Schnell- und Eilzugwagen (Deutschland)

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Hier entsteht eine Übersicht aller (Durchgangs-)Schnell- und Eilzugwagen der nationalen deutschen Eisenbahnengesellschaften der Epochen I bis V.

Derzeit fehlen noch:

  • die Umbauwagen der Deutschen Bundesbahn,
  • die Modernisierungswagen der Deutschen Reichsbahn (DDR),
  • die Reko-Wagen der Deutschen Reichsbahn (DDR),
  • die Doppelstockwagen der Deutschen Reichsbahn (DDR),
  • die Doppelstockwagen der Deutschen Bahn AG für den Regionalverkehr,
  • die Doppelstockwagen der Deutschen Bahn AG für den Intercityverkehr ("IC2"),
  • nähere Informationen zu den modernisierten Intercitywagen der Deutschen Bahn AG ("ICmod").

Obwohl Schnell- und Eilzugwagen speziell für den jeweiligen Zweck beschafft wurden, so kam es immer wieder zu Vermischungen zwischen den Wagentypen. Teilweise kamen wegen Materialmangels neubeschaffte Eilzugwagen auch in den (leichten) Schnellzugeinsatz, anders herum wurden veraltete Schnellzugwagen immer wieder gerne für Eilzüge oder sogar Nahverkehrszüge abgestellt.

Inhaltsverzeichnis

Länderbahnwagen

Bayerischer Schnellzugwagen

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Bayerischer Schnellzugwagen

Die Schnellzugwagen der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen (K.Bay.Sts.B.) wurden ab 1905 beschafft. Sie bestanden aus einem Stahlunterbau mit Sprengwerk und Holzaufbauten.

Gattung spätere Gattungen Bemerkung
AB4ü bay 05 AB4ü-05
C4ü bay 05 B4ü-05
C4ü bay 08 B4ü-08
Pw4ü bay 05 Pw4ü-05
Pw4ü bay 09 Pw4ü-09

Preußischer Schnellzugwagen

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Preußischer Schnellzugwagen

Die Schnellzugwagen der Königlich Preußischen Staatseisenbahnen (K.P.St.E.) waren ab 1891 die ersten mit Seitengang und Übergangsmöglichkeit zwischen den Wagen. Der Bau erfolgte in Holzbauweise mit einem Sprengwerk unter dem Wagenboden. Die genieteten Wagen ab 1903 kamen dann ohne Sprengwerk aus.

Gattung spätere Gattungen Bemerkung
BC4ü pr 09 BC4ü-09
C4ü pr 08 C4ü-08
Pw4ü pr 04 Pw4ü-04
WLAB4ü pr 01 WLAB4ü-01
WR4ü-04 pr 11 WR4ü-04/11

Ab 1915 folgte dann die so genannte „Eiserne Bauart“.

Gattung spätere Gattungen Bemerkung
A4ü pr 15 A4ü-15
B4ü pr 15 B4ü-15
B4ükw pr 15 B4ükw-15
Pw4ü pr 16 Pw4ü-16

Sächsischer Schnellzugwagen

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Sächsischer Schnellzugwagen

Die Schnellzugwagen der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen (K.Sächs.Sts.E.B.) ... äh ... gab's auch :-}

Gattung spätere Gattungen Bemerkung
ABBü sa
ABCCü sa

Württemberger Schnellzugwagen

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Württemberger Schnellzugwagen

Die Schnellzugwagen der Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen (K.W.St.E.) wurden ab 1898 für den Schnellzugverkehr beschafft. Sie bestanden aus einem Stahlunterbau mit Sprengwerk und Holzaufbauten.

Gattung spätere Gattungen Bemerkung
BCCi BC4i Wü 00 Doppelfenster
CCi C4i Wü 99 Doppelfenster
 ? C4i Wü 01 große Fenster
C4 C4id Wü 98/99 Doppelfenster
Post4 Post4-b/15
Pwi Pwi Wü 09

Hechtwagen

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Schnellzugwagen (DR, Hecht)

Die so genannten „Hechtwagen“ wurden ab 1921 von der Deutschen Reichsbahn gebaut und ab Anfang der 1950er Jahre von der Deutschen Bundesbahn in die „Verwendungsgruppe 23“ einsortiert.

Teilstahlbauweise

Die Bauarten 21 bis 24 bestanden bereits größtenteils aus Stahl, hatten aber im Bereich der Abteile mit Segeltuch bespannte Holzplankendächer. Alle Sitzwagen hatten eine einheitliche Länge von 20,61 Metern, während die Gepäckwagen nur 18,84 Meter lange waren.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
A4ü-23 1925 6 für Hapag-Lloyd
AB4ü-23 1924 bis 1925 → ... → Bü(e)346 31
AB4ü-23a 1924 bis 1925 → ... → Bü(e)347 64
AB4ü-23b 1923 7
AB4ü-? 1925 2 für die LBE
ABC4ü-? 4 für die Saarbahnen
B4ü-22 1923 bis 1924 15 für Hapag-Lloyd
C4ü-21 1922 bis 1923 32
C4ü-21a 1924 1 (P)
C4ü-22 1923 bis 1924 → B4ü-22 → Bü(e)342 25
C4ü-22a 1923 → B4ü-22a → Bü(e)344 20
4 für die Saarbahnen
C4ü-23 1923 bis 1924 13
C4ü-? 1924 und 1925 5 und 4 für die LBE
Pw4ü-23 1923 10
1925 3 für die LBE
WLC4ü-21
WLC4ü-23
WLC4ü-23a
WLC4ü-24

Ganzstahlbauweise

Ab der Bauart 26 waren die Wagen komplett aus Stahl gefertigt. Alle Sitzwagen hatten eine einheitliche Länge von 21,72 Metern.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
A4ü-26 1926 bis 1927 → Aü(e)301 20 für Hapag-Lloyd
AB4ü-25 (P)
AB4ü-26 1927 → Bü(e)351 20
AB4ü-26a 1927 bis 1928 → Bü(e)353 10 Drehgestell Görlitz II schwer
C4ü-25 (P)
C4ü-26 1927 bis 1928 → B4ü-26 → Bü(e)350 92
C4ü-26a 1927 → B4ü-26a → Bü(e)352 8 Drehgestell Görlitz II schwer
Post4ü-b/20 1926 bis 1928 → ...

Einheitswagen

Um den Wagenpark einfacher warten zu können beschafte die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (DRG) Eil- und Schnellzugwagen in verschiedenen Einheitsbauarten.

genietete Schnellzugwagen

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Schnellzugwagen (DR, genietet)

Die ab 1928 von der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft auf Basis der Bauart 26 beschafften „genieteten Einheitswagen“ wurden Anfang der 1950er Jahre von der Deutschen Bundesbahn in die „Verwendungsgruppe 29“ einsortiert.

Alle Sitzwagen hatten eine einheitliche Länge von 21,72 Metern, alle Gepäckwagen waren 19,68 Meter lang. Am längsten waren die kombinierten Gepäck- und Postwagen mit 22,47 Metern.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
A4ü-30 1930 → Aüe307 20
AB4ü-28 1929 → A4ü-28 → Aüe302 / Büe356 236
ABC4ü-29 1929 → AB4ü-29/53 → ABüe321 128
1952 → ABR4üe-29/52 → AR4üe-29/52 → ... 3 umgebaut
ABC4ü-29a → ... →
ABC4ü-33 → ... → AB4üe325 50
1952 → ABR4üe-33/52 → BR4üe-33/52 → ... 4 umgebaut
B4ü-29 → ... → Bü(e)372
B4ü-30 → ... → Büe357 10
C4ü-28 1928 → B4ü-28/51 → Büe354 319
1950 → WG4üg-28/50/62 → WGüg821 → WGüg822.1 ? umgebaut
Pw4ü-28 1928 bis 1929 → D4ü-28 → Düe922 / Düse923 / Düe924 41
Pw4ü-28a 1929 → D4ü-28a → Düe926 9
Pw4ü-29 1929 → D4ü-29 / D4ü-29/50a / D4ü-29/55 → Düe927 / Düse929 / Düe930 120
1929 → Pw4ük-29 → Düe927 8 mit Küchenabteil für Karwendel-Express
Pw4ü-30 1930 bis 1931 → D4ü-30 → Dü(e)932 / Dü(e)933 / Düse934 / Düe935 / Düse936 250
PwPost4ü-28 1928 bis 1929 → DPost4ü-28 → Dy956 20
WL4ü-27 → ... →
WL4ü-28 → ... →
WL4ü-21(?) → ... →
WL4ük-28 → ... →
WR4ü-28 → ... →
WR4ü-28a → ... →

genietete Eilzugwagen

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Eilzugwagen (DR, genietet)

Auf Basis von Prototypen der Bauarten 28 und 29 beschaffte die Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft ab 1930 „genietete Einheitswagen“. Diese hatten die gleichen zurückgesetzten Eingangstüren wie die zeitgleich konstruierten Schnellzugwagen, in der dritten Wagenklasse waren diese allerdings zur Erhöhung der Ein- und Ausstiegsraten als Doppeltüren ausgeführt. Die korbbogenförmigen Wagendachenden entsprachen hingegen den Rheingold-Wagen. Die Abteile der zweiten Wagenklasse hatten 1000 mm breite Fenster, die der dritten Wagenklasse 800 mm und die Aborte 600 mm.

