Preußische S 9

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Modellbauwiki-Begriffsklärung.png Dieser Artikel beschreibt die Serienlokomotiven der Gattung S 9, für die Versuchslokomotiven siehe Preußische Altona 561 und 562.

Inhaltsverzeichnis

Vorbild

Die Gattung S 9 der Königlich Preußischen Staatseisenbahnen (K.P.St.E.) waren Schlepptenderlokomotiven mit Achsfolge 2'B1' für den Schnellzugdienst, wobei die ungerade Gattungsnummer „9“ auf Nassdampflokomotiven hinweist.

Ab 1908 lieferte Hanomag insgesamt 99 Vierzylinder-Verbunddampfmaschinen. Mit 4 m² hatten sie die größte Rostfläche aller preußischen Dampflokomotiven, die erzeugte Dampfmenge war jedoch größer, als die Hochdruckzylinder verarbeiten konnten, daher lag ihre Leistung kaum über der der wesentlich kleineren Heißdampflokomotive S 6.

S 8

Zwei S 9er wurden 1913 bzw. 1914 mit Heißdampfkesseln und einer um 25% vergrößterten Verdampfungsheizfläche ausgerüstet. Gemäß des preußischen Bezeichnungssystem erhielten sie als Heißdampflokomotiven eine gerade Gattungsnummer und wurden nunmehr als Gattung S 8 bezeichnet.

Verbleib

Die Deutschen Reichsbahn (DR) übernahm 1925 nur noch drei Maschinen als Baureihe 14 und musterte sie bereits 1926 aus.

17 Exemplare gingen nach dem Ersten Weltkrieg als Reihe 69 an die Société nationale des chemins de fer belges (SNCB), diese ließ sie auf Heißdampf umbauen und musterte sie erst nach dem Zweiten Weltkrieg 1948 aus.

Weitere vier Stück kamen zur Société nationale des chemins de fer français (SNCF).

Betriebsnummern

  • S 9 Hannover 903, 905
    ab 1913/4: S 8 Hannover 903, 905
    ab 1925: DR 14 001, 002
  • S 9 Essen 907
    ab 1925: DR 14 031
  • … ab 1919:
    • SNCB 6901 – 6917
    • SNCF ? – ? (4 Exemplare)

Siehe auch

Weblinks

Der Abschnitt Vorbild basiert (zumindest teilweise) auf dem Artikel Preußische S 9 aus der freien Enzyklopädie Wikipedia, teilweise können Textpassagen übernommen worden sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Bitte fügt detaillierte Infos zu den Vorbildern entsprechend in der Wikipedia hinzu, so dass wir uns hier auf die Modellbauaspekte konzentrieren können.


Modelle

Legende
GS
Gleichspannung, i.d.R. Zweischienen-Zweileiter-System
GS/3L
Gleichspannung, Dreischienen-Dreileiter-System (Trix Express)
WS
Wechselspannung, Dreischienen-Zweileiter-System (Märklin)

3pol
Motor mit drei Rotor-Ankern (Standard)
5pol
Motor mit fünf Rotor-Ankern, z. B. 5-Sterne-Motor bzw. Hochleistungs-Motor (Märklin)
GA
Glockenanker-Motor
Csin
C-Sinus-Motor (Märklin)
Cdsin
Compactdrive-Sinus-Motor (Märklin)
Sdsin
Softdrive-Sinus-Motor (Märklin)

LSS
Lötschnittstelle, Lötkontakte
DSS
Digitalschnittstelle, Steckkontakte
#pol
Anzahl der Schnittstellenkontakte
NEM
normierte Schnittstelle:

dig.
nicht näher spezifizierter Digitaldecoder
sound
nicht näher spezifizierter Sounddecoder
MM (auch „MM1“ genannt)
Decoder für Märklin-Motorola Digitalsystem („Mäuseklavier“, ab 1984)
Delta
(abgespeckter) Decoder für Märklin-Motorola Digitalsystem (ab 1992)
fx (auch „MM2“ genannt)
Decoder für Märklin-Motorola Digitalsystem (fernprogrammierbar, ab ca. 1999)
mfx
Decoder für Märklin Systems (ab 2004)
mfx+
Decoder für Märklin Systems „Spielewelt“ (ab 2013)
e.m.s
Empfängerbaustein für Trix e.m.s (elektronische Mehrzug-Steuerung, ab 1973)
Sx
Decoder für Selectrix (ab 1983)
FMZ
Decoder für Fleischmann Mehrzugsteuerung (ab 1986)
TWIN
Decoder für Fleischmann TWIN (= FMZ + DCC)
DCC
Decoder für Digital Command Control (ab 1989)
RailCom
Erweiterung für DCC (Fahrzeugerkennung, siehe Railcom, ab 2007)
RailComPlus
Erweiterung für DCC (Fahrzeuganmeldung, siehe Railcom, ab 2011)

D&H
Doehler & Haass, Multiprotokolldecoder (DCC, MM, Sx) mit sound
LokPilot
ESU LokPilot, Multiprotokolldecoder ohne sound
LokSound
ESU LokSound, Multiprotokolldecoder mit sound
PSD
Piko SmartDecoder, Multiprotokolldecoder mit sound, zunächst nur sehr beschränkt mfx-fähig!
Laut Piko mit neuem update seit 2024 voll mfx-fähig … (ohne Gewähr)
ZimoMP
Zimo Multiprotokolldecoder mit sound

elU
elektronischer Umschalter
Simplex
Arnold Simplex-Kupplung
TELEX
Märklin TELEX-Kupplung
fernK
fernsteuerbare Kupplung
fernSA
fernsteuerbare Stromabnehmer

Nenngröße H0

Betriebs-Nr. Farbe Her­steller Artikel-Nr. Bauzeit Antrieb Bemer­kungen Bild
Epoche I
905 Hannover grün / schwarz / rot Westmodel 10036 1994– GS
WS
K.P.St.E. S9 905 West10036.jpg
908 Altona grün / schwarz / rot Brawa 40270
40271
40272
40273
2008– GS/DSS8pol.
WS/MM
GS/DCC/sound
WS/MM/sound
K.P.St.E. 40270 Brawa 908.jpg
912 Essen grün / schwarz / rot Brawa 40282
40283
40284
40285
2010 GS/DSS8pol.
WS/MM
GS/DCC/sound
WS/MM/sound
K.P.St.E. S9 912 Brawa40282.jpg
Epoche II
14 001 schwarz / rot Westmodel 10037 1990– GS
WS
DR 14 West10037.jpg
14 031 schwarz / rot Brawa 40274
40275
40276
40277
2009– GS/DSS8pol.
WS/MM
GS/DCC/sound
WS/MM/sound
DR 14 031 Brawa40274.jpg
14 031 schwarz / rot Westmodel 10037 1990– GS
WS
DR

Nenngröße N

Betriebs-Nr. Farbe Her­steller Artikel-Nr. Bauzeit Antrieb Bemer­kungen Bild
Epoche II
14 002 schwarz / rot Willamowski 145  ? GS DR
14 031 schwarz / rot Intermodel 16014 (1998?) GS DR