Gattungszeichen für Güterwagen (Deutsche Bundesbahn)

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Inhaltsverzeichnis

Vorbild

Die Gattungszeichen für Güterzugwagen der Deutschen Bundesbahn (DB) basierten auf den jeweiligen Gattungszeichen der Deutschen Reichsbahn.

Gruppenzeichen 1952

(ex Hauptgattungszeichen)

Gruppe Wagenart Achsen Lademasse Bemerkungen
BT Behälter-Tragwagen 2 18 t drei abnehmbare Großbehälter
G Gedeckter Güterwagen 2 bis 3 15 t Flachdach oder Tonnendach
GG Gedeckter Güterwagen 4 ≥ 30 t Tonnendach
H (Holz-)Drehschemelwagen 2 15 t Eisenrungen
K Klappdeckelwagen 2 15 t auch kippfähige Schiebedachwagen
KK Klappdeckelwagen 4 ≥ 30 t
O Offener Güterwagen 2 15 t kippfähig, Seitenwände ≥ 80 cm
OO Offener Güterwagen 4 ≥ 30 t nicht kippfähig
R Rungenwagen 2 15 t Stirn-/Seitenwände ausheb-/umklappbar, Ladelänge ≥ 9,9 m
S Schienenwagen 2 15 t Eisenrungen, Stirnwände < 40 cm aushebbar, Ladelänge 13 m
SS Schienenwagen mind. 4 35 t Eisenrungen, Ladelänge 15 m
T Kühlwagen 2 bis 3 15 t Thermowagen“
TT Kühlwagen 4 ≥ 30 t Thermowagen“
V Verschlagwagen 2 15 t Lattenwände
X Arbeitswagen 2 15 t Seitenwände < 80 cm
XX Arbeitswagen 4 ≥ 25 t Seitenwände < 80 cm

Nebenzeichen 1952

(ex Nebengattungszeichen)

Nebenzeichen Gruppen Bedeutung
a SS Bremserbühne/Geländer umklappbar
b G, R, T Fährbootwagen
c O hölzerne Wände 130 ~ 190 cm (nicht m, mm)
e allgemein Leitung für elektrische Heizung
f T nur Fische
X, XX Flachwagen (ohne Bordwände)
g G Selbstentladung durch Bodenklappe
T nur Gefriergut
V drei Zwischenböden („Gänsewagen“)
gg T nur Trockeneis / Gefriergut
h alle Dampfheizleitung
hh G, GG, T Dampfheizleitung/-heizung
k K kranbar (mit Kran be-/entladbar)
T, TT kleiner Isolierwert, kein Gefriergut
O Kübelwagen (2 oder 3 abnehmbare Kübel)
OO Kübelwagen (4 oder 5 abnehmbare Kübel)
S Ladelänge < 13 m („kurz“)
SS Ladelänge < 15 m („kurz“)
l G Tonnendach, Ladefläche ≥ 26 m („lang“)
O Ladelänge ≥ 10 m („lang“)
SS Ladelänge ≥ 18 m („lang“, nicht yl)
X Ladelänge ≥ 8 m („lang“)
ll G Wageneinheiten für Leichte Eilgüterzüge (Leig-Wagen)
m G, K, O, R, S, X Ladegmasse 20 t („mehr“)
SS Lademasse > 35 t („mehr“)
mm G, K, O, R, X Ladegewicht > 20 t („mehr“)
n T nicht für Gefriergut
o T, TT ohne Fleischhaken
R ohne Rungen (vorübergehend)
X, XX feste Seitenwände > 40 cm
p O nicht kippfähig
r G, K, V, O, R, S, T Umsetzwagen für russische Breitspur
s BT, G, GG, K, R, T, TT Höchstgeschwindigkeit 100 km/h (vorübergehend)
t G, GG Stirnwandtüren
KK Selbstentladung, Trichter-/Sattelwagen
O Selbstentladung durch Bodenklappen, geneigte Bodenflächen („Eselsrücken“), z. T. Trichterwagen, nicht kippfähig
OO Selbstentladung durch Bodenklappen oder geneigte Bodenflächen (Eselsrücken) und Seitenklappen
X Bodenklappen, z. T. Trichterwagen, umklappbare Seitenwände, aushebbare Stirnwände
S Tiefladewagen, Ladelänge ohne Kennzeichnung
S, SS Tiefladewagen, Ladelänge/-masse ohne Kennzeichnung
trieb GG Gütertriebwagen
v G, GG Verschlagwagen mit Begleiterabteil
T elektrische Ventilatoren
O hölzerne Wände > 190 cm
w G, H, O, S, T, V, X Lademasse < 15 t („weniger“)
GG, OO Lademasse < 30 t („weniger“)
SS Lademasse < 35 t („weniger“)
y SS Schwerlastwagen (schließt „a“ und „r“ ein), Lademasse 50 t, Ladebreite ≥ 2,83 m, Ladelänge 8,8 m bzw. 9,5 m
yl SS Schwerlastwagen (schließt „a“ und „r“ ein), Lademasse 50 t, Ladebreite ≥ 2,83 m, Ladelänge > 8,8 m bzw. 9,5 m
ym SS Schwerlastwagen (schließt „a“ und „r“ ein), Lademasse 80 t, Ladelänge 11,2 m bzw. 11,9 m
z OO Erzwagen

Bauartnummern

01 ~ 08
Länderbahnbauarten (Hauptmaße sind komplett unterschiedlich)
10 ~ 16
Verbandsbauarten (Hauptmaße sind innerhalb der Gattungen einheitlich)
20 ~ 29
Austauschbauarten (genormte / austauschbare Teile)
30 ~ 38, 40 ~ 48
geschweißte Bauarten (alle Teile durch Schweißung verbunden)
50 ~ 99
Neubauwagen ab 1951 (ebenfalls verschweißt)
09, 17 ~ 19, 39, 49
fremde Bauarten (Hauptmaße sind unterschiedlich)

Sonderbauarten

Die so genannten „Wagen der Sonderbauart“ hatten keine spezifischen Nummern, zu ihnen gehörten:

Trivia

Das Nebengattungszeichen „y“ für Schwerlastwagen – insbesondere zum Transport von Panzern konstruiert –wurde vermutlich aus dem gleichen Grund gewählt, aus dem die Bundeswehr das Kfz-Kennzeichen „Y“ erhielt: es war frei und konnte auch nicht sinnvoll anders verwendet werden.

Weblinks


Dieser Artikel basiert (zumindest teilweise) auf dem Abschnitt Hauptgattungszeichen für Güterwagen des Artikels Gattungszeichen deutscher Eisenbahnwagen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia, teilweise können Textpassagen übernommen worden sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Bitte fügt detaillierte Infos zu den Vorbildern entsprechend in der Wikipedia hinzu, so dass wir uns hier auf die Modellbauaspekte konzentrieren können.