Bei den Prototypen wurde noch mit sehr unterschiedlichen Längen experimentiert, die längsten davon waren mit 21,79 Metern die Wagen der Bauarten B4i-29 und aller BC4i-28{a|b|c}, am kürzesten die Wagen der Bauarten C4i-28 und 28a mit gerade einmal 20,685 Metern. Die Wagen der Bauart B4i-29a waren 21,34 Meter lang, die der Bauart BC4i-29 waren 21,66 Meter lang, während die der Bauart BC4-29a nur 21,15 Meter lang waren. Die Prototypen der Bauart C4i-29 schließlich waren mit 21,51 Metern die längsten der Holzklasse. ??

Die Serienwagen der Polsterklasse der Bauart B4i-30 waren am Ende 21,70 Meter lang, die gemischtklassigen Serienwagen der Bauarten BC4i-30 und BC4i-31 hatten eine Länge von 20,96 Metern und waren damit genauso lang wie die Serienwagen der Holzklasse der Bauarten C4i-29a und C4i-30.

Die Länge der Gepäckwagen der Bauarten Pw4i-30, Pw4i-31 und Pw4i-31a entsprach mit 19,68 Metern den Schnellzug-Gepäckwagen, dagegen waren die Gepäckwagen der Bauarten Pw4i-32 und Pw4i-32a mit 20,96 Metern deutlich länger und entsprachen damit der Länge der allermeisten Sitzwagen.

Anfang der 1950er Jahre wurde diese Wagen von der Deutschen Bundesbahn in die „Verwendungsgruppe 30“ einsortiert.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
B4i-29 1929 → ... → ... 2 (P)
B4i-29a 1929 → ... → ... 2 (P)
B4i-30 1930 bis 1932 → A4ys-30/55 → Ay603 / Ayse604 / Aygsb605 / Bye674 / Wgü(e)823 285
BC4i-28 1928 → ... → ... 3 (P)
BC4i-28a 1928 → ... → ABye611 1 (P)
BC4i-28b 1928 → ... → ... 1 (P)
BC4i-28c 1928 → ... → ... 3 (P)
BC4i-29 1929 bis 1930 → ... → ABye613 5 (P)
BC4i-29a 1929 bis 1930 → ... → AByse614 / AByse615 8 (P)
BC4i-30 1930 bis 1931 → AB4yse-30/55 → ABye616 / AByse617 150
BC4i-31 1931 bis 1932 → AB4ys-31/55 → AByse618 210 gebaut mit Mittelgang und Großraum
BC4i-33 ?? 1933 → ... → AByse620 / AByse621 33
BC4i-33a ?? 1934 → ... → AByse622 12 ??
BC4i-33e ?? 1933 bis 1934 → ... → AByse624 30 ??
C4i-28 1928 → ... → ... 3 (P)
C4i-28a 1928 → ... → ... 3 (P)
C4i-29 1929 bis 1930 → ... → ... 10 (P)
C4i-29a 1929 bis 1930 → B4y-29a/50 → Bye653 25
1975 → WGye839 1 umgebaut für „Deutsche Weinstraße“
C4i-30 1930 bis 1933 → B4y-30/50 → By(e)655 / Bygb655 / WGyg831 1220
Pw4i-30 1930 → ... → ? 2 (P)
Pw4i-31 1931 bis 1933 → D4y-31/57 → Dy(e)973 303
1931 bis 1933 → Pw4ik-31 → Dye971 / Die992 5 mit Küchenabteil
Pw4i-32 1932 → D4y-32/57 → Dye974 70
1934 bis 1935 → Pw4ik-32 → ... → Dye972 / Die994 21 mit Küchenabteil
Pw4i-32a 1932 → ... → ? 1 (P)

genietete Schnellzugwagen, Bauart Karwendel

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Schnellzugwagen (DR, Karwendel)

Die Gruppenverwaltung Bayern der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft beschaffte ab 1929 eigene genietete Ganzstahlwagen für den Karwendel-Express, einen Schnellzug von München über Garmisch-Patenkirchen nach Innsbruck in das Karwendel-Gebiet, die sich in vielen Details von den genieteten Einheitsschnellzugwagen unterschied, allem voran in der abweichenden Länge von 20,835 Metern. Des weiteren gibt es größere Fenster und auch in der „Polsterklasse“ Großräume mit Mittelgang, um so die Anzahl der Fensterplätze zu verdoppeln. Alle Wagen haben auch in der „Holzklasse“ einfache Einstiegstüren und Faltenbalgübergänge.

Zusammen mit diesen Wagen wurden acht Gepäckwagen der Einheitsschnellzugwagen PW4ük-29 beschafft, die mit einem Küchenabteil versehen wurden.

Ansässlich der Olympischen Spiele 1936 wurde ab 1932 eine zweite Serie von genieteten Schnellzugwagen in Auftrag gegeben, darunter dieses Mal auch speziell konstruierte Gepäckwagen mit Küchenabteil, deren Länge von 19,68 Metern sowohl den Schnellzug- als auch den kurzen Eilzug-Gepackwagen entsprach. Die gemischtklasigen Wagen ABC4ü-32 waren mit 21,15 Metern genausolang wie die gemischtklassigen Eilzugwagen der Austauschbauart, ebenso stimmte die Länge von 20,96 Metern der drittklassigen Wagen mit drittklassigen Eilzugwagen der Austauschbauart überein.

Diese rein äußerlichen Gemeinsamkeiten lassen sich dadurch erklären, dass zu dieser Zeit die Produktion genieteter Schnellzugwagen bereits abgeschlossen war, die geschweißten Schnellzugwagen der Austauschbauart aber noch im Versuchsstadium waren und hauptsächlich genietete Eilzugwagen gebaut wurden. Dessen ungeachtet wurde auch die zweite Serie der Karwendel-Wagen explizit für den Schnellzugverkehr beschafft.

Als weitere Besonderheit waren die die meisten Wagen zweifarbig lackiert, erst ab 1938 bekamen alle Wagen den DR-typischen Anstrich in Flaschengrün (RAL 6007):

  • Die Wagen der ersten Serie erhielten zusammen mit den Gepäckwagen Bauchspanten in Schwarzblau (RAL 5004) und Fensterbänder in Hellblau ??.
  • Die zweite Serie von 1932 erhielten ebenfalls Bauchspanten in Schwarzblau (RAL 5004), aber Fensterbänder in Beige (RAL 1001), während die Gepäckwagen dieser Serie komplett in Schwarzblau gehalten waren.

Von der Deutschen Bundesbahn wurden die verbliebenen Karwendel-Express-Wagen nur noch als Eilzugwagen genutzt und mit entsprechenden Gattungen bezeichnet.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
B4ü-bay 29 1929 → A4y-29b → Aye602 5 gebaut mit Mittelgang und Großraum
C4ü-bay 29 1929 → B4y-29b/57 → Bye654 7
ABC4ü-32 1932 → ... → AByse619 8 gebaut mit Mittelgang und Großraum
C4ü-32 1932 → ... → Bye656 21
Pw4ük-32 1932 → Pw4ye-32 → ... 5 mit Küche

geschweißte Schnellzugwagen, Austauschbauart

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Schnellzugwagen (DR, Austauschbauart)

1931 begann die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft mit einem Versuchsprogramm „geschweißter Einheitswagen“ in Austauschbauart zu den „genieteten Einheitswagen“. Diese wurden von der Deutschen Bundesbahn ebenfalls in die in die „Verwendungsgruppe 29“ einsortiert.

