Dampflokomotive

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Dampflokomotive 18.201 der Deutschen Reichsbahn
Kastendampflokomotive mit Personenzug in den Strassen der Stadt Brühl (Rheinland) um 1900

Dampflokomotiven, kurz Dampfloks, waren die ersten selbstfahrenden, maschinell angetriebenen Schienenfahrzeuge, die Züge auf den Gleisen hinter sich herziehen konnten. Sie lösten Pferdebahnen ab. Vgl. die Namensbestandteile Dampfmaschine, Lokomobil und Lokomotive.

Die Maschine der Dampflokomotiven, eine Dampfmaschine, besteht hauptsächlich aus Kolben, die vom Dampf, im Dampfkessel produziert, die die Achsen antreiben. Der Dampf wird aus Wasser durch die Verbrennung von Holz, Öl oder Kohlen erzeugt. Dann aus einer Kolbendampfmaschine, die die Wärmeenergie des Dampfes durch Ausdehnung und Bewegung eines Kolbens in mechanische Bewegungsenergie umwandelt. Überhitzer zur Effizienzsteigerung wurden erstmals um 1890 ausgeführt und etablierten sich rasch auch in Dampflokomotiven. Die Kolbendampfmaschine hat in der Regel zwei parallel arbeitende nachgeordnete Zylinder, die durch ihre abwechselnde Bewegungsrichtung für einen kontinuierlichen Vortrieb auf die Radachsen und den Rahmen sorgen.

Über Kuppelstangen wird die Energie an die mit Zahnrädern verbundenen Kuppelradsätze weitergeleitet. Oft laufen zusätzliche antriebslose Laufradsätze unter dem Rahmen mit, um die darauf verteilte Last der Maschinen zu tragen. Die Fahrgestelle mit Rahmen und Führerstand zur Bedienung der Maschine sind in der Anfangszeit der Eisenbahn bald überdacht worden, um witterungsunabhängig zu fahren. Zur Bedienung wurde in der Regel ein Maschinist und ein Heizer eingesetzt.

Die für eine längere Fahrt erforderlichen Brennstoff- und Wasservorräte werden entweder in der Lokomotive selbst (Tenderlokomotive) oder in einem fest mit dieser gekuppelten Anhänger, dem Tender, mitgeführt (Schlepptenderlokomotive). An Bahnhöfen müssen diese Vorräte leicht ergänzt werden können. Die Reste der verbrannten Heizstoffe, die Schlacke, ist zu entsorgen.


Je nach Bauart werden bei Dampflokomotiven ihre technischen Varianten anhand ihres äußerlichen Aufbaus unterschieden. Die Lage des in Fahrtrichtung liegenden Langkessels in Bezug zu Treib- und Laufrädern und deren Achsenzahl sind wichtige Merkgrößen. Die Achsen sind zur besseren Kurvengängigkeit meistens auf zwei Drehgestelle verteilt.


Baureihen von Dampflokomotiven der deutschen Reichsbahn, bzw. Bundesbahn, bzw. früher der Länderbahnen – sind z. B. BR 01 bis BR 19 oder 58 (aufgelistet in der Kategorie der Baureihen)

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Eine andere Unterteilung folgt dem betriebl. Einsatzzweck: Schnellzug-, Personenzug-, (schwere) Güterzug-, Tender-, Schmalspurlokomotiven


Die Bedeutung der wichtigsten Kennzahlen einer Dampflok

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Baureihe und Nummerierung:
Baujahr
Hersteller (besonders bei Einheitslokomotivens)
Letzte Hauptuntersuchung
Ausmusterung
Länge über Puffer: ülicherweise in mm (also pro Meter Länge 1.000 mm )
Dienstmasse: üblicherweise in t
Reibungsmasse: üblicherweise in t
Radsatzfahrmasse: üblicherweise in t
Indizierte Leistung: üblicherweise in kW, früher in PSi
Zylinder-Durchmesser: üblicherweise in mm
Kessel-Überdruck: üblicherweise in Bar
Rostfläche: üblicherweise in m²
[[Überhitzer]-Fläche: üblicherweise in m²
Verdampfungsheizfläche: üblicherweise in m²

Weblinks

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Fotoarchive

Siehe auch