Reitz-Modellbau

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Reitz-Modellbau war ein Kleinserienhersteller von Modelleisenbahnen.

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Inhaltsverzeichnis

Sortiment

Reitz war Spezialist für Modelle der Preußischen und Bayerischen Staatseisenbahnen in Nenngröße H0 und Nenngröße N.

Neben Fertigmodellen wurden auch Lokomotivbausätze, Umbausätze sowie Anlagenzubehör, Werkzeuge und Farben angeboten.

Geschichte

Gebhard Reitz war seit früher Kindheit Modellbahner, sein Vater arbeitete in den 1950er Jahren als Retuscheur für Märklin und arbeitete an Katalogen der Firma Märklin.

Als gebürtiger Münchener waren die bayrischen Nebenbahnen in Epoche 1-3 Themenschwerpunkt, was sich bis in seine Meisterjahre als Thema seiner modellbauerischen Tätigkeiten fortsetzte. Schwerpunkt war die Isartalbahn von München nach Bichl, die Gebhard Reitz aus seinen Jugendjahren vertraut war. Aus eigener Entwicklung stammten bayrische Flügelsignale und Vorsignale, außerdem zahlreiche Gebäude der Isartalbahn.

Gebhard Reitz schloss 1972 die Meisterprüfung zum Goldschmied ab. Nach der Prämierung seines H0-Modells der Bayerische Gt 2×4/4 begann er Mitte der 1970er Jahre für Hermann Merker (M+F) als Urmodellbauer. Das H0-Modell der Bayerische Gt 2×4/4 von Gebhard Reitz wurde in das Programm von Hermann Merker (M+F) übernommen.

Gebhard Reitz entwickelte das gesamte Bergwerkprogramm von M+F, ebenso den Umbausatz der Mecklenburgischen T 4 für ein Fahrgestell von Röwa. Dazu kamen Teile für den ET 87, die DR-Baureihe 98.11 und die Wehrmacht-Baureihe WR 360 C 14, außerdem die Gehäuse der Württembergischen T 5 und der 99 406 sowie den Tender |3 T 12}} in Nenngröße N.

1981 machte Gebhard Reitz sich mit seiner „Modellbahn Edelschmiede“ selbstständig, nachdem die Produktion von M+F 1980 nach England verkauft wurde. Die Namensgebung der „Modellbahn Edelschmiede“ geht auf Willy Kosak zurück, mit dem in den 1980er Jahren enge Verbindungen bestanden. Einen exzellenten Ruf erwarb sich Gebhard Reitz mit Modellen bayrischer und preußischer Modelle in Nenngröße H0 und Nenngröße N, sowie seinem Lebenswerk des Modells vom Anhalter Bahnhofs Berlin der späten 1920er Jahre. Die Zusammenarbeit mit dem Feinmechanikermeister Herman Teichmann mündete in den 1990er Jahren in der Kleinserienproduktion der preussischen T14.1 (BR93.5) mit Teichmann Wipplagerfahrwerk.

Als Goldschmiedemeister nahm Gebhard Reitz in seiner Berliner Zeit den Modellbauer Thomas Heyl als Lehrling an, der später Urmodellbauer für Micro Metakit wurde.

Ab Mitte der 1990er Jahre bis 2021 arbeitete Reitz in Bopfingen an seinem Lebenswerk des Anhalter Bahnhof Berlin. Die Arbeiten am Diorama Anhalter Bahnhof Berlin nahmen 25 Jahre der Schaffenszeit von Gebhard Reitz ein. Im November 2021 verstarb Gebhard Reitz.


Anhalter Bahnhof Berlin

Das Lebenswerk von Gebhard Reitz, dass Modell vom Anhalter Bahnhof Berlin wurde 2026 nach Deutschland überführt. Das Diorama befand sich bis zur Überführung in Wien im Privatbesitz des Auftraggebers und war der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Auf der Intermodellbau 2026 wird die originalgetreue Nachbildung des Anhalter Bahnhofs der Öffentlichkeit zum ersten mal präsentiert.


ehemalige Anschrift

Reitz-Modellbau
Sonnenstraße 13
73441 Schlossberg

Telephon: +49 (0)7362 22 220
Telefax: +49 (0)7362 22 220

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