Die meisten Sitzwagen hatten eine einheitliche Länge von 21,72 Metern, nur die 34er Bauarten waren 5 mm kürzer. Die Länge der kombinierten Gepäck- und Postwagen entsprach mit 22,47 Metern der genieteten Bauart.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
AB4ü-33 1933 → ... → 4 (P)
AB4ü-34 1934 → ... → Bü(e)361 18
ABC4ü-33a 1934 → ... → 4 (P)
ABC4ü-34 1934 → ... → 6 (P)
BC4ü-34 1934 → ... → ABüe329 20
C4ü-31 1931 → ... → Büe358 2 (P) ??
C4ü-32a 1932 → ... → 2 (P)
C4ü-32b 1932 ?? → ... → 2 (P)
PwPost4ü-34 1934 → ... → 10
WR4ü-34 → ... →

geschweißte Eilzugwagen, Austauschbauart

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Eilzugwagen (DR, Austauschbauart)

1932 begann die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft mit einem Versuchsprogramm „geschweißter Einheitswagen“ in Austauschbauart zu den „genieteten Einheitswagen“. Diese wurden von der Deutschen Bundesbahn ebenfalls in die in die „Verwendungsgruppe 30“ einsortiert.

Die gemischtklassigen Wagen waren mit 21,15 Metern alle genauso lang wie die genieteten Prototypen der Bauart BC4-29a. Die drittklassigen Wagen und die Gepäckwagen waren allesamt 20,96 Meter lang, wie zuvor schon die genieteten Serienmodelle.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
BC4i-33 ?? 1933 → ... → AByse620 / AByse621 33
BC4i-33a ?? 1934 → ... → AByse622 3 (P) ??
BC4i-33b ?? 1934 → ... → ... 1 (P)
BC4i-33c ?? 1934 → ... → ... 1 (P)
BC4i-33d ?? 1934 → ... → ... 30
BC4i-33e ?? 1933 bis 1934 → ... → AByse624 32 ??
BC4i-34 1935 bis 1936 → ... → AByse626 / AByse627 60
C4i-32 1933 → ... → ... 2 (P)
C4i-32a 1933 → ... → ... 1 (P)
C4i-32b 1933 → ... → Bye657 1 (P)
C4i-32c 1932 → ... → Bye658 5 (P)
C4i-33 1933 → ... → ... 10 (P)
C4i-33a 1933 → ... → Bye660 7 (P)
C4i-33b 1933 → ... → Bye661 5 (P)
C4i-33c 1933 → ... → ... 2 (P)
C4i-33h 1934 → ... → Bye662 32
C4i-34 1934 bis 1935 → B4ye-34/50 → Bye663 / Bygb674 42
C4i-34a 1934 → ... → Bye664 / WGyg 831 28
Pw4i-33 1933 bis 1934 → ... → Dye975 14

geschweißte Schnellzugwagen, Serienbauart

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Schnellzugwagen (DR, geschweißt)

Die ab 1935 von der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft gebauten „geschweißten Einheitswagen“ wurden von der Deutschen Bundesbahn in die „Verwendungsgruppe 35“ einsortiert.

Anders als bei den vorherigen Serien unterschied sich die Länge der Wagen je nach Gattung: Am längsten waren mit 21,824 Metern die reinen Polsterklassewagen (AB4ü-35), gefolgt von den Gepäckwagen mit 21,72 Meter. Mit 21,27 Metern schon ein Stück kürzer waren die drittklassigen Wagen, dicht gefolgt von den gemischtklassigen Wagen (A)BC4ü mit nur 21,25 Metern.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
AB4ü-35 1935 → A4ü-35/54 → Aüe308 35
ABC4ü-35 → ... → ABüe331 71
ABC4ü-36 1936 → AB4ü-36/52 → ABüe332 183
BC4ü-35 1935 → AB4ü-35/51 → ABüe330 35
BC4ü-36 → ... → ABüe333 133
C4ü-35 → ... → Büe362 150
C4ü-36 1936 → B4ü-36/51 → Bü(e)363 848
Pw4ü-35 1936 → D4ü-35 → Düe937 20
1937 → Pw4ük-35 → D4ü-35 → Düe937 3 umgebaut mit Küchenabteil
Pw4ü-36 1936 → D4ü-36 → Düe938 59 mit Sichelkanzel
1951 → PwPost4ü-36/51 → DPostüe957 → Düe938.1 1 umgebaut
1952 → Pw4ü-36/52 → Düse939 ? umgebaut
Pw4ü-36a 1936 → D4ü-36a → Düe941 1 (P)
Pw4ü-37 1937 bis 1938 → D4ü-37 → Düe941 255 mit Stromlinienkanzel
1951 → Pw4ü-37/51 → D4ü-37/51 → Düse942 3 umgebaut für Rheingold
1952 → Pw4ü-37/52 → D4ü-37/52 → Düse943 ? umgebaut
1956 → Pw4ü-37/56 → D4ü-37/56 → Düe945 ? umgebaut
? → D4ü-37 → Düe946 ? umgebaut
Pw4ü-38 1940 → ... → ... 1 (P)
WL4ü-37 → ... →
WLC4ü-37 → ... →
WR4ü-35 → ... →

geschweißte Eilzugwagen, Serienbauart

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Eilzugwagen (DR, geschweißt)

Die ab 1936 von der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft gebauten „geschweißten Einheitswagen“ wurden von der Deutschen Bundesbahn in die „Verwendungsgruppe 36“ einsortiert.

Die Wagen der gemischtklassigen Bauarten haben alle eine Länge von 21,035 Metern, die Wagen der Bauarten C4i-35 und 36 dagegen nur 20,86 Meter.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
BC4i-35 1935 → ... → ... 3 (P)
BC4i-37 1938 bis 1939 → AB4ys-37/55 → AByse630 145
C4i-35 1935 → ... → Bye665 3 (P)
C4i-36 1936 bis 1941 → C4y-36 → B4y-36/50 → By(e)667 1062
1952 → WG4y-36/49 → WGyg831 → WGyg831.1 ? umgebaut
C4üp-42 ab 1942 → B4y-42/50 → Bye668 245 mit Faltenbalgübergängen
C4i-43a ab 1943 → B4y-43a/50 → By(e)672 50 Lazarettwagen ohne Inneneinrichtung

Rheingold-Wagen

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Rheingold-Wagen (1928/1929)

Für den Fernschnellzug FD 101/102 „Rheingold“ beschaffte die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft 1928 und 1929 die „Rheingold-Wagen“. Dieses waren mit den Pullmanwagen vergleichbare luxoriöse Salonwagen der Polsterklassen, sowie Gepäckwagen, die gleichzeitig als Schutzwagen an den Zugenden fungierten.

Ausgeliefert wurden die Salonwagen in violett/beiger Farbgebung, die Gepäckwagen waren komplett violett lackiert. Anfang der 1930er Jahre erhielten die Salonwagen dann einen kobaltblau/beigen Anstrich, während die Gepäckwagen ganz in kobaltblau gehalten wurden.

1934 ließ die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft drei Salonwagen zweiter Klasse ohne Küche zu Salonwagen erster und zweiter Klasse mit einem kleinen Küchenabteil umbauen, 1939 folgte ein weiterer. Diese Wagen wurden hauptsächlich als Kurswagen eingesetzt.

Nach dem zweiten Weltkrieg verblieben acht Salonwagen auf tschechischem Territorium, der Verbleib eines Salonwagens ist bis heute ungeklärt. Die Deutsche Bundesbahn erhielt die restlichen siebzehn Salonwagen sowie alle drei Gepäckwagen. Anfang der 1950er Jahre wurden neun Wagen für die neugegründete Deutsche Schlafwagen- und Speisewagengesellschaft in rote Speisewagen umgebaut, drei weitere in Gesellschaftwagen, der Rest in blaue Abteilwagen für den F-Zug-Verkehr.

