Wiking
Wiking ist Hersteller von Automodellen mit Sitz in Berlin, hauptsächlich aus Kunststoff in Nenngröße H0, und von Zubehör für Modelleisenbahnen (z. B. für Trix, Märklin, Fleischmann, Roco).
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Geschichte
1932 wurde Wiking in der Dahlemer Straße gegründet, ab 1936 startete dann im Stammhaus Unter den Eichen 101 mit dem Bau von Wasserlinien-Schiffsmodellen (Kriegs- und Handelsschiffe) aus Metall im Maßstab 1:1250.
Während des Zweiten Weltkrieges dienten die Schiffsmodelle, sowie auch neu geschaffene Flugzeug- (ab 1934/5) und Wehrmachtsmodelle (ab 1937/8) im Maßstab 1:200 als Erkennungs- bzw. Sandkastenmodelle des Militärs.
1938 wurden die Flugzeuge komplett und einige wenige Schiffe auf Kunststoff umgestellt. Auf der Basis der Wehrmachtsmodelle aus Metall wurde die erste Serie von Verkehrsmodellen geschaffen, die aber aufgrund des Kriegsausbruches eingestellt wurde, auch der Verkauf von Spielwaren ging immer mehr zurück. Als kriegswichtiger Betrieb mit Beschäftigung von Zwangsarbeitern ist Wiking in der Jewish Virtual Library gelistet.
Nach dem Kriege gab es kurzzeitig Figuren um die Arche Noah und Versuche mit Tonmodellen, es wurden sogar Kämme und Knöpfe aus Kunststoff hergestellt, bevor in den Automodellen die Zukunft gesehen wurde.
1948/9 wurde die Berliner Luftbrücke mit fünf Flugzeug- und zwei Fahrzeugmodellen im Maßstab 1:400 begleitet.
Ab 1949 wurden wieder Wasserlinien-Schiffsmodelle produziert, später zum Teil auch modifiziert als Veteranenserie. Etwa 1974/5 wurde diese Produktionslinie eingestellt.
In den 1960ern wurde mit der so genannten „Silberserie“ versucht, nochmals Flugzeugmodelle im Maßstab 1:200 zu verkaufen, jedoch ohne einen wirtschaftlichen Erfolg.
1982 wurde die Außenstelle Kiel geschlossen, in der o. g. Schiffe und auch Sondermodelle (größere Maßstäbe, Werbeaufträge) gefertigt wurden. Die Zweigstelle Buer, als Vorläufer von Kiel, war bereits 1953 aufgegeben worden.
1984 erfolgte der Verkauf an die Sieper-Gruppe (Siku). 1986 folgte der Umzug in die Industriestraße.
Automodelle
Ab 1947 begann man zunächst mit Automodellen, die zum Teil nur aus einem Formteil bestanden, von unten hohl und deren Fenster teilweise bemalt waren (Maßstab 1:100). Die Achsen bestanden aus Draht mit flach gekniffenen Enden, diese waren in den noch heißen Kunststoff gequetscht und nicht beweglich, lediglich die Räder rollten auf den Achsen. Diese frühen Versionen werden von Sammlern auch „Quetschachser“, „Drahtachser“ oder „Knipsachser“ genannt. Später bekamen die Modelle eine Bodenplatte und Rollachsen (Maßstab 1:90), genannt „Unverglaste Modelle“ oder „Rollachser“. Seit den frühen 1960er Jahren gibt es die „Verglasten“ mit durchsichtigen Fensterscheiben. Inneneinrichtungen kamen in den 1970ern hinzu. Heute kommen teilweise Originallacke der Automobilhersteller zum Einsatz. Der Maßstab wurde inzwischen auf 1:87 (Nenngröße H0) angepasst.
1981 gilt mit dem Tod des Firmengründers Friedrich Karl Peltzer im Alter von 78 Jahren (* 5. Februar 1903, † 20. November 1981) als Ende der stilisierten Modelle.
Seit 1995 wird in Polen produziert, 1999 kam China als Fertigungsstätte hinzu. Die heutigen Modelle vertreten eine andere Philosophie und haben sich dem Zeitgeschmack, den Marktgesetzen und den Mitbewerbern, wie Herpa, Brekina, etc. angepasst (von Peltzer geprägter Begriff: „Sklavischer Nachbau“).
Von Wiking übernommen wurde auch die Produktion der früher unter der Marke Roskopf produzierten LKW-Modelle im Maßstab 1:87.
Sammlerstücke
Die frühen und seltenen Modelle sind heutze zum Teil begehrte Sammlerstücke. Als eines der teuersten Modelle gilt ein für Thyssen gefertigtes Werbemodell, ein Mercedes L 5000 Tanksattelzug, zuletzt für etwa 10.000 EUR gehandelt. Bei Versteigerungen werden teilweise noch höhere Preise erzielt, dieses gilt besonders für die sogenannten „Großen Modelle“ (1:60 und größer).
Nenngröße N
Modelle in Nenngröße N (Maßstab 1:160) gibt es seit 1969 …
Weblinks
- offizielle website
- Wiking Modelle Datenbank (private website) (zuletzt abgerufen 30. Dezember 2025)
- kneule's wiking standards project (private website) (zuletzt abgerufen 30. Dezember 2025)
- Die Faszination der Wiking Modelle (private website) (zuletzt abgerufen 30. Dezember 2025)
- H0-Klassiker auf blogspot.com (zuletzt abgerufen 30. Dezember 2025)
- Wikingmania (private website) (zuletzt abgerufen 30. Dezember 2025)
- Wiking (private website, Liste aller(?) Artikel) auf schlittenbacher.de (archiviert vom Original durch archive.org am 11. Oktober 2025)
- Meine Wikinger (private website) auf meinewikinger.de.tf (archiviert vom Original durch archive.org am 6. März 2016)
- Wenn aus Spielzeug eine Leidenschaft wird – kleine Modellautos für große Sammler (private website) auf modellautomobile.de (archiviert vom Original durch archive.org am 29. Januar 2020)
- Meine Wikinger (private website) auf meinewikinger.de.tf (archiviert vom Original durch archive.org am 6. März 2016)
| Dieser Artikel basiert (zumindest teilweise) auf dem Artikel Wiking aus der freien Enzyklopädie Wikipedia, teilweise können Textpassagen übernommen worden sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Bitte fügt detaillierte Infos zu den Vorbildern entsprechend in der Wikipedia hinzu, so dass wir uns hier auf die Modellbauaspekte konzentrieren können. |