Rheinpfeil

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Rhein-Pfeil bzw. Rheinpfeil war der Name verschiedener Fernschnellzüge der Deutschen Bundesbahn (DB), die auf verschiedenen Relationen durch das Rheintal verkehrten.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

F Rhein-Pfeil

1952 führte die Deutsche Bundesbahn ein doppeltes Paar von Fernschnellzügen mit dem gemeinsamen Namen Rhein-Pfeil ein. Das Zugpaar F 9/10 verkehrte von Hoek van Holland über Venlo, Köln, Mainz und Mannheim nach Basel, das zweite Zugpaar F 21/22 von Dortmund über Köln, Mainz, Frankfurt und Würzburg nach München, teilweise weiter nach Innsbruck. Auf der Fahrt durch das Mittelrheintal zwischen Köln und Mainz fuhren beide Züge gekuppelt.

Schon ein Jahr später wurden diese F-Züge in Rheingold-Express umbenannt, ein weiteres Jahr später dann in Rheingold.

F Rheinpfeil

Nachdem die beiden Rheingold-Zugpaare ab 1955 bereits nicht mehr vereinigt gefahren waren, bekam der F 21/22 dann 1958 einen eigenen Namen: Rheinpfeil – nunmehr zusammengeschrieben – und bediente weiterhin die Relation von Dortmund über Köln, Mainz, Frankfurt und Würzburg nach München.

1962 wurde auf der Basis der 1. Serie Schnellzugwagen und der 2.Serie Schnellzugwagen eine Serie von komfortablen Schnellzugwagen ausschließlich der ersten Klasse entworfen für Rheinpfeil und Rheingold entwickelt. Dabei handelte es sich um klimatisierte Abteilwagen Avmh-62 (Avmz111) mit nur neun Abteilen und Großraumwagen Apmh-62 (Apmz121) mit 48 Plätzen. In jeder Zuggarnitur befand sich zudem je ein Aussichtswagen AD4üm-62 (ADmh101) sowie ein „Buckelspeisewagen“ WR4üm-62 (WRmh131), bei dem sich Küche und Spülküche voneinander getrennt auf zwei Ebenen befanden. Die korbbogenförmigen Dachenden entsprachen den UIC-X-Wagen. Wie schon die Schürzenwagen besitzen diese Wagen seitliche Schürzen zum Schutz der Geräte unter dem Wagenboden.

Zur Hervorhebung der exklusiv mit diesen neuen Wagen ausgestatteten F-Züge „Rheingold“ und „Rheinpfeil“ erhielten diese samt der Schnellfahr-Lokomotiven der Baureihe E 10.12 eine kobaltblau/beige Lackierung. Sie waren 1962 mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 160 km/h die schnellsten Züge der Deutschen Bundesbahn.

Als einer der ganz wenigen F-Züge überhaupt tauschte der Rheinpfeil ab 1963 Kurswagen mit dem F-Zug Rheingold (Amsterdam–Basel) aus. Der Tausch der Kurswagen wurde im Duisburger Hauptbahnhof vorgenommen.

TEE Rheinpfeil

1954 hatten die Nederlandse Spoorwegen (NS), die Société Nationale des Chemins de Fer Belges/Nationale Maatschappij der Belgische Spoorwegen (SNCB/NMBS), die Société Nationale des Chemins de Fer Luxembourgeois (CFL), die Société Nationale des Chemins de Fer Français (SNCF), die Ferrovie dello Stato (FS), die Deutsche Bundesbahn (DB) und die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) die Trans-Europ-Express-Kommission in Den Haag gegründet und ab 1957 Dieseltriebzüge als internationale Fernschnellzüge unter der Bezeichnung Trans-Europ-Express eingesetzt.

1965 wurden Rheinpfeil und Rheingold zum TEE aufgewertet und erhielten die übliche weinrot/beige TEE-Farbgebung. Sie waren damit die ersten lokomotivbespannten TEE mit regulären Reisezugwagen an Stelle von Dieseltriebzügen. Während der TEE 9/10 Rheingold sogar noch bis Genf verlängert wurde, verkehrte der TEE 21/22 Rheinpfeil von Dortmund über Duisburg, Köln, Mainz und nunmehr Mannheim und Stuttgart weiterhin nach München und war damit ein rein nationaler TEE.