Gattung Nummer
bis 1931
Nummer
ab 1931
Nummer
bis 1966
Nummer
ab 1966
spätere Gattungen, Verbleib
SA4ük-28 20 501 10 501 DSG 1230 .. 80 88-46 230-. WR4ü(e)-28/51, WRüg(e)151
20 503 10 503 an ČSD
20 505 10 505 an ČSD
20 507 10 507 DSG 1231 WR4ü(e)-28/51, WRüg(e)151
SA4ü-28 20 502 10 502 an ČSD
20 504 10 504 an ČSD
20 506 10 506 an ČSD
20 508 10 508 DSG 1232 .. 80 88-46 232-. WR4ü(e)-28/51, WRüg(e)151
SB4ük-28 24 501 10 701 DSG 1234 .. 80 88-40 234-. WR4ü(e)-28/51, WRüg(e)151
24 503 10 703 10 801 .. 80 89-43 520-. WG4ük-28/50, WGüke822, WGüge822
24 505 10 705 DSG 1237 .. 80 88-46 237-. WR4ü(e)-28/51, WRüg(e)151
24 507 10 707 10 802 .. 80 89-43 521-. WG4ük-28/50, WGüke822, WGüge822
24 509 10 709 DSG 1238 .. 80 88-46 238-. WR4ü(e)-28/51, WRüg(e)151
SB4ük-29 24 513 10 713 DSG 1235 .. 80 88-40 235-. WR4ü(e)-29/51, WRüg(e)151
24 515 10 715 DSG 1239 .. 80 88-46 239-. WR4ü(e)-29/51, WRü(e)151
24 517 10 717 10 803 .. 80 89-43 522-. WG4ük-29/50, WGüke822, WGüge822
24 519 10 719 an ČSD
SB4ü-28 24 502 10 702 11 355 .. 80 28-43 100-. B4ü-28/52, Büe355
24 504 10 704 DSG 1236 .. 80 88-46 236-. SAB4ü-28/34, WR4ü(e)-28/51, WRüg(e)151
24 506 10 706 11 356 .. 80 18-43 040-. SAB4ü-28/34, B4ü-28/52, Büe303, Aüe303
24 508 10 708 11 357 .. 80 18-43 060-. B4ü-28/52, Büe305, Aüe305
24 510 10 710 SAB4ü-28/34, an ČSD
24 511 10 711 11 358 .. 80 18-43 050-. SAB4ü-28/39, AB4üe-28/51, Aüe304
24 512 10 712 11 359 .. 80 18-43 061-. B4ü-28/52, Büe305, Aüe305
SB4ü-29 24 514 10 714 (unbekannt)
24 516 10 716 an ČSD
SPw4ü-28 90 201 105 001 105 001 .. 80 92-43 310-. Düe949
90 202 105 002 105 002 .. 80 92-43 001-. Düe949
90 203 105 003 105 003 .. 80 92-43 311-. Düe949

Belege:

Henschel-Wegmann-Zug

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Henschel-Wegmann-Zug

Anfang der 1930er Jahre begann die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft den Schnellverkehr auszubauen. 1935 lieferte die Waggonfabrik Wegmann & Co vier Leichtbau-Schnellzugwagen, ähnlich den Schnelltriebwagen aus dieser Zeit und daher auch in deren Farbschema voilett/beige lackiert. 1940 kam ein weiterer Salonwagen hinzu.

Die Deutsche Bundesbahn ließ die Wagen 1952 für den Fernschnellzug F 55/56 „Blauer Enzian“ überarbeiten und in der für F-Züge typischen stahlblauen Farbe streichen.

Henschel-Wegmann-Zug
Gattung Nummer Gattung
ab 1952
Nummer
ab 1952
Gattung
ab 1954
Gattung
ab 1956
Bemerkung
SBC4ü-35 10 404 SB4ü-35/52 10 405 AB4üe A4üe Endwagen mit Aussichtskanzel
10 403 10 403 AB4üe A4üe
10 402 10 402 AB4üe A4üe
SBC4ü-40  ? SB4ü-40/52 10 404 AB4üe A4üe
SWRPwPost4ü-35 10 401 ABPwR4üe-35/52 10 401 PwR4üe WRPw4üe Endwagen

Die Deutsche Bundesbahn stellte darüber hinaus für den F 55/56 „Blauer Enzian“ einen Gegenzug zusammen: zwei für die F-Züge stahlblau umlackierte Einheitswagen, einen zum Speisewagen umgebauten ehemaligen Rheingold-Wagen in rot und zwei Salonwagen (einer davon aus dem Sonderzug von Hermann Göring). Beide Salonwagen wurden ebenfalls stahlblau gestrichen, der ehemals drittklassige Schürzenwagen wurde außerdem mit einer abgerundeten Glaskanzel ausgestattet und so dem Endwagen des Wegmann-Zuges angeglichen.

Henschel-Wegmann-Gegenzug
Gattung Nummer Gattung
ab 1950/1
Nummer
ab '50/1
Gattung
ab 1954
Nummer
ab 1954
Gattung
ab 1956
Bemerkung
AB4ü-29 ? 11 461 AB4ü-29 ? 11 461 AB4ü-29 ? 11 461 A4üe
AB4ü-30 ? 11 363 AB4ü-30 ? 11 363 AB4ü-30 ? 11 363 A4üe
SB4ük-28 24 509 ('28)
10 709 ('31)
WR4ü(e)-28/51 DSG 1238 WR4ü(e)-28/51 DSG 1238 WR4ü(e) zuletzt WRüg(e)151
SalonPresse4ü-37 10 251 SalonPresse4ü-37 10 251 AB4ü-37/54 11 701 A4üe (aus Göring-Zug)
C4ü-38 19 347 Salon4ü-38/50 10 217 AB4ü-38/50/54 11 700 A4üe-38/50/54 Endwagen mit Aussichtskanzel (*)
(*) Kanzelwagen wurde 1965 nochmals umgebaut: B4üge-38/50/54/65 → Büge365 → WGüge365, neue Betriebsnummer 89-43 500

Quellen:

Altenberger Mitteleinstiegswagen

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Altenberger Mitteleinstiegswagen

Die gemischtklassigen Wagen hatten eine Länge von 18,355 Metern, die drittklassigen Wagen waren 19,13 Meter lang.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
BC4i-35a 1935 2 (P)
1937 30
C4i-35a 1936 4 (P)
1937 60

Lübeck-Büchener Doppelstockgliederzug

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Lübeck-Büchener Eisenbahn

Auch die bis 1938 selbständige Lübeck-Büchener Eisenbahn begann Anfang der 1930er Jahre mit Planungen, den Schnellverkehr auf ihrer Strecke zwischen Lübeck und Hamburg zu modernisieren. Gleichzeitig sollte das neue Wagenmaterial auch im Hamburger Vorortverkehr eingesetzt werden. Ab 1936 wurden sechs zweiteilige Doppelstockgliederzüge mit Jakobsdrehgestellen, Wendezugsteuerung für Dampfzüge, Scharfenbergkupplung und einer zulässigen Höchstgeschwingigkeit von 120 km/h angeschafft. Die Steuerabteile wurde von der Deutschen Bundesbahn Anfang der 1960er Jahre entfernt und durch Traglastabteile ersetzt.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
BC6 ?? 1936 → DABD6b-36 → DABD6b751 1 (P)
BC6 ?? 1937 → DABD6b-37 → DABD6b752 1 (P)
BC6s-36 ?? ab 1936 → DAB6b-37/59/64 → DAB6b753 8

Schürzenwagen

Schürzenschnellzugwagen

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Schnellzugwagen (DR, Schürze)

Die so genannten „Schürzenwagen“ oder auch „Schürzenschnellzugwagen“ wurden ab 1939 von der Deutschen Reichsbahn gebaut und Anfang der 1950er Jahre von der Deutschen Bundesbahn in die „Verwendungsgruppe 39“ einsortiert.

Für den F-Zug-Verkehr wurden viele der ursprünglich flaschengrünen Wagen in stahlblau umgestrichen, die Speisewagen blieben weinrot.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
AB4ü-38 1939 → ... → Aüe310 103
AB4ü-42 1942 → ... → ... 65?
ABC4ü-36a 1938  ÷ 2 (P)
ABC4ü-39 1939 bis 1940 → ... → ABüe334 66
B4ü-39  ÷ nicht gebaut
BC4ü-39 1939 → BC4ü-39/54→ AB4ü(e)-39/54 → ABüe336 65
1951 → ABC4üw(e)-39/51 → AB4üw(e)-39/51 → ABüe335 ? umgebaut
C4ü-36a 1936 → ... → Büe364 6 (P)
C4ü-Berlin 1939  ÷ 4 (P)
C4ü-München 1939 → ... → Büe366 5 (P)
C4ü-38 1939 bis 1941 → C4ü-38/53 → B4ü-38/53 → Büe366 319
1950 etc. → Salon4ü-38/50 → AB4ü-38/50/54 → B4üge-38/50/54/65 → Büge365 → WGüge365 1 mehrfach umgebaut, zeitweise Kanzelwagen des Henschel-Wegmann-Gegenzuges
1951 → WLAB4ül-38/51 → ... 8
C4ü-40 1941 → ... → ... 25?
Post4ü-a/21 1941 → ... 12 (P)
→ ... 53
Post4ü-bI/20 1942 → ... 5
Post4ü-bII/21,5 bis 1943 → ... 55
Post4ü-bII/21,6 1944 → ... 25
Pw4ü-40 1941 → ... → Dü948 1 (P)
WLAB4ü-39 1939 → ... → 20
WR4ü-39 1939 bis 1941 → ... → WRügh152 79

Schürzenseilzugwagen

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Eilzugwagen (DR, Leichtbau)

Die ab 1939 gebauten Leichtbau-Eilzugwagen der Deutschen Reichsbahn waren optisch an die „Schürzenwagen“ angeglichen worden. Bei den „Schürzeneillzugwagen“ war die Schürze aber abnehmbar und nicht integraler Bestandteil der Konstruktion, diese Aufgabe übernahm eine Wanne, weshalb sie auch „Wannenwagen“ genannt wurden. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Serien von Eilzugwagen hatten sowohl die Prototypen der Gattung 39 als auch die Serienwagen der Gattung 42a zum ersten Mal eine Übergangsmöglichkeit zwischen den Wagen, die wie bei den Schnellzugwagen mit Faltenbalgübergängen geschützt wurden. Die Wagen der letzten Gattung 43 hingegen hatten wiederum keine Übergänge zwischen den Wagen, noch hatten sie Inneneinrichtungen, um als Lazarettwagen zu dienen.

