Doppelstockgliederzug

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Inhaltsverzeichnis

Vorbild

Die ersten Doppelstockzüge wurden in den 1930er Jahren entwickelt. Die ersten dieser Züge wurden in Deutschland von der privaten Lübeck-Büchener Eisenbahn in Dienst gestellt und dann nach dem zweiten Weltkrieg von der Deutschen Bundesbahn weiter genutzt. Die Doppelstockzüge der Lübeck-Büchener Eisenbahn waren wendezugfähig und wurden von speziellen Stromlinendampflokomotiven gezogen, bzw. geschoben. Ähnliche Entwicklungen gab es auch im Ausland wie beispielsweise der französische Voiture à étage État.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Bau von Doppelstockzügen durch die Deutsche Reichsbahn der DDR wieder aufgenommen. Dabei sind verschiedene Bauarten entstanden, die teilweise auch wendezugfähig waren.

Zunächst wurden die DB7 (später DBz) und die vierteiligen DB13 (später DBv) entwickelt. Wobei beide Varianten die gleichen Endwagen benutzten und die vierteiligen Zügen noch zwei weitere Mittelwagen hatten. Diese Variante hatte dreiachsige Jakobsdrehgestelle.

Danach folgten fünfteilige Gliederzüge DGB[e] mit hochliegenden Übergängen, die ursprünglich für den Fernverkehr konzipiert waren und dazu durch doppelstöckige Buffet-Wagen und hohe Gepäckwagen ergänzt werden konnten. Die Kupplung dieser Wagen erfolgte durch spezielle kurze Kuppelwagen, an die die Passagierteile eingehängt waren. Die Einstiege befanden sich auch an diesen Kuppelwagen.

In den 60er Jahren erfolgte eine Überarbeitung der ersten Serien der Doppelstockgliederzüge und die Wagen wurden nach dem Leichtbauprinzip gebaut. Ab 1970 wurden dann fünfteilige Gliederzüge Bauart 1971 entwickelt, die sie sehr an den ersten DGB[e] orientierten. Diese Gliederzüge sind später auch verkürzt zum Einsatz gekommen.

Ab Mitte der 70er Jahre wurden dann neue Doppelstockwagen (DBmue und DBmqe) für die Deutsche Reichsbahn gebaut, die dann die Gliederzüge allmählich ablösten.

Verbleib

Von den Doppelstockgliederzügen ist wohl nichts erhalten geblieben. Die ältere Bauart DGB12 mußte schon in den 80er Jahren wegen fortgeschrittener Korrosion den Dienst quittieren, die später für den Berufsverkehr beschafften Bauarten konnten bald nach der Wende von den nun ausreichend vorhandenen Einzelwagen ersetzt werden. Nur wenige Doppelstockeinheiten der Deutschen Reichsbahn der DDR sind heute noch museal erhalten. Selbst sicher abgestellt geglaubte Fahrzeuge sind inzwischen z. T. dem Wandalismus zum Opfer gefallen. Einige Züge der Lübeck-Büchener Eisenbahn sind ebenfalls als Museumsstücke zu sehen.

Die ursprünglich für die Deutsche Reichsbahn der DDR gebauten Doppelstockeinzelwagen sind heute noch umgebaut bei der Deutschen Bahn AG im Dienst.

Spur H0

Gliederzüge der Deutschen Reichsbahn der DDR

Typ Betriebsnr. Farbe Hersteller Artikel-Nr. Bauzeit Strom/Dec. Bemerkungen Bild
DBx 50 50 26-15 457-1 / 458-9 grün Rivarossi 4128 2013 GS DR (DDR) DBx 50 50 26-15 457-1 50 50 26-15 458-9 DR HRivarossi 4128.jpg
DBve 50 50 26-12 057-4 / 058-2 / 059-0 / 060-8 grün Rivarossi 4166 2013 GS DR (DDR) DBve DR 50 50 26-12 060-8 059-0 058-2 057-4 HRivarossi 4166.jpg
DGBgqe 50 50 26-11 681-2 / 682-0 / 683-8 / 684-6 / 685-3 grün Piko 53120 2011 GS DR (DDR) DGBgqe DR 50 50 26-11 681-2 682-0 683-8 684-6 685-3 Piko 53120.jpg


Spur N

Gliederzüge der Deutschen Reichsbahn der DDR

Typ Betriebsnr. Farbe Hersteller Artikel-Nr. Bauzeit Strom/Dec. Bemerkungen Bild
DBv7 50 50 26-14 336-0 und ...335-9 grün Piko DDR 5/4137-01 1967-86 GS DR DDR DSCN5194.JPG
DBv13 50 50 26-14 336-0 (2x Endwagen) und ... 335-2 (2x Mittelwagen) grün Piko DDR 5/4136-01 1967-86 GS DR DDR DSCN5195.JPG DSCN5196.JPG
DBv13 50 50 26-12 060-8; ...059-0; ...058-2; ...057-4 grün Minitrix 15882 2011 GS DR DDR DSCN5198.JPG DSCN5197.JPG

Weblinks