Steuerung der Modelleisenbahn

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Der Artikel über die Steuerung der Modelleisenbahn behandelt verschiedene Aspekte, wie eine Modelleisenbahn vorbildgerecht betrieben werden kann.

Hierzu gehört die Stromversorgung und damit die Geschwindigkeits- und Funktionsregelung der Schienenfahrzeuge, die Fahrstraßenschaltung und deren Sicherung des Betriebs mit Signalen.

Inhaltsverzeichnis

Elektrische Modelleisenbahn

Bei Echtdampfmodellen wurde die Richtung und die Geschwindigkeit des Fahrzeugs durch Ventile und Stellschrauben direkt am Triebfahrzeug geregelt. Bald nach Einführung des Modellbaus wurde in der Modellbahn der Elektromotor eingeführt. Mit ihm konnten für immer kleinere Modellbahnmaßstäbe leistungsfähige Motoren entwickelt werden. Mit 2 gegeneinander isolierten Schienen waren die Stromkreise aufgebaut. Einen Stromkreis kann man mit einer Batterie aufbauen. Da aber Batterien leer werden und wieder aufgeladen werden müssen, haben sie sich nur bei kleinem Leistungsverbrauch durchgesetzt. Mit einem zweipoligen Umschalter konnte man die Fahrspannung und damit die Fahrtrichtung umschalten.

Analoge Stromkreise

Der Nachteil eines Stromkreises ist der, dass immer nur ein Verbraucher, also eine Lokomotive, geregelt werden kann. Stellt man zwei Lokomotiven (Verbraucher) auf das Gleis, fahren sie im schlimmsten Fall auf einander los. Nur bei Gleichstrom oder Batterie. Diese Bauart wurde von England und den USA von Anfang an von den Modellbauern gewählt.

In Deutschland wurde mit Wechselspannung gefahren. Da fahren die Lokomotiven nur in eine Richtung. Jetzt mußte in die Lokomotive ein Richtungsschalter eingebaut werden. Dazu wurde einen Moment die Spannung erhöht. Der berühmte Bocksprung war geboren.

Digitaler Stromkreis

Bei einer Digitalsteuerung liegt am Gleis zunächst eine konstante Versorgungsspannung an, die von digitalen Steuersignalen überlagert wird. Ein Decoder in dem Schienenfahrzeug liest aus diesen Signalen Steuerbefehle aus, die für die Beeinflussung der Geschwindigkeit, der Fahrtrichtung und von Zusatzfunktionen wie Geräuscheffekten oder Licht genutzt werden können.

Jedes fernsteuerbare Fahrzeug wird durch eine Adresse identifiziert. Hierdurch ist eine unabhängige Steuerung von prinzipiell beliebig vielen Schienenfahrzeugen möglich, ohne dass Trennstellen im Gleis vorhanden sein müssen. Ebenso ist es auch denkbar, das Digital-Signal unabhängig von der Versorgungsspannung per Funk zu übertragen. Soweit die Theorie, wie sie auch bei einfachen Anlagen in der Praxis realisiert werden kann.

Mehr zu diesem Thema unter digitale Modellbahnsteuerung.

Fahrstraßenschaltung

Weichen

Auch bei einer Modellbahn kann man auf den Gleisen nur geradeaus fahren. Soll von einer Strecke auf eine Nebenstrecke abgezweigt werden, benötigt es Weichen. Montieren wir mehrere Weichen hintereinander, haben wir unser erstes Problem. Wir konnen nicht ihre Lage erkennen, die Richtung der Weichenzunge. Auch bei einer unsichtbaren Streckenführung können wir die Weichenlage nicht erkennen. Die Weichenlagenmeldung ist also ein wichtiger Bestandteil einer Fahrstraßenschaltung.

Mechanische Umschaltung

Ein mechanischer Umschalter an den Weichen stellt diese. Die Mechanik kann dabei auch unterflur an den Rand der Modellbahn geführt werden, was hin und wieder bei Dioramen zu finden ist. Auch Motorische Antriebe sind möglich.

Analoge Modellbahn

Die Weichen und Signale werden mit elektrischen Antrieben ausgestattet, die die mechanischen Umschalter bedienen. Im Modellbau sind Doppelspulenantriebe mit Endabschaltung handelsüblich. Die Ansteuerung der Antriebe erfolgt über Stromimpulse. Ausgelöst werden diese Impulse von Tastern, die beispielsweise in ein Gleisbildstellwerk (hier eine Bauanleitung) eingebaut sein können. Nachteil dieser Lösung ist ein extrem hoher Verkabelungsaufwand, da jeder Antrieb, bei Weichen mit 2 Kabeln, angeschlossen werden muss.

Digitalsteuerung

Hier übernimmt die Aufgabe des Tasters ein so genannter Weichendekoder, der ähnlich wie die Schienenfahrzeuge durch eine Adresse identifiziert wird. Da der Dekoder nur 2 oder 4 Stromzuleitungen braucht (für das Digital-Signal, das gleichzeitig Versorgungsspannung sein kann) wird hiermit der Verkabelungsaufwand in aller Regel deutlich gesenkt.

Weblinks


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Steuerung der Modelleisenbahn aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

(In der Fassung vom Sept. 2005)