Anfang der 1950er Jahre hat die Deutsche Bundesbahn die Schürzeneilzugwagen in die „Verwendungsgruppe 40“ einsortiert.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
BC4üp-39 1939 → ... → AByse631 2 (P) mit Faltenbalgübergängen
BC4üp-42a ab 1944 → AB4yslwe-42a → AB4yse-42a/50 → AByse633 45 mit Faltenbalgübergängen
C4üp-39 1939 → ... → ... 2 (P) mit Faltenbalgübergängen
C4üp-42a ab 1943 → B4yslwe-42a → B4y-42a/50 → Bye669 100 mit Faltenbalgübergängen
C4i-43 ab 1944 → ... → B4y-43/50 → Bye670 250 Lazarettwagen ohne Inneneinrichtung

Schürzensalonwagen

Von der Deutschen Reichsbahn wurden mindestens 50 Salonwagen in Schürzenwagenbauart (Salon4ü, später Salon4üe) gebaut, insgesamt ca. 80 Salonwagen. Darunter waren fünfzehn Wagen des Sonderzuges von Hermann Göring.

  • 10 205: gebaut für Göring, später genutzt durch den Bundeskanzler
  • 10 207: gebaut für Göbbels, später genutzt durch den Bundesverkehrsminister
  • 10 208: gebaut für Julius Dorpmüller (Reichsverkehrsminister), letzter Salonschürzenwagen im Bestand der Deutschen Bundesbahn
  • 10 214: gebaut für Himmler, später genutzt durch den Bundespräsidenten
  • 10 242: gebaut für Hitler, später genutzt durch den Bundeskanzler
  • 10 251: gebaut für Göring, „Pressewagen“ (SalonPresse4ü-37)
  • 10 282: gebaut für Hitler, „Führeraussichtswagen“, an die Österreichischen Bundesbahnen
Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
Salon4ü-36 1936 → Salon4üge-36 → Salon4üge-36/46/47/53 → WGüg(e)821 → WGüg821.1 1
Salon4ü-37 1937 → Salon4üge-37/62 → Salonüge801 → WGSüge801.1 → WGSüge851.1 1
Salon4ü-37b 1937 → Salon4üge-37b → WGSüge801 → WGSüge801.2 1
Salon4ü-38 1938? → Salon4üge-38 → WGSüge801 → WGSüge801.3 → WGSüge851.3 1
1938? → Salon4üge-38 → WGüge821 → WGüge821.2 1
Salon4ü-39 1940 → Salon4üm-39/63 → WGSümh802.1 1
SalonL4ü-38 1938 → WGü-38/53/60 → WGüg821 → WGüg821.0 2 1× an die ÖBB
SalonR4ü-37 1937 → SalR4üge-37 → WGSüge801 → WGSüge801.4 → WGSüge851.4 → Dienst318 4
1946 → SalR4üge-37/46 → WGSüge801 → WGSüge801.5 → WGSüge851.5 ? umgebaut
SalonR6üe-40 1940 → ... 1
SalBegl4ü-37 1937 → SalBegl4üge-37 → WGSüge802 → WGSüge801.5 → Dienst318 5
SalPresse4ü-37 1937 → SalPresse4üge-37 → Aü(e)309 → Aüe309 1
SalPw4ü-38 1938 → Pw4üe-38/51 → D4üse-38/51 → Düse947 3 mit Stromliniendachkanzel
1952 → Pw4üe-38/52 → Pw4üse-38/52/59 → D4üse-38/52/59 → Düse948 ? umgebaut, ohne Dachkanzel
Sdr4ü-43 1943? → ... → WGSmh802.2 1

Nachkriegsnachbauten

Obwohl die Deutsche Bundespost viele Wagen der Deutschen Reichspost übernommen hatte, waren diese bei weitem nicht ausreichend. Auf Basis der Schürzenwagen wurden daher noch zwei weitere Serien von Bahnpostwagen beschafft.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
Post4ü-a/21,6 ab 1949 → ... 57
Post4ü-cII/21,6 1950 bis 1954 → ... 250


SWDE-Wagen

Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte die „Betriebsvereinigung der Südwestdeutschen Eisenbahnen“ (SWDE) zunächst Nachbauten der Schürzenwagen beschafft. Die Nachbauten der Schnellzugwagen wurden ohne jegliche Abweichung gefertigt, daher die ungewöhnliche Gattungsnummer, bei der die zweite Zahl niedriger ist als die erste.

Bei den Eilzugwagen hingegen hielt man sich zwar weitgehend an die originalen Musterzeichnungen, es wurden aber diverse Änderungen vorgenommen: so entfiel die Schürze, die Toiletten befanden sich in der Wagenmitte, auch in der „Polsterklasse“ gab es einen Großraum mit Mittelgang und auch in der „Holzklasse“ einfache Einstiegstüren.

Alle Wagen waren mit Faltenbalgübergängen ausgerüstet.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
C4üwe-50/38 1952 → B4ü-50/38 → Büe370 10 mit Schürze, einfache Einstiegstür
BC4üpwe-50/38 1951 → AB4y-50/38 → ABye634 10 ohne Schürze, mit Mittelgang und Großraum
C4üpwe-50/38 1951 → B4ye-50/38 → Bye673 22 ohne Schürze, einfache Einstiegstür

22,4-m-Wagen

kurze Doppelstock-Prototypen

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Doppelstockwagen#Deutsche Bundesbahn

Die ersten von der neu gegründeten Deutschen Bundesbahn beschafften neuentwickelten Reisezugwagen waren drei Doppelstockwagen, die von Wegmann hergestellt wurden.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
DC4üpwe-50 1950 → DB4yg-50/57 → DByg546 1 (P)
DCR4üpwe-50 1950 → DB4yg-50/57 → DByg547 1 (P) bis 1957 auch mit Küche und Speiseraum
DBC4üpwe-50 1950 → DB4yg-50/57 → DByg548 1 (P) bis 1957 auch mit zweiter Klasse

kurze Prototypen

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Prototypwagen der DB#22,4-m-Wagen

Nach den Doppelstockwagen wurden mehrere Prototypen von Eil- und Schnellzugwagen in Auftrag gegeben, um den Reisezugwagenpark grundlegend zu erneuern. Dabei wurden verschiedene kontruktionsweisen der Wagenkästen (z.B. Kastengerippe, Schalenbauweise) ausprobiert.

Vereinigte Westdeutsche Waggonfabriken, Köln-Deutz
Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
AB4üe-50 1950 → A4üe-50 → ...? 1 (P)
BC4üwe-51 1951 → AB4üwe-51 → AB4üe-51 1 (P)
BC4üpwe-51 1951 → BC4ygswe-51 → AB4ygswe-51 → (Bahndienstwagen) 1 (P)
C4üpwe-50 1950 → C4ygwe-50 → B4ygwe-50 → (Bahndienstwagen) 1 (P)
Waggonfabrik Uerdingen, Krefeld
Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
AB4üe-49 1951 → AB4üe-49 → A4üe-49 → Aüe312 1 (P)
C4üwe-49 1951 → B4üwe-49 → B4üe-49 → Bü373 1 (P)
BC4üpwe-49 1951 → BC4ywge-49 → AB4ygwe-49 → (Bahndienstwagen) 1 (P) ohne Seitengang
C4üpwe-49 1951 → C4ygwe-49 → B4ygwe-49 → (Bahndienstwagen) 1 (P)

26,4-m-Wagen

lange Doppelstock-Prototypen

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Doppelstockwagen#Deutsche Bundesbahn

