Blauer Enzian

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Blauer Enzian war der Name verschiedener Fernschnellzüge der Deutschen Bundesbahn (DB) und ist heute ein EuroCity der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Blauer Enzian stellte verschiedene Schnellzugverbindungen in Nord-Süd-Richtung her, zunächst ab Hamburg über Hannover und Würzburg nach München, schon bald verlängert bis Klagenfurt, zeitweise mit Kurswagen nach Zell am See, später kurzzeitig ab Braunschweig über Hannover, Dortmund, Duisburg, Köln, Mainz, Frankfurt, Würzburg und München nach Klagenfurt, dann erst ab Dortmund und heute ab Frankfurt.

F Blauer Enzian

Bereits zum Sommerfahrplan 1951 war ein FT 55/56 Blauer Enzian von Hamburg über Hannover, Würzburg und Augsburg nach München geplant, der aber auf Grund fehlender Schnelltriebwagen nicht realisiert wurde. Zum Winterfahrplan 1951/2 sollte dann der F 55/56 Blauer Enzian mit Lokomotiven und Reiszugwagen seinen Dienst aufnehmen, sein Einsatz ist aber erst für den Sommerfahrplan 1952 belegt. Dafür wurden zunächst gut erhaltene Schnellzugwagen der Reichsbahn und frühe Prototypwagen eingesetzt.

Ab dem Sommerfahrplan 1953 kamen dann der renovierte Henschel-Wegmann-Zug nebst eigens für diesen Zweck zusammengestelltem Gegenzug zum Einsatz, letzterer auf Grund von Fahrgast-Beschwerden über die schlechten Laufeigenschaften gerade einmal bis 1957, ersterer zwei Jahre länger bis 1959. Der Zuglauf wurde danach auf die neuen Schnellzugwagen der 1. Serie umgestellt.

TEE Blauer Enzian

Im Sommer 1965 wurde der TEE 55/56 Blauer Enzian zu einem innerdeutschen Trans-Europ-Express aufgewertet. Zu einer internationalen Verbindung wurde der ab 1967 TEE 54/55 Blauer Enzian genannte Zuglauf dann 1969 mit seiner Verlängerung über Rosenheim und Salzburg nach Klagenfurt, allerdings verkehrte er auf dem Abschnitt zwischen München und Salzburg als F 54/55 und in Österreich als Ex 549/550.

Ein Jahr später bekam der TEE 81/81 Blauer Enzian dann eine einheitliche Zugnummer auf seinem gesammten Zuglauf von Hamburg nach Klagenfurt. Gleichzeitig wurde der Zug in Rosenheim geteilt bzw. vereint, die Kurswagen nach Zell am See verkehrten dabei als F 480/481.

Mit Einführung des erstklassigen und zweistündigen Intercity-Systems 1971 wurde er dann zum TEE 90/91 Blauer Enzian, der Flügelzug nach Zell am See zum TEE 80/81. Letzterer wurde 1972 rückwärtig nach München verlängert – der Halt in Rosenheim entfiel damit – und 1975 ganz eingestellt.

IC Blauer Enzian

1979 wurde das neue Intercity-System „Jede Stunde, jede Klasse“ eingeführt, der nunmehr zweiklassige IC 120/121 Blauer Enzian änderte größtenteils seinen Zuglauf und fuhr nunmehr ab Braunschweig über Hannover, Dortmund, Duisburg, Köln, Mainz und Frankfurt nach Würzburg und von dort wie gehabt über Augsburg, München, Rosenheim und Salzburg nach Klagenfurt, dabei wurde er in Österreich als Ex 212/213 geführt.

Dieser extrem lange Zuglauf wurde schon zwei Jahre später auf die Relation von Dortmund nach Klagenfurt verkürzt und dabei durchgehend als IC 120/121 Blauer Enzian bezeichnet.

In Vorbereitung auf das EuroCity-System wurde seine Zugnummer dann 1986 in IC 20/21 Blauer Enzian geändert.

EC Blauer Enzian

Mit Einführung des EuroCity-Systems 1987 wurde der EC 20/21 Blauer Enzian um Kurswagen nach Ljubljana in Slowenien erweitert.

Mitte der 1990er Jahre änderte sich die Zugnummer in EC 114/115 Blauer Enzian, bis die Deutsche Bundesbahn der Traditionsnamen 2002 ersatzlos strich.

Diesen belebten die Österreichischen Bundesbahnen im Dezember 2017 neu, seitdem verkehrt der EC 112/113 Blauer Enzian mit österreichischem Rollmaterial von Frankfurt über Würzburg, München und Salzburg nach Klagenfurt.

Modelle

Spur H0

Bauart Betriebsnr. Farbe Hersteller Artikel-Nr. Bauzeit Strom / Dec. Länge Bemerkungen Bild
AB4üe-35/52
AB4üe-40/52
PwR4üe-35/52
10 405 Mü
10 404 Mü
10 403 Mü
10 402 Mü
10 401 Mü
Stahlblau Märklin 42615 nur 2014 WS DB, F Blauer Enzian (1954) Maerklin 42615 (c).jpg
A4üe-35/52
A4üe-40/52
WRPw4üe-35/52
10 405 Mü
10 404 Mü
10 403 Mü
10 402 Mü
10 401 Mü
Stahlblau Märklin 42610 mhi 2010 WS DB, F Blauer Enzian (1958) Maerklin 42610 (c).jpg

Siehe auch

Weblinks