommr Linz (Reichsbahnbauart) 1939–
Ommu, Ommru Villach (Reichsbahnbauart) 1941–
GG Bromberg (Reichsbahnbauart) 1942–
OOfs Kattowitz (Reichsbahnbauart) 1942–
Rmm Ulm (Reichsbahnbauart) 1942–
Ommu Klagenfurt (Kriegsbauart) 1942–
SSos Heilbronn (Kriegsbauart) 1943–
Gm, Gmhs Bremen (Kriegsbauart) 1943–
Glm– Leipzig (Kriegsbauart) 1943–
Ommuf Graz (Kriegsbauart) 1944–
Omm, Ommu Duisburg (Nachkriegsbauart) 1948–

Weblinks


Dieser Artikel basiert (zumindest teilweise) auf dem Abschnitt Hauptgattungszeichen für Güterwagen des Artikels Gattungszeichen deutscher Eisenbahnwagen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia, teilweise können Textpassagen übernommen worden sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Bitte fügt detaillierte Infos zu den Vorbildern entsprechend in der Wikipedia hinzu, so dass wir uns hier auf die Modellbauaspekte konzentrieren können.