Neben den kurzen Doppelstockwagen hat die Deutsche Bundesbahn auch deutlich längere Doppelstockwagen zur Entwicklung in Auftrag gegeben, diese waren die ersten Wagen mit der UIC-X-Standardlänge von 26,4 Metern.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
DC4üpwe-51 1951 → DC4ymg-51 → DB4ym(g)-51/57 → DBym471 → DByl471 1 (P)
DBCR4üpwe-51 1951 → DBCR4ymg-51 → DB4ym(g)-51/57 → DBym472 → DByl472 1 (P) bis 1957 auch mit Küche und Speiseraum
DBC4üpwe-51 1951 → DBC4ymg-51 → DB4ym(g)-51/57 → DBym473 → DByl473 1 (P) bis 1957 auch mit zweiter Klasse

Des weiteren hat die Deutsche Bundesbahn verschiedene Prototypen von Autotransportern beschafft. Diese waren für den Einsatz in Reisezügen vorgesehen und daher vollverkleidet. Um die PKW in die obere Etage zu befördern, hatte jeder Wagen einen eigenen Aufzug an Bord. Auf lange Sicht wurden diese Wagen allerdings nur noch als Gepäckwagen eingesetzt.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
DPw4ümg-56 1956 → DD4ümg-56 → DD4üm-56 → MDDüm911 → MDDm911 2 (P)
DPw4ümg-57 1957 → DD4ümg-57 → DD4üm-57 → MDDüm912 → MDDm912 2 (P)
DPw4ümg-60 1960 → DD4ümg-60 → DD4üm-60 → DDüm913 → DDm913 2 (P)

Eilzugwagen (1. Serie)

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Eilzugwagen (DB, 1. Serie)

Noch vor Schnellzugwagen beschaffte die Deutsche Bundesbahn ab 1951 die „m-Wagen“ als Eilzugwagen und ordnete sie in die „Verwendungsgruppe 52“ ein.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
BC4ymg(b)-51 1951 → AB4ymg(b)-51 → ABym(b)411 → AByl(b)411 1 (P)
1952 bis 1954 259
C4ymg(b)-51 1951 → B4ymg(b)-51 → Bym(b)421 → Byl(b)421 2 (P) 1× zurückgesetzte Türen
1952 bis 1954 320
CR4ymgb-51 1953 bis 1954 → BR4ymgb-51 → BRymb446 → BRyl446 →* Byl423 35 ohne Mitteleinstieg, Küche mit Seitengang
C4ymgf-51 1953 → B4ymgf-51 → Bymf436 → Bylf436 →* Bylb422 51 „Hasenkasten“
CPw4ymgf-51 1953 bis 1954 → BD4ymgsf-51 → BDymsf456 → BDylsf456 →* BDylb458 29 „Hasenkasten“, mit Seitengang
CPw4ymgf-54 1954 → BD4ymgf-54 → BDymf457 → BDylf457 →* BDylb459 38 „Hasenkasten“, einfacher Mitteleinstieg
AB4ymg(b)-54 1954 → A4ymg(b)-54 → Aym(b)401 → Ayl401 10 ohne Mitteleinstieg
Pw4ymg-54 1954 → D4ymg-54 → Dym961 → Dyl961 1 (P) ohne Mitteleinstieg, 2× Doppelfalttür
* Restaurant bzw. Führerstand später ausgebaut, somit nur noch Sitzwagen zweiter Klasse bzw. mit Gepäckabteil
(b) nur teilweise mit Steuerleitung für Wendezugsteuerung ausgerüstet

Schnellzugwagen (1. Serie)

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Schnellzugwagen (DB, 1. Serie)

Noch vor der Typisierung als UIC-X-Wagen beschaffte die Deutsche Bundesbahn ab 1952 die als „m-Wagen“ bekannten Schnellzugwagen und sortierte sie in die „Verwendungsgruppe 53“ ein.

Die Fenster der Abteile der Polsterklasse waren 1200 mm breit, die der dritten (ab 1956 zweiten) Klasse 1000 mm.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
AB4üm-52 1953 → A4üm-52/61 → Aüm201 → Am201 3 (P) mit Faltenbalgübergängen
ABC4üm-52 1953 → AB4üm-52/61 → ABüm221 → ABm221 2 (P) mit Faltenbalgübergängen
1954 → AB4üm-52/61 → ABüm222 → ABm222 1 (P) mit Faltenbalgübergängen und Schürze
C4üm-52 1954 → B4üm-52/61 → Büm231 → Bm231 10 (P) mit Faltenbalgübergängen
AB4ümg-54 ab 1954 → A4üm(g)-54 → Aüm202 → Am202 199
BC4ümg-55 ab 1955 → AB4üm(g)-55 → ABüm223 → ABm223 357
BR4ümg-54 ab 1954 → AR4üm(g)-54 → ARüm216 → ARm216 16 „Kakadu“
C4ümg-54 ab 1955 → B4üm(g)-54 → Büm232 → Bm232 1225
CL4ümg(K)-53 ab 1953 → Bc4ümg(K)-53 → Bcüm251 → Bcm251 88 mit Schürze, teilweise mit Küche
ab 1961 → Bc4ümk-53/61 → Bcümk255 → Bcmk255 17 umgebaut
ab 1966 → Büm239 → Bm239 118 umgebaut, inklusive ehemalige CL4ümg-54
CL4ümg-54 ab 1954 → Bc4üm(g)-54 → Bcüm241 → Bcm241 260
ab 1966 → Büm239 → Bm239 118 inklusive ehemalige CL4ümg(K)-53
WLABC4üm-54 1954 → WLAB4üm-54 → WLABüm173 → WLABm173 10 mit Faltenbalgübergängen und Küche
WLAB4ümg-59 1959 → WLAB4üm-59 → WLABüm174 → WLABm174 77 mit Küche
Bc4ümg-58 1958 → Bc4üm-58 → Bcüm253 → Bcm253 20 mit Schürze, 11½ Abteile
Bc4ümg-60 1960 → Bc4üm-60 → Bcüm254 → Bcm254 25 mit Schürze, 10½ Abteile
BPw4ümg-58 1958 bis 1959 → BD4üm(g)-58 → BDüms271 → BDms271 20 Doppelfalttür 1800 mm
BPw4ümg-59 1959 bis 1961 → BD4üm(g)-59 → BDüms272 → BDms272 118 Doppelfalttür 2000 mm
Pw4ümg-59 1960 → D4üm(g)-59 → Düm901 → Dm901 1 (P) 2× Rolltor 2200 mm
Pw4ümg-60 ab 1960 → D4üm(g)-60 → Düm(s)902 → Dm(s)902 181 2× Rolltor 2500 mm

Quelle:

Eilzugwagen (2. Serie)

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Eilzugwagen (DB, 2. Serie)

Auf Grund der guten Erfahrungen mit den mittleren Doppeleinstiegstüren beschaffte die Deutsche Bundesbahn ab 1959 die auch als „n-Wagen“ bekannten Eilzugwagen mit zwei zur Wagen mitte hin verschobenen Doppeleinstiegstüren. Die meisten Wagen wurden mit einer Außenhaut aus Edelstahl mit Pfauenaugenmuster im Bauchbereich ausgeliefert, weswegen sie schnell den Spitznamen Silberlinge erhielten.

Über eine Zuordnung zu den zu dieser Zeit noch in Gebrauch befindlichen „Verwendungsgruppen“ ist nichts bekannt.

Im Laufe der Zeit wurden diese Wagen mehrfach modernisiert, zum Teil für Versuchszüge wie den Karlsruher Zug oder die City-Bahn verwendet. Ab Mitte der 1980er Jahre begann ein größeres Umbauprogramm, sodass es inzwischen fünf verschiedene Designs gibt: AW Hannover, Fervet (Italien), PFA Weiden, OFV (Italien) – welches sich ab 1993 durchgesetzt hat – und eine Kombination aus letzerem und dem Farbkonzept der DB Medien, kurz DBM.