Für Rheinpfeil und Rheingold wurden weitere Wagen erster Klasse beschafft, unter anderem Barwagen ARD4üm-64 (ARDmh105) und eingeschossige Speisewagen WR4üm-64 (WRmh132, die auf 27,5 Meter verlängert wurden. Diese hatten schon ab Werk einheitlich die weinrot/beige TEE-Farbgebung und ab 1967 (Bauart „Helvetia“) gerade abfallende Dachenden („Steildach“).

IC Rheinpfeil

1971 richtete die Deutsche Bundesbahn ihr zunächst rein erstklassiges zweistündiges Intercity-System ein und integrierte den ehemaligen rein nationalen TEE als IC 106/107 Rheinpfeil. Dieser verkehrte nun mit den Schnellfahr-Lokomotiven der Baureihe 103 bereits ab Hannover über Dortmund, Duisburg, Köln, Mainz und wieder über Frankfurt und Würzburg nach München.

Mit der Erweiterung des Intercity-Systems 1979 unter dem Motto „Jede Stunde, jede Klasse“ kam es zur nächsten Änderung, der IC 108/109 Rheinpfeil fuhr nunmehr zweiklassig in purpurrot/elfenbein und ozeanblau/elfenbein von Hannover über Dortmund, Duisburg, Köln, Mainz und Mannheim nach Basel, teilweise verlängert nach Zürich oder Genf.

EC Rheinpfeil

Zum Fahrplanwechsel am 30. Mai 1987 stellte die Deutsche Bundesbahn wie auch die meisten anderen an der Trans-Europ-Express-Kommission beteiligten Bahngesellschaften auf Grund von Auslastungsproblemen ihr TEE-Angebot ein. An seine Stelle trat der EuroCity, der von allen Bahngesellschaften der damaligen Europäischen Gemeinschaft, den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) gemeinsam ins Leben gerufen wurde.

Der EC 8/9 Rheinpfeil begann wieder in Hannover und wurde über Dortmund, Duisburg, Köln, Mainz, Mannheim und Basel nach Chur verlängert. Mit dem Fahrplanwechsel am 2. Juni 1991 entfiel der Name Rheinpfeil ersatzlos.

Modelle

Spur H0

Bauart Betriebsnr. Farbe Hersteller Artikel-Nr. Bauzeit Strom / Dec. Länge Bemerkungen Bild
E 10.12 E 10 1309 weinrot/beige Märklin 37014 nur 2013 WS/mfx DB, TEE Rheinpfeil (1967) Maerklin 37014 (c).jpg
TEE-Wagen diverse kobaltblau/beige
weinrot/beige
Märklin 43857 nur 2013 WS 282 mm DB, TEE Rheinpfeil (1967) Maerklin 43857 (c).jpg
112
TEE-Wagen
112 310-8
diverse
weinrot/beige Märklin 26540 nur 2007 WS/mfx 282 mm (Wagen) DB, TEE Rheinpfeil (1971) Maerklin 26540 (c).jpg
Avümh111 61 80 19-80 024-1 weinrot/beige Märklin 43855 nur 2007 WS, Schlusslicht 282 mm (Wagen) DB, TEE Rheinpfeil (1971) Maerklin 43855 (c).jpg
Apümz121 61 80 18-70 005-4 weinrot/beige Märklin 43865 nur 2007 WS 282 mm (Wagen) DB, TEE Rheinpfeil (1971) Maerklin 43865 (c).jpg

Spur Z

Bauart Betriebsnr. Farbe Hersteller Artikel-Nr. Bauzeit Strom / Dec. Bemerkungen Bild
E 10.12
TEE-Wagen
E 10 1308
diverse
kobaltblau/beige
weinrot/beige
Märklin 81439 nur 2008 GS DB, TEE Rheinpfeil (1967) Maerklin 81439 (c).jpg

Siehe auch

Weblinks