Gattung Baujahr vmax spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
AB4nb-58 1959 120 km/h → ABnb701 1 (P)' Mischbauweise, chromoxidgrün
AB4nb-58a 1959 120 km/h → ABnb702 1 (P)' Leichtmetallbauweise, nur 4 Abteile 1. Klasse
AB4nb-59 1960 bis 1966 120 km/h → ABn(b)703 809
AB4nr(z)b-65 1965 bis 1976 140 km/h → ABnr(z)b704 414
ABwnrzb705 1976 160 km/h → ABnrzb705 2 (P) gesickte Seitenwand, nur 4 Abteile 1. Klasse
ABwnrzb706 1976 160 km/h → ABnrzb706 1 (P) gesickte Seitenwand, Großraum 1. Klasse
ABnrzb708 1977 140 km/h 1 (P) „Karlsruher Zug“, Großraum 1. Klasse
B4nb-58(a~g) 1959 120 km/h → Bnb711~718 8 (P)'    ?× Mischbauweise, chromoxidgrün
2/3× Leichtmetallbauweise, nur 11 „Abteile“
   3× Stahlbauweise
B4nb-59 ab 1960 120 km/h → Bnb719 1082 1× gesickte Seitenwand
B4nb-59a ab 1959 120 km/h → Bnb720 1026 Umbauwagen, 1× chromoxidgrün
B4nb-59b 1961 120 km/h → Bnb721 1 (P) Leichtbauweise, gesickte Seitenwand
B4nb-59c 1961 120 km/h → Bnb722 1 (P) Leichtbauweise, gesickte Seitenwand
B4n(z)b-64 ab 1965 140 km/h → Bn(z)b723 → Bnr(z)723 70 1× gesickte Seitenwand
B4nr(z)b-65 1966 bis 1977 140 km/h → Bnr(z)b725 690 1× „Karlsruher Zug“
B4nrzb-65a ab 1969 140 km/h → Bnrzb724 180 Steildach, zum Lazarettwagen umrüstbar
Bwnrzb726 1976 160 km/h → Bnrzb726 → Bz298 4 (P) gesickte Seitenwand
Bwnrzb727 1976 160 km/h → Bnrzb727 → Bz298 1 (P) gesickte Seitenwand, urspr. anderer Innenraum
Bnrzb728 1977 bis 1980 140 km/h 101 Steildach
Bnrzb729 1977 140 km/h 2 (P) „Karlsruher Zug“
Bwnrzb731 1976 160 km/h → Bnrzb731 1 (P) gesickte Seitenwand, anderer Innenraum
Bwnrzf732 1976 160 km/h → Bnrzf732 → Azf209 2 (P) gesickte Seitenwand
Bnrzf734 1977 140 km/h 1 (P) „Karlsruher Zug“
BPw4nf-58 1959 120 km/h → BDnf736 1 (P)' „Hasenkasten“, Mischbauweise, chromoxidgrün
BPw4nf-58a 1959 120 km/h → BDnf737 1 (P)' „Hasenkasten“, Stahlbauweise
BPw4nf-59 ab 1961 120 km/h → BDnf738 370 „Hasenkasten“, Doppelfalttür 2000 mm
ab 1978 140 km/h → BDnf735 200 „Karlsruher Kopf“, Doppelfalttür 2000 mm
ab 1975 120 km/h → BDnb740 23 Führerstand ausgebaut, Doppelfalttür 2000 mm
BDnrzf739 ab 1969 140 km/h 30 „Hasenkasten“, Doppelfalttür 2000 mm
BDnrzf740 1971 bis 1977 140 km/h 311 „Karlsruher Kopf“, Doppelfalttür 2000 mm

Schnellzugwagen (2.Serie)

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Schnellzugwagen (DB, 2. Serie)

Nach der Typisierung als UIC-X-Wagen wurden von der Deutschen Bundesbahn ab 1961 eine 2. Serie von konstruktiv überarbeiteten „m-Wagen“ beschafft und in die die „Verwendungsgruppe 61“ einsortiert.

Die Fenster der Abteile erster Klasse waren 1200 mm breit, die der zweiten Klasse zunächst nur 1000 mm. Ab 1963 wurden dann alle Fenster einheitlich 1200 mm breit ausgeführt.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
A4üm-61 ab 1963 → Aüm203 → Am203 144
A4üm-62  ? → Aümh204 → Amh204 →* Am203 1 (P) * angeglichen (zwischen 1977 und 1984)
AB4üm-61 ab 1962 → ABüm224 → ABm224 55
AB4üm-63 ab 1964 → ABüm225 → ABm225IR-Wagen 302
AB4üm-64 1965 → ABüm226 → ABm226 1 (P) Leichtbauprototyp
B4üm-61 ab 1962 → Büm233 → Bm233 97
B4üm-63 ab 1963 → Büm234 → Bm234 → ͪ  Bm235IR-Wagen 1808
Bc4üm-62 ab 1962 → Bcüm243 → Bcm243 → Bocm243 467
BD4üm-61 ab 1964 → BDüms273 → BDms273 163 1× Doppelfalttür 2000 mm
BRbu4üm-60 1960 → BRbu4üm(g)-60 → BRbuümh281 → BRbumh281 2 (P)
BRbu4üm-61 1962 → BRbuümh282 → BRbumh282 50 Buffetwagen
1971 → BRbuümz285 → BRbumz285 5 umgebaut, „Pop-Farben
1973 → WRbumz138 3 (P) umgebaut, „Quick-Pick
1978 → WGm840 (→ 6× WGm820) 40 umgebaut, inklusive ehemalige BRbumh283
BRbu4üm-62 1962 → BRbuümh283 → BRbumh283 → WGm840 3 (siehe auch vorherige Zeile)
WLAB4ümh-67 1967 bis 1973 WLABümh175 → WLABmh175 80 Steildach
D4üm-65 1965 → Dümz903 → Dmz903 1 (P) Bundeswehr, Bullaugen, Operationswagen
D4üm-65a 1967 → Dümz904 → Dmz904 1 (P) Bundeswehr, Bullaugen, Maschinenwagen mit Küche
Düms905 ab 1968 → Dms905 177 zwei 2500 mm breite Rolltore
ͪ  mit Magnetschienenbremsen und Drehgestellhemmern für Einsatz in Intercity-Zügen mit einer zulässige Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h

TEE-Wagen

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Schnellzugwagen (DB, 3. Serie)

Für den gehobenen Fernzugdienst wurden ab 1962 klimatisierte Serien von „m-Wagen“ – auch als TEE-Wagen „Bauart Rheingold“ bekannt – von der Deutschen Bundesbahn beschafft. Hierfür war die „Verwendungsgruppe 63“ vorgesehen, für die konkrete Zuordnung zu dieser Verwendungsgruppe gibt es aber derzeit keine Nachweise.

Die Abteilwagen (Av), Großraumwagen (Ap), Aussichtswagen (AD) und Speisewagen (WR) wurden zunächst in zwei Serien beschafft, die erste Serie 1962 für den Rheingold, 1963 die zweite Serie für den Rheinpfeil.

Da sich das Konzept des "Buckelspeisewagens" nicht bewährte, wurden ab 1964 einstöckige Speise-, Bar- und Halbspeisewagen beschafft, die mit einer Länge von 27,5 m nicht der UIC-X-Norm entsprachen. Die Speisewagen waren ab 1965 z. T. mit Dachstromabnehmern ausgerüstet.

Ab 1965 wurden dann weitere Abteil- und Großraumwagen beschafft, ab 1967 dann in der neuen „Bauart Helvetia“ mit steilen Dachenden (genannt Steildach).

1975 wurde dann noch eine weitere Serien von 34 Großraumwagen beschafft, die sich konstruktiv bereits etwas von den ursprünglichen TEE-Wagen unterschieden.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
Av4üm-62 ab 1962 → Avmh111 → ͩ  Avmz111 → Avmz109 bzw. Bwmz111 10 (1. Serie)
12 (2. Serie)
...?
Fenster: 11× 1400 mm + 2× 800 mm
Ap4üm-62 ab 1962 → Apmh121 → ͩ  Apmz121 → Apmz125 bzw. Bpwmz125 5 (1. Serie)
6 (2. Serie)
...?
Fenster: 16× 900 mm + 2× 800 mm
1983 → WGmh854 3 Umbau für TEE Rheingold
AD4üm-62 1962/3 → ADmh101 3 (1. Serie)
2 (2. Serie)
Dachkanzel mit 8 Scheiben (1. Serie)
bzw. 4 Scheiben (2. Serie)
WR4üm-62 1962/3 → WRmh131 2 (1. Serie)
3 (2. Serie)
„Buckelspeisewagen“
ARD4üm-64 1964 → ARDmh105 → ARDmz106 17 27,5 m
WR4üm-64 1964–1968 → WRmh132 → WRmz132 27 27,5 m
AR4üm-65 1966 → AR4ümh-65 → ARümh217 → ARmh217 25 27,5 m, „Kakadu“
1981 → ARmz218 10 27,5 m, umgebaut für 200 km/h
WRümz135 1969–1973 → WRmz135 → WRmz133 → WRmz134 36 27,5 m, mit Pantograph (nur WRmz135)
ARümz211 1971 → ARmz211 56 27,5 m, mit Pantograph, „Kakadu“
WRbumz139 1975–1979 → WRmz137 43 27,5 m, mit Pantograph
Apmz122 ab 1975 → ͩ  Apmz117 → Apmz127 → ͫ  Apmmz126 34 Fenster: 14× 900 mm + 2× 1400 mm
ͩ  Druckertüchtigung
ͫ  IC-mod

Quelle:

Eurofima-Wagen

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Eurofima-Wagen

In Zusammenarbeit mit der Eurofima entwickelte die Deutsche Bundesbahn Prototypwagen, die in der Beschaffung der „Eurofima-Wagen“ endete, die als UIC-Z-Wagen typisiert wurden.

Daneben gibt es mehrere Nachfolgemodelle, die sich weitgehend an den Eurofima-Wagen orientierten, formal aber nicht zu diesen gezählt werden. Dabei sind die Apmz123 äußerlich mit den Bpmz291 fast identisch, die Inneneinrichtung basiert aber auf dem Apmz122. Der Bvmz185 unterscheidet sich schon sehr deutlich von den Eurofima-Wagen und wird daher definitiv nicht mehr zu diesen gerechnet. Dieser war der letzte neu beschaffte Fernverkehrswagen der Deutschen Bundesbahn.

Gattung Baujahr spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
ABwümz227 1972 → ABvmz227 1 (P) gesicktes Dach & Seitenwände, „Pop-Farben
Bwümz237 1972 → Bvmz237 1 (P) gesicktes Dach & Seitenwände, „Pop-Farben
ABvmz227 1974 → ABvmz227.4 5 (P) gesicktes Dach, verschiedene Drehgestelle
(3× Ozeanblau/Elfenbein, 2× Olympiablau)
WLABsmh166 1975 16 (insgesamt 61)
Avmz207 ab 1976 → ͩ  Avmz107 → Avmz108 → ͫ  Avmmz106 100 (insgesamt 295)
Am61 (SBB) ab 1976 →ᵇ Bwmz207 2
Bpm{b}z291 ab 1979 → Bpmbkz291/4 → Bpmb{d}z294 → ...
→ ͩ  Bpm{b{d}}z294 → ͫ  Bpmm{b{d}}z284
→ ͩ  Bpm{b}{d}z293 → ͣ  Bpm{b}{d}z295 → ͫ  Bpmm{b}{d}z285
520 z. T. mit „Snack Point“ (zeitweise),
z. T. behindertengerecht,
z. T. mit Fahradabteil
Bpmz292 1979 → Bpmz291/4 20 mit experimenteller Luftfederung, bei Umbauten auf Stahlfedern umgerüstet
Apmz123 1985 → ͩ  gleiche Nummer → Apmz119 → ͫ  Apmmz118 7
Bvmz185 ͩ ab 1988 → Bvmz186 0→ ͫ  Bvmmz188
→ Bvmsz186 → ͫ  Bvmmsz187
...? z. T. mit Serviceabteil
ͩ  Druckertüchtigung
ͣ  Druckertüchtigung aufgehoben
ᵇ  deklassiert
ͫ  IC-mod

Halberstädter Schnellzugwagen

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Halberstädter Schnellzugwagen

Vom Reichsbahnausbesserungswerk Halberstadt wurden ab 1979 Schnellzugwagen für die Deutsche Reichsbahn gebaut. Obwohl offiziell als UIC-Z-Wagen typisiert weichen sie teilweise erheblich von den UIC-Z-Empfehlungen ab. 1986 entfiel mit dem Nebenzeichen "e" die Kennzeichnung von Wagen mit elektrischer Heizung.

Gattung Baujahr Drehgestell spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
Bme 1979 Görlitz V → Bom ?? 1 (P)
Ame 1982 Görlitz V → Am201 6 (Vorserie) 140 km/h
Ame 1983 Görlitz V → Am201 110 140 km/h
ABme 1983 Görlitz V → ABom222 10 140 km/h
Ame 1984 GP 200 → Am200IR-Wagen 10 160 km/h
ABme 1984 Görlitz V → ABom222 65 140 km/h
Bme 1984 Görlitz V → Bom280 158 140 km/h
Bme 1984 GP 200 → Bom281IR-Wagen 22 160 km/h
Bme 1985 Görlitz V → Bom281 ??IR-Wagen ?? 218 140 km/h
BDmsb 1985 GP 200 → BDomsb274 1 (P) 160 km/h, behindertengerecht
Bme 1986 GP 200 → Bom281IR-Wagen 155 160 km/h
Bm 1987 Görlitz V → Bom280 79 140 km/h
Bm 1987 GP 200 → Bom281IR-Wagen 8 160 km/h
Bmz 1987 Görlitz V → Bomz283 50 140 km/h
BDmsb 1987 GP 200 → BDomsb274 4 160 km/h, behindertengerecht
ABm 1988 GP 200 → ABom226IR-Wagen 57 160 km/h
DBmsb 1988 GP 200 → BDomsb274 76 160 km/h
Am 1989 GP 200 → Am200IR-Wagen 47 160 km/h
ABm 1989 GP 200 → ABom226IR-Wagen 133 160 km/h
Bmp 1989 Görlitz V → Bmp591 1 (P) 140 km/h
Bmk 1989 Görlitz V → Bomk539 1 140 km/h, aus Unfallwagen (Bm)
Am 1990  ? → Am201 ?? 30
Bm 1990  ? → Bom281 ??IR-Wagen 188
Bmk 1990 Görlitz V → Bomk539 3 140 km/h, aus Unfallwagen (Bm)
Bmz 1990 GP 200 → Bomz236 1 (P) 160 km/h
Bmz 1991 GP 200 Mg → Bomz236 112 200 km/h, Magnetschienenbremse

Quelle:

Bautzener Schnellzugwagen

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Bautzener Schnellzugwagen

Vom VEB Waggonbau Bautzen wurden ab 1983 Schnellzugwagen für die Deutsche Reichsbahn gebaut. Diese Wagen werden offiziell als UIC-Z-Wagen typisiert, entsprechen aber auch nicht durchgehend den UIC-Z-Empfehlungen. 1986 entfiel mit dem Nebenzeichen "e" die Kennzeichnung von Wagen mit elektrischer Heizung.

Gattung Baujahr Drehgestell spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
Bcme 1983 GP 200 → Bcom242 50 160 km/h
WRme 1984 GP 200 → WRm130 25 160 km/h
Amy 1985 GP 200 S-Mg ͪ → WRmz?? 3 200 km/h
Bmy 1985 GP 200 S-Mg ͪ → WRmz?? 7 200 km/h
Amz210 1991 GP 200 S-Mg ͪ → ABomz229.1, Bomz210.2 40 200 km/h, z. T. umgebaut/deklassiert
  mit Scheiben- und Magnetschienenbremsen für eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h

Quelle:

Interregio-Wagen

Modellbauwiki-Hauptartikel.png Hauptartikel: Interregio-Wagen

Für den Interregioverkehr entstanden Schnellzugwagen als Umbauversionen aus ehemaligen UIC-X-Wagen der Deutschen Bundesbahn und UIC-Z-Wagen der Deutschen Reichsbahn.

Nach der Umwandlung der Interregio- in Intercity-Verbindungen wurden auch die Interregio-Wagen in Intercitys eingesetzt, insb. die Wagen zweiter Klasse und die Halbspeisewagen. Die Wagen erster Klasse hingegen wurden überwiegend abgestellt.

Spenderwagen Gattung spätere Gattungen Anzahl Bemerkung
Am200, ABom226 Bimz256 10
Am200, ABom226, Bom281 Bimz259 238
Am203, ABm225 Aim260, Aimz261 155 abgestellt
ABm225 ARkimbz262 → ARkimbz266 → ͫ  ARkimmbz288 155
Bm234, Bm235 Bim263, Bimz264 563
Am200 ABimz265 → Bimz265 2 deklassiert
Am200, ABom226, Bom281 Bimdz267 62 Fahradabteil
Bm234, Bm235 Bimdz268 132 Fahradabteil
ABom226, Bom281, Bimz259 Bimdzf 269 → Bimdzf 271 → ͫ  Bimmdzf 287 20 (IR)
12 (IC)
Fahradabteil
Bom280, Bom281 Bpmbzf 297 → Bpmbdzf 296 → ͫ  Bpmmbdzf 286 76 (IC) behindertengerecht, z. T. Fahradabteil
ͫ  IC-mod

Siehe auch

Literatur

  • Horst J. Obermayer: Taschenbuch Deutsche Reisezugwagen. 1. Auflage. Franckh'sche Verlagshandlung, W. Keller & Co., Stuttgart, 1978, ISBN 3-440-04589-7.

Weblinks